Erziehungskünstler wecken

Unter dem Motto „Herzensstücke“ ging jetzt die dreiwöchige Kunstepoche im Master-Kurs zu Ende mit einem selbst entwickelten Theaterstück und einem Konzert.

Kunst und künstlerische Betätigung spielen in der Waldorfpädagogik eine besondere Rolle – nicht nur in der Schule, sondern auch in der Ausbildung der zukünftigen Waldorflehrer*innen. Es geht darum, Bildungsgelegenheiten zu schaffen, an denen sich Fähigkeiten entwickeln können – für künftige Unterrichtsgestaltungen, aber auch im Hinblick auf die eigene Persönlicheitsentwicklung.

Der diesjährige D-Kurs hatte sich entschossen, sich in zwei Gruppen aufzuteilen. Die einen spielten Theater, die anderen setzten das sogenannte „Sologesangsprojekt“ um.

„Initiativkraft und Ausdruckswille waren spürbar, die sich wohl bald Raum schaffen werden in den Schulen“ – so formulierte es ein Zuhörer des abendlichen Konzertes nach einem beeindruckenden Programm von rund 30 Liedern und Songs, interpretiert von zehn Studierenden des D-Kurses. Das Sologesangsprojekt bedeutet tägliches Üben an Stimme, Gestik, individuellem Ausdruck. Professionelle Begleitung in dieser intensiven Zeit gab es durch die beiden Dozent*innen Prof. Stephan Ronner und Monika Mayr-Häcker – wobei es auch Ensemblearbeiten gab und natürlich auch ein gemeinsamer Abschlusschor nicht fehlen durfte. „Es geht um die Kultivierung der Willenskräfte, Kultivierung de Empfindungs- und Gefühlskräfte, sowie der Kultivierung von Wahrnehmen, Denken und Erkennen“, beschreibt Prof. Stephan Ronner das Projekt, das er jetzt zum fünften Mal betreute.

„Zwischenmenschliches zwischen Menschen" war das Thema des Theaterstückes und wurde von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet. Drei Wochen stand das Thema Kommunikation im Mittelpunkt. Ein Prozess, den die Dozentin Ulrike Hans begleitete. Die frei entwickelten Szenen, zusammengesetzt zu einer Collage, ergaben eine intensive Werkschau.

„Die Studierenden präsentierten hier ihre "Herzensstücke" und steckten all ihre Persönlichkeit in die Werke. Sie offenbarten sich damit dem Zuschauer von einer neuen, ganz wundervollen Seite. Vielen Dank dafür“, formulierte es eine Kommilitonin aus dem Bachelor-Kurs.