Mit einem vollen, prominenten Programm lud die BildunsART von campusA wieder all unsere Studierenden zu dieser öffentlichen Tagung ein. Und auch unsere Hochschule brachte sich mit spannenden Projekten ein.

 „Mit den Menschenrechten formuliert man ein Idealbild, das man sich immer wieder vergegenwärtigen muss, auch in der Pädagogik“, betonte Dr. Albrecht Hüttig, Dozent für Gesellschaftswissenschaften, in seinem Impulsvortrag. „Hab Achtung vor dem Menschenbild“ – diese erste Zeile aus einem Gedicht von Friedrich Hebbel war der Titel unserer Hochschul-Präsentation. Die Idee: Jedes Mitglied von campusA, unserer Kooperation anthroposophisch orientierter Ausbildungseinrichtungen in und um Stuttgart, gestaltete einen eigenen Programmpunkt an den Nachmittagen der bildungsART-Tagung. Was lag da näher, als die Vielfalt all der Nationen in den Mittelpunkt zu stellen, die unsere Hochschulgemeinschaft ausmachen!

Tschechisch, russisch, chinesisch – in den jeweiligen Landessprachen erklangen programmatische Texte zu den Menschenrechten. „Was dir nicht lieb ist, das tue deinem Nächsten nicht. Das ist die ganze Tora. Der Rest ist Auslegung. “ – mit dieser knackigen Zusammenfassung, schloss der Reigen mit dem Text eines jüdischen Rabbiners.
„Menschenrechte begründen, wie eine Gesellschaft miteinander umgehen soll“, führte Dr. Albrecht Hüttig aus. „Und wenn sie nicht immer wieder aktualisiert werden, taugen sie  nichts.“ Doch wie sieht denn der Mensch auf sich selbst? Damit beschäftigten sich drei Gedichte, die der A-Kurs, unsere angehenden Waldorfklassenlehrer und –lehrerinnen, sprachlich und auch szenisch interpretierte. Für die musikalische Umrahmung des Programms sorgten die beiden Musikdozenten Katharina Del Bagno und Prof. Stephan Ronner am Klavier, sowie Dr. Holger Kern mit einem eigenen Projektchor.

Zum Auftakt der einwöchigen BildungsART sorgten unsere Studierenden vom Kunstfachjahr für eine künstlerische Performance. Wie sieht der Engel der Geschichte aus? fragt Walter Benjamin in seinem Text "Über den Begriff der Geschichte". Und was bleibt zurück, wenn die Engel verschwinden? Diese Frage drängte sich beim Anblick des Schlussbildes auf. Wie formulierte es Prof. Dr. Gerald Hüther in seinem Eröffnungsvortrag? Wir müssen einen Wertekompaß entwickeln angesichts der Katastrophen unserer Zeit.

Präsentation der Freien Hochschule Stuttgart auf der bildungsART 2018
Kunstperformance der Freien Hochschule Stuttgart auf der bildungsART 2018
Die Freie Hochschule auf der bildungsART 2018 des campusA