Sunday, 8 Sept. 2019

with Prof. Stephan Ronner
Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Lecture

V02

Placing ourselves in the right relation to our task: On the stage of the soul
Michal Ben Shalom, Freie Waldorfschule Harduf / Israel;

Mitglied der Internationalen Konferenz der waldorfpäda­gogischen Bewegung

 

 

Workshops

A01

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have
various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A02

Menschenkunde erleben und verlebendigen durch die Eurythmie
Pirjo Partanen-Dill, Stuttgart, Deutschland

Schlafen – Träumen – Wachen, eurythmisch-freudiger Weg in den Tag mit Musik und Sprache. Vorkenntnisse der Eurythmie sind nicht erforderlich. 

A03

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden. »... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A04

Singen können - singen wollen/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A05

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, The Netherlands

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy

A06

Performative Plastik - Eine Gemeinschaftsarbeit
Prof. Georg Schumacher, Stuttgart, Deutschland

Es soll ein plastisches Objekt in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Große Mengen Ton stehen zur Verfügung, die im Freien plastisch bearbeitet werden.

A07

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit  den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A08

Bothmer-Gymnastik: Begegnung durch Bewegung
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Gemeinsames Begegnen durch Bewegungsspiele und Übungen aus der Bothmer-Gymnastik. Welche Bewegungsqualitäten können die gesunde Entwicklung der Kinder unterstützen? Welche Übungen helfen uns Lehrern?

A09 

Religiöse Suche und Spiritualität im Jugendalter/Religious quest and spirituality during adolescence (bilingual)
Elisabeth von Kügelgen, Stuttgart, Deutschland

Mit der Pubertät wird ein zweiter, neuer Mensch im Jugendlichen geboren. Nehmen wir diesen wahr? Können wir Geburts-Helfer werden oder sind wir eine große Enttäuschung für die jungen Menschen? Die Zeit der Selbs­tfindung und ihre men­schen­kund­lichen Gegebenheiten. 

With the puberty a second, new person is born into the adolescent. Do we notice this person? Are we able to help this person to get born or are we disappointing the young people? The time of self-discovery and their anthropological circumstances.

A10  

Lehrermeditation
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wer sich im Beruf verausgaben muss, muss, um im Gleichgewicht zu bleiben, sich auch ›vereingaben‹,
d. h. sich wieder erfüllen mit Kräften, die machen, dass dem nächsten Tag mit Freude entgegen gegangen werden kann. Die Geisteswissenschaft Steiners gibt eine große Anzahl Handreichungen, um auf diesem Felde fähig zu werden.

A11

»Ja, die Inklusion kann uns gelingen!«
Maud Beckers, Hamburg, Deutschland

Der Paradigmenwechsel Inklu­sion erschüttert Mensch und Organisation. Traditionen und Gewohnheiten werden auf den Prüfstand gestellt. Wie können wir Pädagogen uns vor dem Hintergrund der Allgemeinen Menschenkunde zum neuen Denken und Handeln bewegen? Wir arbeiten praxisorientiert an den Kernfragen der inneren Haltung und der inklusiven Methodenschulung des Waldorfpädagogen.

A12 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A13

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A14 

Writing and reading in the digital age – what about the Waldorf ideas and ideals? 
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

In schools and families, pen and paper and are challenged by screens and tablets. Lengthy narratives, oral and written, are challenged by rapid visual inputs. How can we meet and respond to these challenges? The time for »business as usual« may be gone, so let us further explore the basic ideas and ideals of Waldorf language teaching. 

A15 

Meditativ erarbeitete Menschenkunde und pädagogische Praxis/Meditative Understandings of the nature of the human being and their relevance for pedagogical practice (bilingual)
Dr. Martyn Rawson, Kiel, Deutschland

Wie kann man mit Hilfe der Meditativ erarbeiteten Menschenkunde die pädagogische Praxis erforschen und erneuern? Praktische Hinweise und Austausch.

How can we research and renew our pedagogical practice using contemplative methods and anthroposophical understandings of human experience? Practical advice and discussion.

A16 

Waldorfpädagogik versus Erklärendes Unterrichten – Menschenkundliche Aspekte des Oberstufenunterrichtes
Prof. Dr. Walter Hutter, Stuttgart, Deutschland

Steiners Menschenkunde regt an, aus dem übenden Tun heraus die Urteilsorientierung der Jugendlichen zu impulsieren und zu erwecken. Es wird dieses Thema seminaristisch näher analysiert und mit praktischen Beispielen versehen.

A17 

Die geistigen Hintergründe der Schulgründung im Jahr 1919 – ihre Bedeutung für die Zukunft
Ruprecht Fried, Stuttgart, Deutschland

Rudolf Steiner beabsichtigte eine für unser Zeitalter notwendige Pädagogik. Er blickte dabei neben den menschenkundlichen und sozialen Bereichen auch auf die geistigen Hintergründe in Bezug auf die pädagogischen Aufgaben.

A18 

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A19

Trailing Clouds of Glory: Human Sexuality and the Education of Youth in Waldorf Schools
Douglas Gerwin, Amherst, Massachusetts

With a single sentence in the final lecture of Study of Man, Rudolf Steiner indicates a radically new approach to the education of pubescent children and adolescents in regard to their burgeoning sexuality. We will use Steiner’s epigrammatic statement to formulate the out­line of a three-layered curriculum for the sexual education of youth in terms of their physiological, psychological, and spiritual (moral) development, including contemporary issues of gender, body image, and sexual orientation. 

A20 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: Die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen.Sprachen: Französisch/Deutsch

A21 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, es aber nicht erreichen konnte. Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre – und das global.

A22  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung. Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

Coffee, tea, cake
Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Lecture

V03

From observer to co-creator: The human soul as cosmic arena
Claus Peter Röh,
 Head of Pedagogical Section at the Goetheanum / Dornach

 

Workshops

A23  

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess. 

A24  

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.«(Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.

A25 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen. Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A26 

Der Kochlöffel, ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört. »Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919). Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A27

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …«
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag), durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A28 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A29 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland 

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A30 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit. Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen.
Thomas Nick, Kiel, Deutschland

A31  

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht.Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf Schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A32  

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming

A33

Zur Methodik der kulturwissenschaftlichen Fächer (Deutsch/Geschichte) im Oberstufenunterricht
Prof. Dr. Michael Zech, Kassel, Deutschland

Der Welt in fachlicher Perspektive begegnen; Denk- und Urteilsformen entwickeln; den Erkenntnisprozess als Individuationsprozess ermöglichen. Im Fokus stehen gleichermaßen Grundsätzliches und Exemplarisches.

A34 

Potentiale der Arbeitspädagogik in der Waldorfschule
Hans Hutzel, Berlin, Deutschland

Wie praktische und kognitive Bildung in der Abfolge der Klassen einander ergänzen, die Persönlichkeit entwickeln und auf ein Leben in der modernen Welt vorbereiten.Im Laufe des Bildungsganges der Waldorfschule spielen die beiden Elemente Lernen und Arbeiten in vielfältiger Weise ineinander und ergänzen sich. Wie kann heute diese Verbindung wirksam und für die Schüler erfahrbar gemacht werden und welche Auswirkungen hat dies auf die Persönlichkeitsentwicklung bis in die Oberstufe? Was kann der Lehrplan der Waldorfpädagogik dazu beitragen, dass die Jugendlichen ihren selbstbewussten Platz in der heutigen Gesellschaft finden und gestalten?

A35  

What is Waldorf about and what is Waldorf really about? Rudolf Steiner’s well-known and the unknown Art of Education
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Germany

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiner’s Art of Education in its different dimensions – from »The Soft-Version of Main-Stream School-System« to »The Quest for the Holy Grail in the realm of education.«

A36

Die Frage der neuen Sphinx: Wer ist der Mensch? Die Herausforderung der digitalen Technologien/The question of the new Sphinx: who is the human being? The challenge of digital technology (bilingual)
Prof. Dr. Edwin Hübner, Stuttgart, Deutschland

Durch seine bewundernswerten technischen Fähigkeiten schafft der Mensch eine technische Welt, die immer selbstständiger wird. Auf vielen Gebieten des alltäglichen Lebens wird menschliche Arbeit durch Maschinenintelligenz ersetzt. Wie einst im Altertum stellt sich dadurch erneut die Frage nach dem Menschen. Wer ist der Mensch? Was ist der Sinn des Menschseins? Wie kann man den individuellen und sozialen Herausforderungen durch digi­tale Technologien gewachsen sein? Die anthroposophische Sicht auf diese Fragen eröffnet erweiterte Aspekte für die indi­viduelle Lebensgestaltung und zeigt für die Pädagogik Wege zu einer modernen, entwicklungsorientierten Medienerziehung auf.

Through his pioneering technical skills the man creates a technical world that becomes increasingly independent. On many fields of the daily life human labor is replaced by machine intelligence. Like in the Antiquity the question for man is raised once more. Who is the human being? What is the sense of being human? How can men be up to the new individual and social challenges through digital technologies? The anthroposophic point of view to these questions opens advanced aspects for the individual way of living and shows pedagogical ways to a modern, developmentally media education. 

A37  

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit den Lehrermeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Lehrermeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen (in deutscher Sprache; eine-andere-Sprache-Sprechende willkommen).

A38 

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A39

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrunde­liegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden.  Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A40 

Hochsensibilität – ein weithin verkanntes Phänomen
Michael Harslem, Truchtlaching, Deutschland

Wir wollen die Phänomene erkennen lernen und Erfahrungen mit Hochsensibilität austauschen. Welche Bedingungen brauchen Hochsensible, um richtig lernen zu können? Welche Möglichkeiten bietet die Waldorfschule?

A41 

Hintergründe der kindlichen Sprachentwicklung und ihre Bedeutung für die Pädagogik
Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

Zur Sprachentwicklung des Kindes hat die Forschung in jüngerer Zeit erstaunliche Tatsachen zu Tage gefördert, die nicht nur die ungeahnten Fähigkeiten schon des pränatalen Fötus belegen, sondern auch überraschend eine Brücke schlagen zu wesentlichen Erkenntnissen der Anthroposophie. Die Zusammenschau beider Forschungsbereiche schafft eine erweiterte Basis für den pädagogischen Umgang mit den Geheimnissen des kindlichen Spracherwerbs.

A42 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, so wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkunde­epoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort ausgehend wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A43 

Steiners Herausforderungen, die Durchdringung von Ich und Leib konkret zu denken
Dr. Wilfried Sommer, Kassel, Deutschland

Steiner geht in der Allgemeinen Menschenkunde und im Heilpädagogischen Kurs davon aus, dass die Ich-Organisation den Leib nicht äußerlich, sondern wie von innen heraus ergreife. Dadurch werde die Bewusstseinsform, mit der wir Welt und Ich umschließen, geprägt wie konstituiert – und Lehrer, welche mit diesem Vorgang konkret umgingen, könnten den Unterricht lebensvoll ergreifen. Wie kommen hier innere Sensibilisierung und schulische Praxis zusammen?

A44 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A45 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen. Sprachen: Französisch/Deutsch

A46

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

A47  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spiri­tuellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt? Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu, und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

Mittagshaus der Freien Waldorfschule
Bistro der Freien Waldorfschule

Public forums

In the forums we would like to enter into discussions with you: we will be addressing contemporary issues which are highly relevant for the future of society and therefore for our schools as well. Different discussion formats are planned. Depending on the number of registrations, the forums will be translated into English. With the exception of F6, they are in German. All days of the different forums can be booked individually. You can therefore switch between the forums on a daily basis.

 

F1

Upper School in the 21st century
The development of the Self in relation to the world. Education as individualization: a guiding principle for upper school lessons

Responsible:
Hans Hutzel,
executive and director of Emil Molt Academy Berlin and Association of Waldorf schools in Germany
Florian Osswald, head of Pedagogical Section at Goetheanum
Prof. Dr. Michael Zech, Waldorf Teachers’ training College, Kassel

 

F2

The key issues of teaching – science, art, religion
Living science! Living art! Living religion! That is our education, that is instruction.« With these words Rudolf Steiner opened the first Waldorf school in Stuttgart on the 7th of September, 1919. But what is meant by that? How can, for example the laws of science become alive? Is art not »alive« anyway? Does religion not transcend »life«? These questions will be discussed in the panel with experts from the three subject areas. According to Steiner’s motto this must be considered the ›key issue‹ in teaching.

Responsible: 
Dr. Christoph Kühl, 
Freie Waldorfschule Uhlandshöhe


F3

Waldorf education today
Emergency educational work, inclusion and interculturality
Sunday: an introduction to emergency crisis intervention Every day children are traumatized and suffer psychological wounds that can become life-threatening due to lack of care. Emergency education/crisis intervention starts in the early phase of the experienced catastrophe and tries to activate the self-healing faculties of the child in order to avoid serious complications. 

Responsible: 
Bernd Ruf, 
managing director of The Friends of Waldorf Education, principal of Parzival Center Karlsruhe


F4

How can we prepare Waldorfschools for the future?
What are the decisive questions for Waldorf teachers who decide to take up this profession 100 years after the founding of the first Waldorf School? What tasks do they face? What impulses do they have for the future of Waldorf Education? In this context, we would like to stimulate an exchange between the generations and look to the future together. 

Sunday: Developing our own ways of using media? 

Responsible: 
Alexandra Lenhardt,Coordination »Forum Future Waldorf School« 
Regina Ott, Freie Waldorfschule Überlingen


workshops

A48  

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form 
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A49  

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden.»... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A50 

Singen können – Wollen können/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A51 

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A52

Sprache zwischen Oben und Unten
Dorothea Schmidt-Krüger, Stuttgart, Deutschland

Wie fördern wir eine gesunde Verbindung zwischen oberem und unterem Menschen durch die sprachlich-musikalische Arbeit mit den Schülern? Gesichtspunkte zur sprachbegleitenden Bewegung und zur rhythmischen Unterrichtsgestaltung. Im Vordergund steht das gemeinsame Arbeiten an praktischen Beispielen insbesondere zur Unterstufe.

A53 

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind eingeladen zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A54 

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht. Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A55

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesentlichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A56

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming.

A57 

Anthroposophische Praxis
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wenn man die Erfahrung machen kann, dass die Anthroposophie nicht theoretisch bleibt, sondern wirklich wird, hat das immer einen Schub an Lebenskraft und -energie zur Folge. Dieser Schub äußert sich auch dadurch, dass eine tiefe Begeisterung über einen kommt. Eine solche Aktivität ist zum Beispiel die Schülerbetrachtung. Andere Aktivitäten werden wir aufsuchen.

A58

What is »Waldorf« about and what is »Waldorf« really about? The well known and the unknown »Art of Education« by Rudolf Steiner
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Deutschland

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiners Art of Education in it’s different dimensions – from »The Soft-Version of the Public School-System« to »The Request of the holy Grail in the realm of education.«

A59

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A60

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrundeliegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden. Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A61

The Development of the Human Senses in a Digital Age
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Deutschland

In a number of different lectures in The Foundations of Human Experience, Rudolf Steiner addresses questions and themes directly related to his understanding of the role of sensory experience in human development. In this seminar we will explore different aspects connected to the senses in Waldorf education and, in particular, we will address the importance of different forms of sensory experience in an increasingly digitalized world.

A62

Class Teacher: »I just don’t think I could ever do that!« 
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A63

Der verwandelte Umgang mit Sprache in der Jugendzeit – eine Heraus­forderung
Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

In der Pubertät ändert sich u. a. der Umgang des Jugendlichen mit seiner Sprache so radikal, dass die Erwachsenen ein Problem damit haben und Konflikte vorprogrammiert sind. Erst wenn wir das äußere Bild zu lesen lernen als Manifestation eines hochkomplexen Entwicklungsschritts, der eine Metamorphose des kindlichen Spracherwerbs darstellt, verwandeln wir unsere Haltung so grundlegend, dass wir dem Jugendlichen auf seinem neuen Weg pädagogisch hilfreich zur Seite stehen können.

A64

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung). 

A65

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Prof. Dr. Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Zielsetzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungs­gabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.

A66

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A67

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A68

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A69

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A70

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung.Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

A71

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart, Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

 – unexpected meeting with art –

Coffee, tea, cake
Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Public Forums

In the forums we would like to enter into discussions with you: we will be addressing contemporary issues which are highly relevant for the future of society and therefore for our schools as well. Different discussion formats are planned. Depending on the number of registrations, the forums will be translated into English. With the exception of F6, they are in German. All days of the different forums can be booked individually. You can therefore switch between the forums on a daily basis.

F5  

The Human Being, Pedagogy, Freedom: Aspects of a humanely school in the age of digital technology
Digital human beings? Is a human a machine or a spiritual being?

Responsible: 
Prof. Dr. Edwin Hübner 
Moderation: Elke Dillmannfrom Bavarian Radio

 

F6  

Waldorf International
This forum is offered in English language. This panel deals with the entire range of Waldorf education worldwide, from early childhood education to teacher education. The focus will be on global challenges for schools in the 21st century and answers will be sought from different cultural perspectives. 

Sunday: Kindergarten – or how do children play in the age of smartphones?
Responsible: 
Nana Göbel, 
member of »The Friends of Waldorf Education« 

 

F7

New Ways and Forms of Learning in Waldorf Education
After Waldorf 100: What kind/s of innovation/s does Waldorf Education need? The Waldorf movement has always been innovative, but which new forms and contents are oriented towards the future? We will talk about new developments in three pedagogical fields and discuss them with their practitioners.

Sunday: New forms of learning
The pedagogical focus switches from teaching to learning in order to encourage the independence of the learner holistically in body, soul and mind. Learning is not only understood as a conveying of knowledge and developing abilities, but also as a participation in meaningful practices. Accompanying and evaluating learning – between individualism and standardization.

Responsible: 
Claus-Peter Röh, 
Pedagogical Section Dornach
Margareta Van Raemdonck, 
European Council for Steiner Waldorf Education; Federatie Rudolf Steinerscholen in Vlaanderen (Belgium)
Dr. Martyn Rawson, 
Waldorf Teachers College Kiel

 

Workshops

A72

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.« (Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

A73

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess.

A74

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen.Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A75

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen
Thomas Nick, Kiel, Germany

A76

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy. Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

A77

Speech is golden! Language acquisition as a talent of body, soul and spirit
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

A wondrous human talent unfolds as a child learns to speak, and as language develops throughout childhood in companionship with fellow human beings.In the digital age of today: How can we best support young children, aged 1 to 8, in their efforts to develop a rich oral capacity?

A78

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A79

Einblicke in die Bothmer-Gymnastik, Übungen und Arbeitsformen im Sportunterricht der Oberstufe
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Welche Bewegungsqualitäten sind für die Schüler der Ober­stufe wesentlich?Wie kann der Unterricht den Entwicklungsbedürfnissen der Jugendlichen heute gerecht werden?

A80 

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesent­lichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A81

Der Kochlöffel - Ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört.»Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919) Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A82

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …« 
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag) durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A83

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind ein­ge­laden zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A84

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach 
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A85

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit »unseren« Schulmeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Schulmeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen. (In deutscher Sprache; eine-Andere-Sprache-Sprechende ist willkommen).

A86

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A87

»Physical Work is Spiritual«: Rudolf Steiner’s Understanding of the Spiritual Dimension of Human Activity
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Germany

In the 13th lecture of The Foundations of Human Experience Rudolf Steiner explains his concept »that physical work is spiritual and mental work is a human bodily function.« In earlier lectures he develops the underlying basis for this understanding of spiritual and physical activities. In this seminar, we will explore some of the educational implications of a view of the spiritual world focused on human deeds and actions.

A88

»Multikultur ist eine permanente menschliche Herausforderung. Jedem Künstler, aber auch jedem Menschen ist sie gestellt.« (Rafik Schami, Erzähler der Nacht) 
Christoph Doll, Berlin, Deutschland

Interkulturelle Pädagogik als Chance zu einer vorurteilsbewussten Begegnungsfähigkeit und Ermutigung zu einer diversen Gesellschaft.Wie kann die kulturelle, soziale und religiöse Vielfalt im Klassenzimmer zu Bereicherung und Ermutigung führen? Welche Anforderungen sind an die Päda­gogen gestellt im Hinblick auf Epocheninhalte, Klassengemeinschaft, Methoden? Ist die Menschenkunde tatsächlich allgemein anwendbar?

A89

Selbstverwaltung und Dreigliederung – der Ursprungsimpuls und viele Missverständnisse
Michael Harslem, Truchtlaching b. Seeon, Deutschland

Wie es begann und was daraus geworden ist.

A90

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung).

A91

Betrachtungen zu den 14 Vorträgen der Allgemeinen Menschenkunde
Stefan Grosse, Stuttgart, Deutschland

Die 14 Vorträge der Allgemeinen Menschenkunde sind ein in sich kunstvoll gegliedertes Ganzes. Es soll der Versuch gemacht werden, sich aus der Vogel­perspektive ein erstes »geo­grafisches« Bild zu machen und danach dem Aufbau, den Spiege­l­ungen sowie weiteren inneren Bezügen nachzuspüren, um auf diese Weise einen Ariadnefaden durch das Werk zu erhalten.

A92

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Ziel­setzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungsgabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.Prof. Dr. 

A93

Lernen ist Leben 
Florian Osswald, Dornach, Deutschland

Was die Waldorfschulen auszeichnet, ist ihr besonderes Lernverständnis, das die Grundlage für die Gestaltung von Kindergarten und Schule bildet und das ganze Leben mit einbezieht.Im vergangenen Jahrhundert haben sich daraus viele Umsetzungsformen ergeben. In der AG wollen wir das Entstandene im Spiegel von Rudolf Steiners Lernverständnis anschauen und den Versuch wagen, wichtige Entwicklungsfelder aufzuzeigen im Sinne von »Leben ist Lernen«.

A94

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkundeepoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort aus­gehend, wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A95

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A96

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A97

That first lesson of the day – exploring the expectations and the essence
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A98

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A99

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, diese aber nicht erreichen konnte.Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre, und das global.

A100

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spirituellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt?Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

Film Afternoons (public)

The First Long-Term Documentary about Waldorf Students

»Good Morning, Dear Children«, »A Bridge to the World«, »On My Way«: For eight years, the girls and boys were together with their class-teacher at the Waldorf School in Landsberg on Lech in Bavaria. For eight years, film-maker Maria Knilli accompanied them with her camera. Three feature-length documentaries are available covering the period from 2007 to 2017 for Bavarian Television. We show approximately one hour from »On My Way« and as a preview about one hour of the fourth documentary film by Maria Knilli and ›her‹ class: »Listened To«. On both afternoons, the director will be present for a discussion with the audience.

F1  

On My Way – Seventh and Eighth Grade in the Waldorf School
In »On My Way«, the students are in the middle of puberty. They distance themselves from their trusted class-teacher, searching for meetings at eye level. With impressive clarity, the young people re­flect in front of the camera what they need for learning: supporting relationships, genuine interest, personal freedom, sufficient time ... In touching flashbacks, Maria Knilli makes visible how the abilities of the pupils develop in the course of eight years. Detailed information is available at
www.guten-morgen-liebe-kinder.de

the cultural programme in the evenings

(public sale of tickets at the box office)

 

E1

Ensemble balance
The "Ensemble Balance" is going to present itself with two prominent pieces for the instrumental combination of string quartet and clarinet, the famous Mozart-Quintett A-Dur KV 581 und dem

Brahms-Quintett h-moll Op.115. 

The name »Ensemble Balance« stands for harmony in sound and expression of five different musical personalities most of whom have known each other since their school days at Waldorfschule Uhlandshöhe:

Dominik Keller, clarinet (Münchner Kammerspiele)

Ulrike Stortz, violin (Stuttgarter Kammerorchester)

Sophie Schuster, violin (soloist)

Jãnis Lielbãrdis, viola (SWRSinfonieorchester Stuttgart)

Friederike Kienle, violoncello (Prof. at Hokkaido University of Education, Sapporo/Japan).

Large Hall of the Rudolf Steiner Haus

 

E2

One-Man-Theatre: 4 Temperaments 
Based freely on Frieder Nögge with Sebastian Scheuthle

Regie: Michael Rollmann und Kaspar Walther

Scheuthle celebrates a meticulous lesson of different characteristics and impressing changes of identity – funny, grotesque and fascinating. The four temperaments are condensed, mirror-images of the nature of the human being: the melancholiac, the sanguine, the phlegmatic, the choleric – self-awareness is guaranteed, in a fascinating combination of wit and poetry. 

Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Monday, 9 Sept. 2019

with Stephan Sigler
Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Lecture

V04

»What we form as a concept, sinks down to the deepest depths of the human being ...« – Education as a process of being in times of virtuality
Rita Schumacher, Freie Waldorfschule Kassel; Waldorf Teacher Training College Kassel

 

Workshops

A01

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have 
various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A02

Menschenkunde erleben und verlebendigen durch die Eurythmie
Pirjo Partanen-Dill, Stuttgart, Deutschland

Schlafen – Träumen – Wachen, eurythmisch-freudiger Weg in den Tag mit Musik und Sprache. Vorkenntnisse der Eurythmie sind nicht erforderlich. 

A03

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden. »... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A04

Singen können - singen wollen/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A05

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, The Netherlands

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy.

A06

Performative Plastik - Eine Gemeinschaftsarbeit
Prof. Georg Schumacher, Stuttgart, Deutschland

Es soll ein plastisches Objekt in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Große Mengen Ton stehen zur Verfügung, die im Freien plastisch bearbeitet werden.

A07

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit  den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A08

Bothmer-Gymnastik: Begegnung durch Bewegung
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Gemeinsames Begegnen durch Bewegungsspiele und Übungen aus der Bothmer-Gymnastik. Welche Bewegungsqualitäten können die gesunde Entwicklung der Kinder unterstützen? Welche Übungen helfen uns Lehrern?

A09 

Religiöse Suche und Spiritualität im Jugendalter/Religious quest and spirituality during adolescence (bilingual)
Elisabeth von Kügelgen, Stuttgart, Deutschland

Mit der Pubertät wird ein zweiter, neuer Mensch im Jugendlichen geboren. Nehmen wir diesen wahr? Können wir Geburts-Helfer werden oder sind wir eine große Enttäuschung für die jungen Menschen? Die Zeit der Selbs­tfindung und ihre men­schen­kund­lichen Gegebenheiten. 

With the puberty a second, new person is born into the adolescent. Do we notice this person? Are we able to help this person to get born or are we disappointing the young people? The time of self-discovery and their anthropological circumstances.

A10  

Lehrermeditation
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wer sich im Beruf verausgaben muss, muss, um im Gleichgewicht zu bleiben, sich auch ›vereingaben‹, 
d. h. sich wieder erfüllen mit Kräften, die machen, dass dem nächsten Tag mit Freude entgegen gegangen werden kann. Die Geisteswissenschaft Steiners gibt eine große Anzahl Handreichungen, um auf diesem Felde fähig zu werden.

A11 

»Ja, die Inklusion kann uns gelingen!«
Maud Beckers, Hamburg, Deutschland

Der Paradigmenwechsel Inklu­sion erschüttert Mensch und Organisation. Traditionen und Gewohnheiten werden auf den Prüfstand gestellt. Wie können wir Pädagogen uns vor dem Hintergrund der Allgemeinen Menschenkunde zum neuen Denken und Handeln bewegen? Wir arbeiten praxisorientiert an den Kernfragen der inneren Haltung und der inklusiven Methodenschulung des Waldorfpädagogen.

A12 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A13 

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A14 

Writing and reading in the digital age – what about the Waldorf ideas and ideals? 
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

In schools and families, pen and paper and are challenged by screens and tablets. Lengthy narratives, oral and written, are challenged by rapid visual inputs. How can we meet and respond to these challenges? The time for »business as usual« may be gone, so let us further explore the basic ideas and ideals of Waldorf language teaching.  

A15 

Meditativ erarbeitete Menschenkunde und pädagogische Praxis/Meditative Understandings of the nature of the human being and their relevance for pedagogical practice (bilingual)
Dr. Martyn Rawson, Kiel, Deutschland

Wie kann man mit Hilfe der Meditativ erarbeiteten Menschenkunde die pädagogische Praxis erforschen und erneuern? Praktische Hinweise und Austausch.

How can we research and renew our pedagogical practice using contemplative methods and anthroposophical understandings of human experience? Practical advice and discussion.

A16  

Waldorfpädagogik versus Erklärendes Unterrichten – Menschenkundliche Aspekte des Oberstufenunterrichtes
Prof. Dr. Walter Hutter, Stuttgart, Deutschland

Steiners Menschenkunde regt an, aus dem übenden Tun heraus die Urteilsorientierung der Jugendlichen zu impulsieren und zu erwecken. Es wird dieses Thema seminaristisch näher analysiert und mit praktischen Beispielen versehen.

A17 

Die geistigen Hintergründe der Schulgründung im Jahr 1919 – ihre Bedeutung für die Zukunft
Ruprecht Fried, Stuttgart, Deutschland

Rudolf Steiner beabsichtigte eine für unser Zeitalter notwendige Pädagogik. Er blickte dabei neben den menschenkundlichen und sozialen Bereichen auch auf die geistigen Hintergründe in Bezug auf die pädagogischen Aufgaben.

A18 

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A19 

Trailing Clouds of Glory: Human Sexuality and the Education of Youth in Waldorf Schools
Douglas Gerwin, Amherst, Massachusetts

With a single sentence in the final lecture of Study of Man, Rudolf Steiner indicates a radically new approach to the education of pubescent children and adolescents in regard to their burgeoning sexuality. We will use Steiner’s epigrammatic statement to formulate the out­line of a three-layered curriculum for the sexual education of youth in terms of their physiological, psychological, and spiritual (moral) development, including contemporary issues of gender, body image, and sexual orientation. 

A20 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: Die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen.Sprachen: Französisch/Deutsch

A 21 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, es aber nicht erreichen konnte. Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre – und das global.

A22  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung. Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

Coffee, tea, cake
Foyer of the Great Festival Hall in the Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Lecture

V05

The discerning relationship to the spiritual as a pedago­gical deed
Dr. Constanza Kaliks, Head of the Youth section at the Goetheanum and Lecturer at Goetheanum Studies 

 

workshops

A23  

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess. 

A24  

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.«(Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.

A25 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen. Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A26  

Der Kochlöffel, ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört. »Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919). Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A27

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …«
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag), durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A28 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A29 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland 

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A 30 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit. Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen.
Thomas Nick, Kiel, Deutschland

A31  

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht.Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf Schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A32  

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming

A33 

Zur Methodik der kulturwissenschaftlichen Fächer (Deutsch/Geschichte) im Oberstufenunterricht
Prof. Dr. Michael Zech, Kassel, Deutschland 

Der Welt in fachlicher Perspektive begegnen; Denk- und Urteilsformen entwickeln; den Erkenntnisprozess als Individuationsprozess ermöglichen. Im Fokus stehen gleichermaßen Grundsätzliches und Exemplarisches.

A34  

Potentiale der Arbeitspädagogik in der Waldorfschule
Hans Hutzel, Berlin, Deutschland

Wie praktische und kognitive Bildung in der Abfolge der Klassen einander ergänzen, die Persönlichkeit entwickeln und auf ein Leben in der modernen Welt vorbereiten.Im Laufe des Bildungsganges der Waldorfschule spielen die beiden Elemente Lernen und Arbeiten in vielfältiger Weise ineinander und ergänzen sich. Wie kann heute diese Verbindung wirksam und für die Schüler erfahrbar gemacht werden und welche Auswirkungen hat dies auf die Persönlichkeitsentwicklung bis in die Oberstufe? Was kann der Lehrplan der Waldorfpädagogik dazu beitragen, dass die Jugendlichen ihren selbstbewussten Platz in der heutigen Gesellschaft finden und gestalten?

A35  

What is Waldorf about and what is Waldorf really about? Rudolf Steiner’s well-known and the unknown Art of Education
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Germany

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiner’s Art of Education in its different dimensions – from »The Soft-Version of Main-Stream School-System« to »The Quest for the Holy Grail in the realm of education.«

A36 

Die Frage der neuen Sphinx: Wer ist der Mensch? Die Herausforderung der digitalen Technologien/The question of the new Sphinx: who is the human being? The challenge of digital technology (bilingual)
Prof. Dr. Edwin Hübner, Stuttgart, Deutschland

Durch seine bewundernswerten technischen Fähigkeiten schafft der Mensch eine technische Welt, die immer selbstständiger wird. Auf vielen Gebieten des alltäglichen Lebens wird menschliche Arbeit durch Maschinenintelligenz ersetzt. Wie einst im Altertum stellt sich dadurch erneut die Frage nach dem Menschen. Wer ist der Mensch? Was ist der Sinn des Menschseins? Wie kann man den individuellen und sozialen Herausforderungen durch digi­tale Technologien gewachsen sein? Die anthroposophische Sicht auf diese Fragen eröffnet erweiterte Aspekte für die indi­viduelle Lebensgestaltung und zeigt für die Pädagogik Wege zu einer modernen, entwicklungsorientierten Medienerziehung auf.

Through his pioneering technical skills the man creates a technical world that becomes increasingly independent. On many fields of the daily life human labor is replaced by machine intelligence. Like in the Antiquity the question for man is raised once more. Who is the human being? What is the sense of being human? How can men be up to the new individual and social challenges through digital technologies? The anthroposophic point of view to these questions opens advanced aspects for the individual way of living and shows pedagogical ways to a modern, developmentally media education. 

A37  

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit den Lehrermeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Lehrermeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen (in deutscher Sprache; eine-andere-Sprache-Sprechende willkommen).

A38 

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A39 

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrunde­liegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden.  Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A40 

Hochsensibilität – ein weithin verkanntes Phänomen
Michael Harslem, Truchtlaching, Deutschland

Wir wollen die Phänomene erkennen lernen und Erfahrungen mit Hochsensibilität austauschen. Welche Bedingungen brauchen Hochsensible, um richtig lernen zu können? Welche Möglichkeiten bietet die Waldorfschule?

A41 

Hintergründe der kindlichen Sprachentwicklung und ihre Bedeutung für die Pädagogik
Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

Zur Sprachentwicklung des Kindes hat die Forschung in jüngerer Zeit erstaunliche Tatsachen zu Tage gefördert, die nicht nur die ungeahnten Fähigkeiten schon des pränatalen Fötus belegen, sondern auch überraschend eine Brücke schlagen zu wesentlichen Erkenntnissen der Anthroposophie. Die Zusammenschau beider Forschungsbereiche schafft eine erweiterte Basis für den pädagogischen Umgang mit den Geheimnissen des kindlichen Spracherwerbs.

A42 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, so wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkunde­epoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort ausgehend wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A43 

Steiners Herausforderungen, die Durchdringung von Ich und Leib konkret zu denken
Dr. Wilfried Sommer, Kassel, Deutschland

Steiner geht in der Allgemeinen Menschenkunde und im Heilpädagogischen Kurs davon aus, dass die Ich-Organisation den Leib nicht äußerlich, sondern wie von innen heraus ergreife. Dadurch werde die Bewusstseinsform, mit der wir Welt und Ich umschließen, geprägt wie konstituiert – und Lehrer, welche mit diesem Vorgang konkret umgingen, könnten den Unterricht lebensvoll ergreifen. Wie kommen hier innere Sensibilisierung und schulische Praxis zusammen?

A44 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A45 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen. Sprachen: Französisch/Deutsch

A46 

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

A47  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spiri­tuellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt? Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu, und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

Mittagshaus der Freien Waldorschule
Bistro der Freien Waldorfschule

PUBLIC FORUMS

In the forums we would like to enter into discussions with you: we will be addressing contemporary issues which are highly relevant for the future of society and therefore for our schools as well. Different discussion formats are planned. Depending on the number of registrations, the forums will be translated into English. With the exception of F6, they are in German. All days of the different forums can be booked individually. You can therefore switch between the forums on a daily basis.

 

F1

Upper School in the 21st century
The role of values and volitition in an age of individualism

Responsible:
Hans Hutzel,
executive and director of Emil Molt Academy Berlin and Association of Waldorf schools in Germany
Florian Osswald, head of Pedagogical Section at Goetheanum
Prof. Dr. Michael Zech, Waldorf Teachers' training College, Kassel

 

F2

The key issues of teaching - science, art, religion
Living science! Living art! Living religion! That is our education, that is instruction." With these words Rudolf Steiner opened the first Waldorf school in Stuttgart on the 7th of September, 1919. But what is meant by that? How can, for example the laws of science become alive? Is art not "alive" anyway? Does religion not transcend "life"? These questions will be discussed in the panel with experts from the three subject areas. According to Steiner's motto this must be considered the 'key issue' in teaching.

Responsible:
Dr. Christoph Kühl,
Freie Waldorfschule Uhlandshöhe


F3

Waldorf education today
Emergency educational work, inclusion and interculturality

Monday: Intercultural pedagogy - an opportunity
"Courage doesn't mean not being afraid, but doing it anyway."
Meeting the stranger often also means leaving one's own comfort zone. For an encounter-joyful, creative, contemporary school movement - we set off.

Responsible:
Christoph Doll, seminar leader of the Waldorf Teachers College Berlin;Co-founder of various intercultural institutions

 

F4

How can we prepare Waldorfschools for the future?
What are the decisive questions for Waldorf teachers who decide to take up this profession 100 years after the founding of the first Waldorf School? What tasks do they face? What impulses do they have for the future of Waldorf Education? In this context, we would like to stimulate an exchange between the generations and look to the future together.

Monday: Self-organization?

Responsible:
Alexandra Lenhardt,Coordination "Forum Future Waldorf School"
Regina Ott, Freie Waldorfschule Überlingen
Workshops

 

Workshops

A48

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience - The sense of ego and circular and spherical form
Rieko Hata, Japan

The world's languages have various words for "I." In ancient Japanese, it is "Wa," which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience's expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A49

Eurythmie: Die Mitte - Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden."... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss." (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A50

Singen können - Wollen können/Being Able to Sing - Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A51

"Wer der Sprache Seele hört ..." Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A52

Sprache zwischen Oben und Unten
Dorothea Schmidt-Krüger, Stuttgart, Deutschland

Wie fördern wir eine gesunde Verbindung zwischen oberem und unterem Menschen durch die sprachlich-musikalische Arbeit mit den Schülern? Gesichtspunkte zur sprachbegleitenden Bewegung und zur rhythmischen Unterrichtsgestaltung. Im Vordergund steht das gemeinsame Arbeiten an praktischen Beispielen insbesondere zur Unterstufe.

A53

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet - wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind eingeladen zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A54

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht. Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben.

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner's Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A55

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesentlichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A56

"We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word." (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

"To take a heart" is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming.

A57

Anthroposophische Praxis
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wenn man die Erfahrung machen kann, dass die Anthroposophie nicht theoretisch bleibt, sondern wirklich wird, hat das immer einen Schub an Lebenskraft und -energie zur Folge. Dieser Schub äußert sich auch dadurch, dass eine tiefe Begeisterung über einen kommt. Eine solche Aktivität ist zum Beispiel die Schülerbetrachtung. Andere Aktivitäten werden wir aufsuchen.

A58

What is "Waldorf" about and what is "Waldorf" really about? The well known and the unknown "Art of Education" by Rudolf Steiner
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Deutschland

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance. We will discuss Rudolf Steiners Art of Education in it's different dimensions - from "The Soft-Version of the Public School-System" to "The Request of the holy Grail in the realm of education."

A59

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A60

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrundeliegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden. Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A61

The Development of the Human Senses in a Digital Age
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Deutschland

In a number of different lectures in The Foundations of Human Experience, Rudolf Steiner addresses questions and themes directly related to his understanding of the role of sensory experience in human development. In this seminar we will explore different aspects connected to the senses in Waldorf education and, in particular, we will address the importance of different forms of sensory experience in an increasingly digitalized world.

A62

Class Teacher: "I just don't think I could ever do that!"
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A63

Der verwandelte Umgang mit Sprache in der Jugendzeit - eine Heraus­forderung
Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

In der Pubertät ändert sich u. a. der Umgang des Jugendlichen mit seiner Sprache so radikal, dass die Erwachsenen ein Problem damit haben und Konflikte vorprogrammiert sind. Erst wenn wir das äußere Bild zu lesen lernen als Manifestation eines hochkomplexen Entwicklungsschritts, der eine Metamorphose des kindlichen Spracherwerbs darstellt, verwandeln wir unsere Haltung so grundlegend, dass wir dem Jugendlichen auf seinem neuen Weg pädagogisch hilfreich zur Seite stehen können.

A64

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung).

A65

Was heißt: "Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden"?
Prof. Dr. Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text "Die pädagogische Zielsetzung der Waldorfschule in Stuttgart" forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein "künstlerisch Anschauender" werden - leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er "Augenorientierung" oder "künstlerische Beobachtungs­gabe" nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.

A66

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A67

Naturwissenschaft und Anthroposophie - ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, "auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen." (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A68

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A69

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe's help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. "My soul and the world are one thing only" - it says in a "peace dance" called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A70

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung.Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

A71

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte - menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart, Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

– unexpected meeting with art –

Coffee, tea, cake
Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

PUBLIC FORUMS

In the forums we would like to enter into discussions with you: we will be addressing contemporary issues which are highly relevant for the future of society and therefore for our schools as well. Different discussion formats are planned. Depending on the number of registrations, the forums will be translated into English. With the exception of F6, they are in German. All days of the different forums can be booked individually. You can therefore switch between the forums on a daily basis.

 

F5  

The Human Being, Pedagogy, Freedom: Aspects of a humanely school in the age of digital technology
Digital Education? What does an adolescent need for a healthy development?

Responsible: 
Prof. Dr. Edwin Hübner 
Moderation: Elke Dillmannfrom Bavarian Radio

 

F6  

Waldorf International
This forum is offered in English language. This panel deals with the entire range of Waldorf education worldwide, from early childhood education to teacher education. The focus will be on global challenges for schools in the 21st century and answers will be sought from different cultural perspectives. 

Monday: Mega-Cities and schools

Responsible: 
Nana Göbel, 
member of »The Friends of Waldorf Education« 

 

F7

New Ways and Forms of Learning in Waldorf Education
After Waldorf 100: What kind/s of innovation/s does Waldorf Education need? The Waldorf movement has always been innovative, but which new forms and contents are oriented towards the future? We will talk about new developments in three pedagogical fields and discuss them with their practitioners.

Monday: School has to promote socialization, qualifications and the development of a person.
How can learning in these three areas be accompanied, supported and promoted in a formative, individual, inclusive manner.

Responsible:
Claus-Peter Röh,

Pedagogical Section Dornach

Margareta Van Raemdonck,

European Council for Steiner Waldorf Education; Federatie Rudolf Steinerscholen in Vlaanderen (Belgium)

Dr. Martyn Rawson,

Waldorf Teachers College Kiel

 

 

Workshops

A72 

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.« (Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

A73 

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess.

A74 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen.Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A75 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen
Thomas Nick, Kiel, Germany

A76 

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy. Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

A77 

Speech is golden! Language acquisition as a talent of body, soul and spirit
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

A wondrous human talent unfolds as a child learns to speak, and as language develops throughout childhood in companionship with fellow human beings.In the digital age of today: How can we best support young children, aged 1 to 8, in their efforts to develop a rich oral capacity?

A78 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A79 

Einblicke in die Bothmer-Gymnastik, Übungen und Arbeitsformen im Sportunterricht der Oberstufe
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Welche Bewegungsqualitäten sind für die Schüler der Ober­stufe wesentlich?Wie kann der Unterricht den Entwicklungsbedürfnissen der Jugendlichen heute gerecht werden?

A80 

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesent­lichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A81 

Der Kochlöffel - Ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört.»Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919) Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A82 

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …« 
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag) durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A83

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind ein­ge­laden zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A84 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach 
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A85 

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit »unseren« Schulmeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Schulmeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen. (In deutscher Sprache; eine-Andere-Sprache-Sprechende ist willkommen).

A86 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A87 

»Physical Work is Spiritual«: Rudolf Steiner’s Understanding of the Spiritual Dimension of Human Activity
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Germany

In the 13th lecture of The Foundations of Human Experience Rudolf Steiner explains his concept »that physical work is spiritual and mental work is a human bodily function.« In earlier lectures he develops the underlying basis for this understanding of spiritual and physical activities. In this seminar, we will explore some of the educational implications of a view of the spiritual world focused on human deeds and actions.

A88 

»Multikultur ist eine permanente menschliche Herausforderung. Jedem Künstler, aber auch jedem Menschen ist sie gestellt.« (Rafik Schami, Erzähler der Nacht) 
Christoph Doll, Berlin, Deutschland

Interkulturelle Pädagogik als Chance zu einer vorurteilsbewussten Begegnungsfähigkeit und Ermutigung zu einer diversen Gesellschaft.Wie kann die kulturelle, soziale und religiöse Vielfalt im Klassenzimmer zu Bereicherung und Ermutigung führen? Welche Anforderungen sind an die Päda­gogen gestellt im Hinblick auf Epocheninhalte, Klassengemeinschaft, Methoden? Ist die Menschenkunde tatsächlich allgemein anwendbar?

A89 

Selbstverwaltung und Dreigliederung – der Ursprungsimpuls und viele Missverständnisse
Michael Harslem, Truchtlaching b. Seeon, Deutschland

Wie es begann und was daraus geworden ist.

A90 

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung).

A91 

Betrachtungen zu den 14 Vorträgen der Allgemeinen Menschenkunde
Stefan Grosse, Stuttgart, Deutschland

Die 14 Vorträge der Allgemeinen Menschenkunde sind ein in sich kunstvoll gegliedertes Ganzes. Es soll der Versuch gemacht werden, sich aus der Vogel­perspektive ein erstes »geo­grafisches« Bild zu machen und danach dem Aufbau, den Spiege­l­ungen sowie weiteren inneren Bezügen nachzuspüren, um auf diese Weise einen Ariadnefaden durch das Werk zu erhalten.

A92 

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Ziel­setzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungsgabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.Prof. Dr. 

A93 

Lernen ist Leben 
Florian Osswald, Dornach, Deutschland

Was die Waldorfschulen auszeichnet, ist ihr besonderes Lernverständnis, das die Grundlage für die Gestaltung von Kindergarten und Schule bildet und das ganze Leben mit einbezieht.Im vergangenen Jahrhundert haben sich daraus viele Umsetzungsformen ergeben. In der AG wollen wir das Entstandene im Spiegel von Rudolf Steiners Lernverständnis anschauen und den Versuch wagen, wichtige Entwicklungsfelder aufzuzeigen im Sinne von »Leben ist Lernen«.

A94 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkundeepoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort aus­gehend, wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A95 

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A96 

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A97 

That first lesson of the day – exploring the expectations and the essence
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A98 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A99 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, diese aber nicht erreichen konnte.Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre, und das global.

A100 

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spirituellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt?Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

 

 

Film afternoons (public))

The First Long-Term Documentary about Waldorf Students

»Good Morning, Dear Children«, »A Bridge to the World«, »On My Way«: For eight years, the girls and boys were together with their class-teacher at the Waldorf School in Landsberg on Lech in Bavaria. For eight years, film-maker Maria Knilli accompanied them with her camera. Three feature-length documentaries are available covering the period from 2007 to 2017 for Bavarian Television. We show approximately one hour from »On My Way« and as a preview about one hour of the fourth documentary film by Maria Knilli and ›her‹ class: »Listened To«. On both afternoons, the director will be present for a discussion with the audience.

Sneak preview:

F2  

Listened To – Twelfth Graders of a Waldorf School About Themselves and the World
(working title)

In the meantime, the children of the past are in their last year of the Waldorf school. »We have known each other since the first day of school. I would like – in a relaxed atmosphere and far away from school life and at home – to have another conversation with the young people,« says Maria Knilli. »Their thoughts and reflections, their plans and visions, their hopes and perhaps their doubts reflect the mood of a generation on the threshold to growing up.« The framework for »Listened To« is provided by the art trip to Italy, the stone-cutting internship in the summer of 2019. »Listened To« is a project of Tittel & Knilli Film Production in cooperation with the Pedagogical Research Centre of the German Waldorf Schools Federation.

THE CULTURAL PROGRAMME IN THE EVENINGS

(Public sale of tickets at the box office)

 

E3

Rasga Rasga

A river flows around you, pulls you, at first in a subtle and subtile and playful way, and then with power. Just drift away and take what you notice. A thought, a feeling, a world in itself …

Again and again the band is asked about the kind of music they make. They say: »It’s Worldbeat/Pop, it’s our heartbeat and maybe yours soon, too«. RasgaRasga consists of six people with 16 instruments – six friends that have known each other since their school days and make music together.

Old Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe


E4

Else-Klink-Ensemble Stuttgart 

I Want to Live ...

The program of the Else-Klink-Ensemble »Ich möchte leben« (I Want to Live), developed especially for the centenary of Waldorf Education, will show the whole expressiveness and artistic diversity of the young stage art Eurythmy. In the programme, childhood and youth will be given an impressive voice in texts and music. Selma Meerbaum-Eisinger’s lyrical diary entry, »I want to live, ...«, which she wrote as an adolescent in 1941 in view of her deportation and her early death, is a leitmotif and symbol for a hopeful, future childhood that is always turned towards life and at the same time for its massive and diverse threat. The programme »I Want to Live« illuminates the beauty, but also the threatening situation of today’s childhood and attempts to artistically illuminate motifs from Rudolf Steiner’s pedagogy.

The international ensemble of the Eurythmeum Stuttgart is the world’s largest, and professional Eurythmy ensemble. With nearly 20 Eurythmists and in collaboration with professional speakers, musicians (including the Jade Quartet) and lighting designers, Waldorf 100 will also reveal the artistic development of Eurythmy, a subject already included in the first Waldorf curriculum.

Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Tuesday, 10 Sept. 2019

together with Michael Neu
Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Lecture

V06

»To harmonize ...« – Searching for a healthy pedagogy using the Study of Man
Prof. Dr. 
Tomáš Zdražil, Freie Hochschule Stuttgart

 

workshops

A01

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have 
various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A02

Menschenkunde erleben und verlebendigen durch die Eurythmie
Pirjo Partanen-Dill, Stuttgart, Deutschland

Schlafen – Träumen – Wachen, eurythmisch-freudiger Weg in den Tag mit Musik und Sprache. Vorkenntnisse der Eurythmie sind nicht erforderlich. 

A03

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden. »... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A04

Singen können - singen wollen/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A05

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, The Netherlands

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy.

A06

Performative Plastik - Eine Gemeinschaftsarbeit
Prof. Georg Schumacher, Stuttgart, Deutschland

Es soll ein plastisches Objekt in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Große Mengen Ton stehen zur Verfügung, die im Freien plastisch bearbeitet werden.

A07

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit  den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A08

Bothmer-Gymnastik: Begegnung durch Bewegung
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Gemeinsames Begegnen durch Bewegungsspiele und Übungen aus der Bothmer-Gymnastik. Welche Bewegungsqualitäten können die gesunde Entwicklung der Kinder unterstützen? Welche Übungen helfen uns Lehrern?

A09 

Religiöse Suche und Spiritualität im Jugendalter/Religious quest and spirituality during adolescence (bilingual)
Elisabeth von Kügelgen, Stuttgart, Deutschland

Mit der Pubertät wird ein zweiter, neuer Mensch im Jugendlichen geboren. Nehmen wir diesen wahr? Können wir Geburts-Helfer werden oder sind wir eine große Enttäuschung für die jungen Menschen? Die Zeit der Selbs­tfindung und ihre men­schen­kund­lichen Gegebenheiten. 

With the puberty a second, new person is born into the adolescent. Do we notice this person? Are we able to help this person to get born or are we disappointing the young people? The time of self-discovery and their anthropological circumstances.

A10  

Lehrermeditation
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wer sich im Beruf verausgaben muss, muss, um im Gleichgewicht zu bleiben, sich auch ›vereingaben‹, 
d. h. sich wieder erfüllen mit Kräften, die machen, dass dem nächsten Tag mit Freude entgegen gegangen werden kann. Die Geisteswissenschaft Steiners gibt eine große Anzahl Handreichungen, um auf diesem Felde fähig zu werden.

A11 

»Ja, die Inklusion kann uns gelingen!«
Maud Beckers, Hamburg, Deutschland

Der Paradigmenwechsel Inklu­sion erschüttert Mensch und Organisation. Traditionen und Gewohnheiten werden auf den Prüfstand gestellt. Wie können wir Pädagogen uns vor dem Hintergrund der Allgemeinen Menschenkunde zum neuen Denken und Handeln bewegen? Wir arbeiten praxisorientiert an den Kernfragen der inneren Haltung und der inklusiven Methodenschulung des Waldorfpädagogen.

A12 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A13 

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A14 

Writing and reading in the digital age – what about the Waldorf ideas and ideals? 
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

In schools and families, pen and paper and are challenged by screens and tablets. Lengthy narratives, oral and written, are challenged by rapid visual inputs. How can we meet and respond to these challenges? The time for »business as usual« may be gone, so let us further explore the basic ideas and ideals of Waldorf language teaching.  

A15 

Meditativ erarbeitete Menschenkunde und pädagogische Praxis/Meditative Understandings of the nature of the human being and their relevance for pedagogical practice (bilingual)
Dr. Martyn Rawson, Kiel, Deutschland

Wie kann man mit Hilfe der Meditativ erarbeiteten Menschenkunde die pädagogische Praxis erforschen und erneuern? Praktische Hinweise und Austausch.

How can we research and renew our pedagogical practice using contemplative methods and anthroposophical understandings of human experience? Practical advice and discussion.

A16  

Waldorfpädagogik versus Erklärendes Unterrichten – Menschenkundliche Aspekte des Oberstufenunterrichtes
Prof. Dr. Walter Hutter, Stuttgart, Deutschland

Steiners Menschenkunde regt an, aus dem übenden Tun heraus die Urteilsorientierung der Jugendlichen zu impulsieren und zu erwecken. Es wird dieses Thema seminaristisch näher analysiert und mit praktischen Beispielen versehen.

A17 

Die geistigen Hintergründe der Schulgründung im Jahr 1919 – ihre Bedeutung für die Zukunft
Ruprecht Fried, Stuttgart, Deutschland

Rudolf Steiner beabsichtigte eine für unser Zeitalter notwendige Pädagogik. Er blickte dabei neben den menschenkundlichen und sozialen Bereichen auch auf die geistigen Hintergründe in Bezug auf die pädagogischen Aufgaben.

A18 

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A19 

Trailing Clouds of Glory: Human Sexuality and the Education of Youth in Waldorf Schools
Douglas Gerwin, Amherst, Massachusetts

With a single sentence in the final lecture of Study of Man, Rudolf Steiner indicates a radically new approach to the education of pubescent children and adolescents in regard to their burgeoning sexuality. We will use Steiner’s epigrammatic statement to formulate the out­line of a three-layered curriculum for the sexual education of youth in terms of their physiological, psychological, and spiritual (moral) development, including contemporary issues of gender, body image, and sexual orientation. 

A20 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: Die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen.Sprachen: Französisch/Deutsch

A 21 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, es aber nicht erreichen konnte. Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre – und das global.

A22  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung. Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

Coffee, tea, cake
Foyer of the Great Festival Hall in the Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Lecture

V07

The human body – every­thing in a developmental process
Prof. Dr. Albrecht Schad, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe; Freie Hochschule Stuttgart

 

Workshops

A23  

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess. 

A24  

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.«(Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.

A25 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen. Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A26  

Der Kochlöffel, ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört. »Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919). Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A27

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …«
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag), durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A28 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A29 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland 

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A 30 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit. Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen.
Thomas Nick, Kiel, Deutschland

A31  

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht.Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf Schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A32  

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming

A33 

Zur Methodik der kulturwissenschaftlichen Fächer (Deutsch/Geschichte) im Oberstufenunterricht
Prof. Dr. Michael Zech, Kassel, Deutschland 

Der Welt in fachlicher Perspektive begegnen; Denk- und Urteilsformen entwickeln; den Erkenntnisprozess als Individuationsprozess ermöglichen. Im Fokus stehen gleichermaßen Grundsätzliches und Exemplarisches.

A34  

Potentiale der Arbeitspädagogik in der Waldorfschule
Hans Hutzel, Berlin, Deutschland

Wie praktische und kognitive Bildung in der Abfolge der Klassen einander ergänzen, die Persönlichkeit entwickeln und auf ein Leben in der modernen Welt vorbereiten.Im Laufe des Bildungsganges der Waldorfschule spielen die beiden Elemente Lernen und Arbeiten in vielfältiger Weise ineinander und ergänzen sich. Wie kann heute diese Verbindung wirksam und für die Schüler erfahrbar gemacht werden und welche Auswirkungen hat dies auf die Persönlichkeitsentwicklung bis in die Oberstufe? Was kann der Lehrplan der Waldorfpädagogik dazu beitragen, dass die Jugendlichen ihren selbstbewussten Platz in der heutigen Gesellschaft finden und gestalten?

A35  

What is Waldorf about and what is Waldorf really about? Rudolf Steiner’s well-known and the unknown Art of Education
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Germany

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiner’s Art of Education in its different dimensions – from »The Soft-Version of Main-Stream School-System« to »The Quest for the Holy Grail in the realm of education.«

A36 

Die Frage der neuen Sphinx: Wer ist der Mensch? Die Herausforderung der digitalen Technologien/The question of the new Sphinx: who is the human being? The challenge of digital technology (bilingual)
Prof. Dr. Edwin Hübner, Stuttgart, Deutschland

Durch seine bewundernswerten technischen Fähigkeiten schafft der Mensch eine technische Welt, die immer selbstständiger wird. Auf vielen Gebieten des alltäglichen Lebens wird menschliche Arbeit durch Maschinenintelligenz ersetzt. Wie einst im Altertum stellt sich dadurch erneut die Frage nach dem Menschen. Wer ist der Mensch? Was ist der Sinn des Menschseins? Wie kann man den individuellen und sozialen Herausforderungen durch digi­tale Technologien gewachsen sein? Die anthroposophische Sicht auf diese Fragen eröffnet erweiterte Aspekte für die indi­viduelle Lebensgestaltung und zeigt für die Pädagogik Wege zu einer modernen, entwicklungsorientierten Medienerziehung auf.

Through his pioneering technical skills the man creates a technical world that becomes increasingly independent. On many fields of the daily life human labor is replaced by machine intelligence. Like in the Antiquity the question for man is raised once more. Who is the human being? What is the sense of being human? How can men be up to the new individual and social challenges through digital technologies? The anthroposophic point of view to these questions opens advanced aspects for the individual way of living and shows pedagogical ways to a modern, developmentally media education. 

A37  

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit den Lehrermeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Lehrermeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen (in deutscher Sprache; eine-andere-Sprache-Sprechende willkommen).

A38 

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A39 

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrunde­liegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden.  Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A40 

Hochsensibilität – ein weithin verkanntes Phänomen
Michael Harslem, Truchtlaching, Deutschland

Wir wollen die Phänomene erkennen lernen und Erfahrungen mit Hochsensibilität austauschen. Welche Bedingungen brauchen Hochsensible, um richtig lernen zu können? Welche Möglichkeiten bietet die Waldorfschule?

A41 

Hintergründe der kindlichen Sprachentwicklung und ihre Bedeutung für die Pädagogik
Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

Zur Sprachentwicklung des Kindes hat die Forschung in jüngerer Zeit erstaunliche Tatsachen zu Tage gefördert, die nicht nur die ungeahnten Fähigkeiten schon des pränatalen Fötus belegen, sondern auch überraschend eine Brücke schlagen zu wesentlichen Erkenntnissen der Anthroposophie. Die Zusammenschau beider Forschungsbereiche schafft eine erweiterte Basis für den pädagogischen Umgang mit den Geheimnissen des kindlichen Spracherwerbs.

A42 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, so wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkunde­epoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort ausgehend wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A43 

Steiners Herausforderungen, die Durchdringung von Ich und Leib konkret zu denken
Dr. Wilfried Sommer, Kassel, Deutschland

Steiner geht in der Allgemeinen Menschenkunde und im Heilpädagogischen Kurs davon aus, dass die Ich-Organisation den Leib nicht äußerlich, sondern wie von innen heraus ergreife. Dadurch werde die Bewusstseinsform, mit der wir Welt und Ich umschließen, geprägt wie konstituiert – und Lehrer, welche mit diesem Vorgang konkret umgingen, könnten den Unterricht lebensvoll ergreifen. Wie kommen hier innere Sensibilisierung und schulische Praxis zusammen?

A44 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A45 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen. Sprachen: Französisch/Deutsch

A46 

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

A47  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spiri­tuellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt? Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu, und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

Mittagshaus der Freien Waldorschule
Bistro der Freien Waldorfschule

PUBLIC FORUMS

In the forums we would like to enter into discussions with you: we will be addressing contemporary issues which are highly relevant for the future of society and therefore for our schools as well. Different discussion formats are planned. Depending on the number of registrations, the forums will be translated into English. With the exception of F6, they are in German. All days of the different forums can be booked individually. You can therefore switch between the forums on a daily basis.

F1

Upper School in the 21st century
Waldorf pedagogy and individualized learning – a challenge for the organization and structures of upper schools

Responsible:
Hans Hutzel, executive and director of Emil Molt Academy Berlin and Association of Waldorf schools in Germany
Florian Osswald, head of Pedagogical Section at Goetheanum
Prof. Dr. Michael Zech, Waldorf Teachers’ training College, Kassel

 

F2

The key issues of teaching – science, art, religion
Living science! Living art! Living religion! That is our education, that is instruction.« With these words Rudolf Steiner opened the first Waldorf school in Stuttgart on the 7th of September, 1919. But what is meant by that? How can, for example the laws of science become alive? Is art not »alive« anyway? Does religion not transcend »life«? These questions will be discussed in the panel with experts from the three subject areas. According to Steiner’s motto this must be considered the ›key issue‹ in teaching.

Responsible: 
Dr. Christoph Kühl, 
Freie Waldorfschule Uhlandshöhe


F3

Waldorf education today
Emergency educational work, inclusion and interculturality

Yes, inclusion can work! 

Responsible: 
Maud Beckers, 
inclusion teacher, lecturer at the Waldorf Teachers College Hamburg

 

F4

How can we prepare Waldorfschools for the future?
What are the decisive questions for Waldorf teachers who decide to take up this profession 100 years after the founding of the first Waldorf School? What tasks do they face? What impulses do they have for the future of Waldorf Education? In this context, we would like to stimulate an exchange between the generations and look to the future together. 

Tuesday:  My way/s of dealing with Anthroposophy? 

Responsible: 
Alexandra Lenhardt,Coordination »Forum Future Waldorf School« 
Regina Ott, Freie Waldorfschule Überlingen

 

 

Workshops

A48  

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form 
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A49  

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden.»... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A50 

Singen können – Wollen können/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A51 

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A52

Sprache zwischen Oben und Unten
Dorothea Schmidt-Krüger, Stuttgart, Deutschland

Wie fördern wir eine gesunde Verbindung zwischen oberem und unterem Menschen durch die sprachlich-musikalische Arbeit mit den Schülern? Gesichtspunkte zur sprachbegleitenden Bewegung und zur rhythmischen Unterrichtsgestaltung. Im Vordergund steht das gemeinsame Arbeiten an praktischen Beispielen insbesondere zur Unterstufe.

A53 

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind eingeladen zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A54 

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht. Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A55

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesentlichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A56

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming.

A57 

Anthroposophische Praxis
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wenn man die Erfahrung machen kann, dass die Anthroposophie nicht theoretisch bleibt, sondern wirklich wird, hat das immer einen Schub an Lebenskraft und -energie zur Folge. Dieser Schub äußert sich auch dadurch, dass eine tiefe Begeisterung über einen kommt. Eine solche Aktivität ist zum Beispiel die Schülerbetrachtung. Andere Aktivitäten werden wir aufsuchen.

A58

What is »Waldorf« about and what is »Waldorf« really about? The well known and the unknown »Art of Education« by Rudolf Steiner
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Deutschland

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiners Art of Education in it’s different dimensions – from »The Soft-Version of the Public School-System« to »The Request of the holy Grail in the realm of education.«

A59

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A60 

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrundeliegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden. Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A61

The Development of the Human Senses in a Digital Age
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Deutschland

In a number of different lectures in The Foundations of Human Experience, Rudolf Steiner addresses questions and themes directly related to his understanding of the role of sensory experience in human development. In this seminar we will explore different aspects connected to the senses in Waldorf education and, in particular, we will address the importance of different forms of sensory experience in an increasingly digitalized world.

A62

Class Teacher: »I just don’t think I could ever do that!« 
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A63

Der verwandelte Umgang mit Sprache in der Jugendzeit – eine Heraus­forderung
Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

In der Pubertät ändert sich u. a. der Umgang des Jugendlichen mit seiner Sprache so radikal, dass die Erwachsenen ein Problem damit haben und Konflikte vorprogrammiert sind. Erst wenn wir das äußere Bild zu lesen lernen als Manifestation eines hochkomplexen Entwicklungsschritts, der eine Metamorphose des kindlichen Spracherwerbs darstellt, verwandeln wir unsere Haltung so grundlegend, dass wir dem Jugendlichen auf seinem neuen Weg pädagogisch hilfreich zur Seite stehen können.

A64

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung). 

A65

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Prof. Dr. Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Zielsetzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungs­gabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.

A66

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A67

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A68

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A69

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A70

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung.Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

A71

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart, Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

– unexpected meeting with art –

Coffee, tea, cake
Large Festival Hall at Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

PUBLIC FORUMS

In the forums we would like to enter into discussions with you: we will be addressing contemporary issues which are highly relevant for the future of society and therefore for our schools as well. Different discussion formats are planned. Depending on the number of registrations, the forums will be translated into English. With the exception of F6, they are in German. All days of the different forums can be booked individually. You can therefore switch between the forums on a daily basis.

F5  

The Human Being, Pedagogy, Freedom: Aspects of a humanely school in the age of digital technology
Digital Schools? Economic interests force their way into schools. How free must schools be to achieve their educational goals?

Responsible: 
Prof. Dr. Edwin Hübner 
Moderation: Elke Dillmannfrom Bavarian Radio

 

F6  

Waldorf International
This forum is offered in English language. This panel deals with the entire range of Waldorf education worldwide, from early childhood education to teacher education. The focus will be on global challenges for schools in the 21st century and answers will be sought from different cultural perspectives. 

Tuesday: Spirituality and Consumerism

Responsible: 
Nana Göbel, 
member of »The Friends of Waldorf Education« 

 

F7

New Ways and Forms of Learning in Waldorf Education
After Waldorf 100: What kind/s of innovation/s does Waldorf Education need? The Waldorf movement has always been innovative, but which new forms and contents are oriented towards the future? We will talk about new developments in three pedagogical fields and discuss them with their practitioners.

Tuesday: Learning outside of the classroom

Places of learning outside of traditional classrooms – how can they contribute to the development of a person?

Responsible: 
Claus-Peter Röh, Pedagogical Section Dornach
Margareta Van Raemdonck, European Council for Steiner Waldorf Education; Federatie Rudolf Steinerscholen in Vlaanderen (Belgium)
Dr. Martyn Rawson, Waldorf Teachers College Kiel

 

workshops

A72 

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.« (Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

A73 

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess.

A74 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen.Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A75 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen
Thomas Nick, Kiel, Germany

A76 

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy. Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

A77 

Speech is golden! Language acquisition as a talent of body, soul and spirit
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

A wondrous human talent unfolds as a child learns to speak, and as language develops throughout childhood in companionship with fellow human beings.In the digital age of today: How can we best support young children, aged 1 to 8, in their efforts to develop a rich oral capacity?

A78 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A79 

Einblicke in die Bothmer-Gymnastik, Übungen und Arbeitsformen im Sportunterricht der Oberstufe
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Welche Bewegungsqualitäten sind für die Schüler der Ober­stufe wesentlich?Wie kann der Unterricht den Entwicklungsbedürfnissen der Jugendlichen heute gerecht werden?

A80 

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesent­lichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A81 

Der Kochlöffel - Ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört.»Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919) Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A82 

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …« 
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag) durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A83

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind ein­ge­laden zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A84 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach 
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A85 

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit »unseren« Schulmeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Schulmeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen. (In deutscher Sprache; eine-Andere-Sprache-Sprechende ist willkommen).

A86 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A87 

»Physical Work is Spiritual«: Rudolf Steiner’s Understanding of the Spiritual Dimension of Human Activity
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Germany

In the 13th lecture of The Foundations of Human Experience Rudolf Steiner explains his concept »that physical work is spiritual and mental work is a human bodily function.« In earlier lectures he develops the underlying basis for this understanding of spiritual and physical activities. In this seminar, we will explore some of the educational implications of a view of the spiritual world focused on human deeds and actions.

A88 

»Multikultur ist eine permanente menschliche Herausforderung. Jedem Künstler, aber auch jedem Menschen ist sie gestellt.« (Rafik Schami, Erzähler der Nacht) 
Christoph Doll, Berlin, Deutschland

Interkulturelle Pädagogik als Chance zu einer vorurteilsbewussten Begegnungsfähigkeit und Ermutigung zu einer diversen Gesellschaft.Wie kann die kulturelle, soziale und religiöse Vielfalt im Klassenzimmer zu Bereicherung und Ermutigung führen? Welche Anforderungen sind an die Päda­gogen gestellt im Hinblick auf Epocheninhalte, Klassengemeinschaft, Methoden? Ist die Menschenkunde tatsächlich allgemein anwendbar?

A89 

Selbstverwaltung und Dreigliederung – der Ursprungsimpuls und viele Missverständnisse
Michael Harslem, Truchtlaching b. Seeon, Deutschland

Wie es begann und was daraus geworden ist.

A90 

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung).

A91 

Betrachtungen zu den 14 Vorträgen der Allgemeinen Menschenkunde
Stefan Grosse, Stuttgart, Deutschland

Die 14 Vorträge der Allgemeinen Menschenkunde sind ein in sich kunstvoll gegliedertes Ganzes. Es soll der Versuch gemacht werden, sich aus der Vogel­perspektive ein erstes »geo­grafisches« Bild zu machen und danach dem Aufbau, den Spiege­l­ungen sowie weiteren inneren Bezügen nachzuspüren, um auf diese Weise einen Ariadnefaden durch das Werk zu erhalten.

A92 

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Ziel­setzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungsgabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.Prof. Dr. 

A93 

Lernen ist Leben 
Florian Osswald, Dornach, Deutschland

Was die Waldorfschulen auszeichnet, ist ihr besonderes Lernverständnis, das die Grundlage für die Gestaltung von Kindergarten und Schule bildet und das ganze Leben mit einbezieht.Im vergangenen Jahrhundert haben sich daraus viele Umsetzungsformen ergeben. In der AG wollen wir das Entstandene im Spiegel von Rudolf Steiners Lernverständnis anschauen und den Versuch wagen, wichtige Entwicklungsfelder aufzuzeigen im Sinne von »Leben ist Lernen«.

A94 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkundeepoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort aus­gehend, wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A95 

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A96 

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A97 

That first lesson of the day – exploring the expectations and the essence
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A98 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A99 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, diese aber nicht erreichen konnte.Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre, und das global.

A100 

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spirituellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt?Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

 

 

 

the cultural  programme in the evenings (public)

(public sale of tickets:  https://www.orchester.waldorfschueler.de/konzerte.php)

 

 

Concert of the Waldorf Philharmonic Youth Orchestra

The idea of the »Waldorf Philharmonic Youth Orchestra« is to give young musicians from all over Germany and beyond the opportunity to rehearse demanding orchestral pieces collectively on a high musical level. Moreover, it supports the representation of Waldorf Schools as schools with a special artistic focus and performance potential and creates a place of exchange among pupils. All of this is organised by a team of 13 pupils and students. More than 20.000 concert-goers and more than 500 enthusiastic musicians have contributed the success of the project.Soloist: Dorothea Stepp, student at the Musikhochschule HannsEisler/Berlin (Prof. Antje Weithaas), scholarship holder of Musikakademie Liechtenstein and of Akademie Heidelberger Frühling.Conductor: Patrick StrubAfter his school days at Waldorfschule Uhlandshöhe Patrick Strub studied musicology and psychology, afterwards violin in Hamburg and Rome, and conducting in Hamburg and Siena. He particularly focuses on promoting young musicians. He has been the conductor and spiritus rector of the Waldorf Philharmonic Youth Orchestra from the very beginning.

Programme:

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)

Ruy Blas – Ouvertüre op. 95

Johannes Brahms (1833–1897)

Violinkonzert D-Dur op. 77

Antonín Dvorák (1841–1904)

Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

Beethovensaal, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, Berliner Platz