Fläche und Raum – Bilder, Bildobjekte und Skulpturen heißt die Ausstellung von Michela Escher, Kunstdozentin an unserer Hochschule, und ihrem Mann Rolf, die noch an den kommenden drei Sonntagen bis zum ersten Juli zu sehen ist im Katharinenthaler Hof bei Pforzheim.

Sie spielen mit Proportionen, Rhythmus und Farbbeziehungen. Sie arbeiten mit einer stilistisch reduzierten Formgebung. Zeitgenössisch, mit ungegenständlich-abstrakter Gestaltung. Die Gemeinsamkeit ihres künstlerischen Wollens wird augenfällig in dieser gemeinsamen Ausstellung. Aber auch die jeweilige Eigenständigkeit ihrer Werke. »Die künstlerische Beziehung von zwei Menschen fasziniert immer wieder«, betonte Laudatorin und Kunstgeschichtlerin Tanja Solombrino in ihrem sehr versierten kleinen Einführungsvortrag zur Vernissage. »Sie kehren ihr Innerstes nach außen und schaffen dadurch eine größtmögliche Nähe.« Eindrucksvoll nachvollziehbare Worte, wenn man sich dabei in der geräumigen Ausstellungshalle der Künstlergilde Buslat e.V. auf dem Katharinenthalerhof umsah, der wie geschaffen scheint für die Werke des Künstlerehepaares.

Rolf Eschers Skulpturen sind von Natureindrücken inspiriert. Tanja Solombrino bescheinigte seinen Werken treffend eine »archaische Anmut« bei einer gleichzeitig »rohen und unfertigen Wirkung«. Michaela Escher beschäftigt sich in ihren Bildern, die sie hier in der hohen Scheune dieses großen Gutshofes ausstellt, mit Linien, Flächen, Rhytmik und Schichtung. In ihrem schwarzen »Nachtmeer« mit seinen weißen, zarten Wellen als Linien kann man sich wirklich in seinen Träumen verlieren.

»Für mich ist es sehr wichtig, auch als Dozentin bei der Ausbildung von Lehrkräften für die Waldorfschule noch wirklich tätige Künstlerin zu bleiben. Ein nicht selten anstrengender Spagat, aber ich stehe ganz anders vor meinen Studentinnen und Studenten, wenn ich einen Tag im Atelier verbringen konnte«, unterstreicht die engagierte Dozentin.

Die wunderbare Musik zur Ausstellungseröffnung kam von zwei ehemaligen Studentinnen. Mechthild Günther mit ihrem Cello und Sayaka Toyama am Klavier rundeten den Kunstgenuß dieser Vernissage ab.

Die Ausstellung ist jeweils Sonntags bis zum ersten Juli zu sehen, von 11 bis 17 Uhr. Die Künstler werden anwesend sein.