Sonntag, 8. Sept. 2019

mit Prof. Stephan Ronner
Großer Festsaal im Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Vortrag

V02

Placing ourselves in the right relation to our task: On the stage of the soul
Michal Ben Shalom, Freie Waldorfschule Harduf / Israel;

Free Waldorf School Harduf / Israel;
Member of the International Forum for Steiner/Waldorf Education

 

 

Arbeitsgruppen

A01

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have
various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A02

Menschenkunde erleben und verlebendigen durch die Eurythmie
Pirjo Partanen-Dill, Stuttgart, Deutschland

Schlafen – Träumen – Wachen, eurythmisch-freudiger Weg in den Tag mit Musik und Sprache. Vorkenntnisse der Eurythmie sind nicht erforderlich. 

A03

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden. »... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A04

Singen können - singen wollen/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A05

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, The Netherlands

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy

A06

Performative Plastik - Eine Gemeinschaftsarbeit
Prof. Georg Schumacher, Stuttgart, Deutschland

Es soll ein plastisches Objekt in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Große Mengen Ton stehen zur Verfügung, die im Freien plastisch bearbeitet werden.

A07

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit  den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A08

Bothmer-Gymnastik: Begegnung durch Bewegung
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Gemeinsames Begegnen durch Bewegungsspiele und Übungen aus der Bothmer-Gymnastik. Welche Bewegungsqualitäten können die gesunde Entwicklung der Kinder unterstützen? Welche Übungen helfen uns Lehrern?

A09 

Religiöse Suche und Spiritualität im Jugendalter/Religious quest and spirituality during adolescence (bilingual)
Elisabeth von Kügelgen, Stuttgart, Deutschland

Mit der Pubertät wird ein zweiter, neuer Mensch im Jugendlichen geboren. Nehmen wir diesen wahr? Können wir Geburts-Helfer werden oder sind wir eine große Enttäuschung für die jungen Menschen? Die Zeit der Selbs­tfindung und ihre men­schen­kund­lichen Gegebenheiten. 

With the puberty a second, new person is born into the adolescent. Do we notice this person? Are we able to help this person to get born or are we disappointing the young people? The time of self-discovery and their anthropological circumstances.

A10  

Lehrermeditation
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wer sich im Beruf verausgaben muss, muss, um im Gleichgewicht zu bleiben, sich auch ›vereingaben‹,
d. h. sich wieder erfüllen mit Kräften, die machen, dass dem nächsten Tag mit Freude entgegen gegangen werden kann. Die Geisteswissenschaft Steiners gibt eine große Anzahl Handreichungen, um auf diesem Felde fähig zu werden.

A11

»Ja, die Inklusion kann uns gelingen!«
Maud Beckers, Hamburg, Deutschland

Der Paradigmenwechsel Inklu­sion erschüttert Mensch und Organisation. Traditionen und Gewohnheiten werden auf den Prüfstand gestellt. Wie können wir Pädagogen uns vor dem Hintergrund der Allgemeinen Menschenkunde zum neuen Denken und Handeln bewegen? Wir arbeiten praxisorientiert an den Kernfragen der inneren Haltung und der inklusiven Methodenschulung des Waldorfpädagogen.

A12 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A13

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A14 

Writing and reading in the digital age – what about the Waldorf ideas and ideals? 
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

In schools and families, pen and paper and are challenged by screens and tablets. Lengthy narratives, oral and written, are challenged by rapid visual inputs. How can we meet and respond to these challenges? The time for »business as usual« may be gone, so let us further explore the basic ideas and ideals of Waldorf language teaching. 

A15 

Meditativ erarbeitete Menschenkunde und pädagogische Praxis/Meditative Understandings of the nature of the human being and their relevance for pedagogical practice (bilingual)
Dr. Martyn Rawson, Kiel, Deutschland

Wie kann man mit Hilfe der Meditativ erarbeiteten Menschenkunde die pädagogische Praxis erforschen und erneuern? Praktische Hinweise und Austausch.

How can we research and renew our pedagogical practice using contemplative methods and anthroposophical understandings of human experience? Practical advice and discussion.

A16 

Waldorfpädagogik versus Erklärendes Unterrichten – Menschenkundliche Aspekte des Oberstufenunterrichtes
Prof. Dr. Walter Hutter, Stuttgart, Deutschland

Steiners Menschenkunde regt an, aus dem übenden Tun heraus die Urteilsorientierung der Jugendlichen zu impulsieren und zu erwecken. Es wird dieses Thema seminaristisch näher analysiert und mit praktischen Beispielen versehen.

A17 

Die geistigen Hintergründe der Schulgründung im Jahr 1919 – ihre Bedeutung für die Zukunft
Ruprecht Fried, Stuttgart, Deutschland

Rudolf Steiner beabsichtigte eine für unser Zeitalter notwendige Pädagogik. Er blickte dabei neben den menschenkundlichen und sozialen Bereichen auch auf die geistigen Hintergründe in Bezug auf die pädagogischen Aufgaben.

A18 

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A19

Trailing Clouds of Glory: Human Sexuality and the Education of Youth in Waldorf Schools
Douglas Gerwin, Amherst, Massachusetts

With a single sentence in the final lecture of Study of Man, Rudolf Steiner indicates a radically new approach to the education of pubescent children and adolescents in regard to their burgeoning sexuality. We will use Steiner’s epigrammatic statement to formulate the out­line of a three-layered curriculum for the sexual education of youth in terms of their physiological, psychological, and spiritual (moral) development, including contemporary issues of gender, body image, and sexual orientation. 

A20 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: Die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen.Sprachen: Französisch/Deutsch

A21 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, es aber nicht erreichen konnte. Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre – und das global.

A22  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung. Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

Kaffe, Tee, Kuchen und Brezeln
Großer Festsaal im Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Vortrag

V03

Vom Zuschauer der Welt zum Mitgestalter – Die menschliche Seele als Schauplatz des Kosmos
Claus Peter Röh, Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum, Dornach / Schweiz

 

Arbeitsgruppen

A23  

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess. 

A24  

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.«(Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.

A25 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen. Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A26 

Der Kochlöffel, ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört. »Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919). Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A27

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …«
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag), durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A28 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A29 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland 

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A30 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit. Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen.
Thomas Nick, Kiel, Deutschland

A31  

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht.Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf Schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A32  

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming

A33

Zur Methodik der kulturwissenschaftlichen Fächer (Deutsch/Geschichte) im Oberstufenunterricht
Prof. Dr. Michael Zech, Kassel, Deutschland

Der Welt in fachlicher Perspektive begegnen; Denk- und Urteilsformen entwickeln; den Erkenntnisprozess als Individuationsprozess ermöglichen. Im Fokus stehen gleichermaßen Grundsätzliches und Exemplarisches.

A34 

Potentiale der Arbeitspädagogik in der Waldorfschule
Hans Hutzel, Berlin, Deutschland

Wie praktische und kognitive Bildung in der Abfolge der Klassen einander ergänzen, die Persönlichkeit entwickeln und auf ein Leben in der modernen Welt vorbereiten.Im Laufe des Bildungsganges der Waldorfschule spielen die beiden Elemente Lernen und Arbeiten in vielfältiger Weise ineinander und ergänzen sich. Wie kann heute diese Verbindung wirksam und für die Schüler erfahrbar gemacht werden und welche Auswirkungen hat dies auf die Persönlichkeitsentwicklung bis in die Oberstufe? Was kann der Lehrplan der Waldorfpädagogik dazu beitragen, dass die Jugendlichen ihren selbstbewussten Platz in der heutigen Gesellschaft finden und gestalten?

A35  

What is Waldorf about and what is Waldorf really about? Rudolf Steiner’s well-known and the unknown Art of Education
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Germany

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiner’s Art of Education in its different dimensions – from »The Soft-Version of Main-Stream School-System« to »The Quest for the Holy Grail in the realm of education.«

A36

Die Frage der neuen Sphinx: Wer ist der Mensch? Die Herausforderung der digitalen Technologien/The question of the new Sphinx: who is the human being? The challenge of digital technology (bilingual)
Prof. Dr. Edwin Hübner, Stuttgart, Deutschland

Durch seine bewundernswerten technischen Fähigkeiten schafft der Mensch eine technische Welt, die immer selbstständiger wird. Auf vielen Gebieten des alltäglichen Lebens wird menschliche Arbeit durch Maschinenintelligenz ersetzt. Wie einst im Altertum stellt sich dadurch erneut die Frage nach dem Menschen. Wer ist der Mensch? Was ist der Sinn des Menschseins? Wie kann man den individuellen und sozialen Herausforderungen durch digi­tale Technologien gewachsen sein? Die anthroposophische Sicht auf diese Fragen eröffnet erweiterte Aspekte für die indi­viduelle Lebensgestaltung und zeigt für die Pädagogik Wege zu einer modernen, entwicklungsorientierten Medienerziehung auf.

Through his pioneering technical skills the man creates a technical world that becomes increasingly independent. On many fields of the daily life human labor is replaced by machine intelligence. Like in the Antiquity the question for man is raised once more. Who is the human being? What is the sense of being human? How can men be up to the new individual and social challenges through digital technologies? The anthroposophic point of view to these questions opens advanced aspects for the individual way of living and shows pedagogical ways to a modern, developmentally media education. 

A37  

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit den Lehrermeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Lehrermeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen (in deutscher Sprache; eine-andere-Sprache-Sprechende willkommen).

A38 

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A39

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrunde­liegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden.  Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A40 

Hochsensibilität – ein weithin verkanntes Phänomen
Michael Harslem, Truchtlaching, Deutschland

Wir wollen die Phänomene erkennen lernen und Erfahrungen mit Hochsensibilität austauschen. Welche Bedingungen brauchen Hochsensible, um richtig lernen zu können? Welche Möglichkeiten bietet die Waldorfschule?

A41 

Hintergründe der kindlichen Sprachentwicklung und ihre Bedeutung für die Pädagogik
Prof. Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

Zur Sprachentwicklung des Kindes hat die Forschung in jüngerer Zeit erstaunliche Tatsachen zu Tage gefördert, die nicht nur die ungeahnten Fähigkeiten schon des pränatalen Fötus belegen, sondern auch überraschend eine Brücke schlagen zu wesentlichen Erkenntnissen der Anthroposophie. Die Zusammenschau beider Forschungsbereiche schafft eine erweiterte Basis für den pädagogischen Umgang mit den Geheimnissen des kindlichen Spracherwerbs.

A42 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, so wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkunde­epoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort ausgehend wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A43 

Steiners Herausforderungen, die Durchdringung von Ich und Leib konkret zu denken
Dr. Wilfried Sommer, Kassel, Deutschland

Steiner geht in der Allgemeinen Menschenkunde und im Heilpädagogischen Kurs davon aus, dass die Ich-Organisation den Leib nicht äußerlich, sondern wie von innen heraus ergreife. Dadurch werde die Bewusstseinsform, mit der wir Welt und Ich umschließen, geprägt wie konstituiert – und Lehrer, welche mit diesem Vorgang konkret umgingen, könnten den Unterricht lebensvoll ergreifen. Wie kommen hier innere Sensibilisierung und schulische Praxis zusammen?

A44 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A45 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen. Sprachen: Französisch/Deutsch

A46

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

A47  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spiri­tuellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt? Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu, und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

im Mittagshaus der Freien Waldorschule
im Bistro der Freien Waldorfschule

FOREN (öffentlich)

Auf dem Podium möchten wir mit Ihnen und mit vielen eingeladenen spannenden Fachleuten ins Gespräch kommen: Wir greifen zeitgenössische Themen auf, die für die Zukunft unserer Gesellschaft und somit auch unserer Schulen prägend sind. Fishbowl- und Podiumsdiskussionen erwarten Sie. Je nach Anmeldezahl werden die Foren ins englische übersetzt. Bis auf F6 sind sie in deutscher Sprache. Alle Tage der verschiedenen Foren können einzeln gebucht werden. Sie könne also zwischen den Foren täglich wechseln.

F1

Oberstufe im 21. Jahrhundert
Sich aufrichten in der Ich-Welt-Beziehung: Bildung als Individuation als Leitmotiv für den Oberstufenunterricht.

Verantwortlich:
Hans Hutzel, Vorstand und Geschäftsführer der Emil Molt Akademie Berlin und des Bundes der Freien
Waldorfschulen
Florian Osswald, Leiter der pädagogischen
Sektion am Goetheanum
Prof. Dr. Michael Zech, Lehrerseminar für Waldorf­pädagogik Kassel


F2

Die Kernfragen des Unterrichts – Wissenschaft, Kunst, Religion
»Lebendig werdende Wissenschaft, lebendig werdende Kunst, lebendig werdende Religion … das ist schließlich Unterricht«
Mit diesen Worten eröffnete
Rudolf Steiner am 7. September 2019 in Stuttgart die erste
Waldorfschule. Was ist aber damit gemeint? Wie kann Wissenschaft, wo es um Gesetzmäßigkeiten geht, lebendig werden? Ist Kunst nicht sowieso »lebendig«? Steht Religion nicht über der »Lebendigkeit«? Diese Fragen sollen in dem Forum mit Fachleuten aus allen drei Gebieten diskutiert werden. Folgt man Steiners Ansprache, so geht es dabei um die »Kernfrage« des Unterrichtens überhaupt.

Verantwortlich:
Dr. Christoph Kühl,
Freie Waldorfschule Uhlandshöh
e


F3

Waldorfpädagogik aktuell
Notfallpädagogik, Inklusion und Interkulturalität
Sonntag: Einführung in die Notfallpädagogik
Täglich werden Kinder schwer traumatisiert und erleiden dadurch seelische Wunden, die bei mangelnder Fürsorge lebensbedrohlich werden können. Notfallpädagogik setzt in der Frühphase der erlebten Katastrophe ein und versucht, die Selbstheilungskräfte des Kindes zu aktivieren, um folgenreiche Komplikationen zu vermeiden.

Verantwortlich:
Bernd Ruf,
geschäftsführender Vorstand der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiner e. V.; Schulleiter des Parzival-Zentrums Karlsruhe


F4

Wie machen wir die Waldorfschule zukunftsfähig?
Welche sind die entscheidenden Fragen der Waldorflehrer, die sich 100 Jahre nach Gründung der ersten Waldofschule für diesen Beruf entscheiden? Vor welche Aufgaben sehen sie sich gestellt? Welche Impulse für die Zukunft der Waldorfpädagogik bringen sie mit? Wir möchten in diesem Rahmen einen Austausch zwischen den Generationen anregen und gemeinsam in die Zukunft blicken.

Sonntag: Eigener Umgang mit Medien?

Verantwortlich:
Alexandra Lenhardt,
Koordination »Forum Zukunft Waldorfschule«
Regina Ott,
Freie Waldorfschule Überlingen

 

Arbeitsgruppen

A48  

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form 
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A49  

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden.»... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A50 

Singen können – Wollen können/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A51 

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A52

Sprache zwischen Oben und Unten
Dorothea Schmidt-Krüger, Stuttgart, Deutschland

Wie fördern wir eine gesunde Verbindung zwischen oberem und unterem Menschen durch die sprachlich-musikalische Arbeit mit den Schülern? Gesichtspunkte zur sprachbegleitenden Bewegung und zur rhythmischen Unterrichtsgestaltung. Im Vordergund steht das gemeinsame Arbeiten an praktischen Beispielen insbesondere zur Unterstufe.

A53 

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind eingeladen zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A54 

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht. Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A55

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesentlichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A56

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming.

A57 

Anthroposophische Praxis
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wenn man die Erfahrung machen kann, dass die Anthroposophie nicht theoretisch bleibt, sondern wirklich wird, hat das immer einen Schub an Lebenskraft und -energie zur Folge. Dieser Schub äußert sich auch dadurch, dass eine tiefe Begeisterung über einen kommt. Eine solche Aktivität ist zum Beispiel die Schülerbetrachtung. Andere Aktivitäten werden wir aufsuchen.

A58

What is »Waldorf« about and what is »Waldorf« really about? The well known and the unknown »Art of Education« by Rudolf Steiner
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Deutschland

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiners Art of Education in it’s different dimensions – from »The Soft-Version of the Public School-System« to »The Request of the holy Grail in the realm of education.«

A59

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A60

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrundeliegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden. Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A61

The Development of the Human Senses in a Digital Age
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Deutschland

In a number of different lectures in The Foundations of Human Experience, Rudolf Steiner addresses questions and themes directly related to his understanding of the role of sensory experience in human development. In this seminar we will explore different aspects connected to the senses in Waldorf education and, in particular, we will address the importance of different forms of sensory experience in an increasingly digitalized world.

A62

Class Teacher: »I just don’t think I could ever do that!« 
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A63

Der verwandelte Umgang mit Sprache in der Jugendzeit – eine Heraus­forderung
Prof. Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

In der Pubertät ändert sich u. a. der Umgang des Jugendlichen mit seiner Sprache so radikal, dass die Erwachsenen ein Problem damit haben und Konflikte vorprogrammiert sind. Erst wenn wir das äußere Bild zu lesen lernen als Manifestation eines hochkomplexen Entwicklungsschritts, der eine Metamorphose des kindlichen Spracherwerbs darstellt, verwandeln wir unsere Haltung so grundlegend, dass wir dem Jugendlichen auf seinem neuen Weg pädagogisch hilfreich zur Seite stehen können.

A64

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung). 

A65

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Prof. Dr. Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Zielsetzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungs­gabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.

A66

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A67

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A68

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A69

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A70

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung.Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

A71

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart, Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

– unerwartete Begegnung mit der Kunst –

Kaffee, Tee, Kuchen, Brezeln
Großer Festsaal im Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe



Foren (öffentlich)

Auf dem Podium möchten wir mit Ihnen und mit vielen eingeladenen spannenden Fachleuten ins Gespräch kommen: Wir greifen zeitgenössische Themen auf, die für die Zukunft unserer Gesellschaft und somit auch unserer Schulen prägend sind. Fishbowl- und Podiumsdiskussionen erwarten Sie. Je nach Anmeldezahl werden die Foren ins englische übersetzt. Bis auf F6 sind sie in deutscher Sprache. Alle Tage der verschiedenen Foren können einzeln gebucht werden. Sie könne also zwischen den Foren täglich wechseln.

F5  

Mensch, Pädagogik, Freiheit Aspekte einer humanen Schule im Zeitalter der digitalen Technologien
Digitaler Mensch? Ist der Mensch eine Maschine oder eine geistige Individualität?

Verantwortlich: 
Prof. Dr. Edwin Hübner
Moderation: Elke Dillmann vom Bayerischen Rundfunk


F6  

Waldorf International (in englischer Sprache)
Dieses Forum beschäftigt sich mit der Bandbreite der Erscheinungsformen der Waldorfpädagogik weltweit, vom Kindergarten bis zur Lehrerbildung. Die globalen Herausforderungen an Schule im 21. Jahrhundert sollen im Mittelpunkt stehen und aus den unterschiedlichsten kulturellen Perspektiven beantwortet werden.

Early Childhood oder Wie geht Spielen im Zeitalter des Smartphones?

Verantwortlich: 
Nana Göbel von den »Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners« 


F7  

Neue Lernorte, neue Lernformen in der Waldorfpraxis
Nach Waldorf 100: Welche Innovationen braucht die Waldorfpraxis? Die Waldorfschulbe­wegung war immer innovativ, aber welche neue Formen und Inhalte sind zukunftsweisend? Wir werden von neuen Entwicklungen in drei pädagogischen Bereichen berichten und mit Praktikern diskutieren.

Sonntag: Neue Formen des Lernens
Der pädagogische Schwerpunkt verschiebt sich vom Lehren zum Lernen, um die Selbsttätigkeit des Lernenden ganzheitlich - Leib, Selle und Geist - zu fördern. Lernen wird nicht nur als Vermittlung vom Wissen und Können verstanden, sondern als Beteiligung an sinnvollen und Sinn Schaffenden Praktiken.

Verantwortlich:
Calus-Peter Röh, Pädagogihe Sektion Dornach
Margareta van Raemdonck, European Council for Steiner Waldorf Education; Federatie Rudolf Steinerscholen in Vlaanderen (Belgien)
Dr. Martyn Rawson, Waldorfseminar Kiel

 

ARBEITSGRUPPEN

A72

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.« (Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

A73

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess.

A74

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen.Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A75

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen
Thomas Nick, Kiel, Germany

A76

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy. Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

A77

Speech is golden! Language acquisition as a talent of body, soul and spirit
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

A wondrous human talent unfolds as a child learns to speak, and as language develops throughout childhood in companionship with fellow human beings.In the digital age of today: How can we best support young children, aged 1 to 8, in their efforts to develop a rich oral capacity?

A78

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A79

Einblicke in die Bothmer-Gymnastik, Übungen und Arbeitsformen im Sportunterricht der Oberstufe
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Welche Bewegungsqualitäten sind für die Schüler der Ober­stufe wesentlich?Wie kann der Unterricht den Entwicklungsbedürfnissen der Jugendlichen heute gerecht werden?

A80 

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesent­lichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A81

Der Kochlöffel - Ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört.»Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919) Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A82

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …« 
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag) durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A83

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind ein­ge­laden zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A84

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach 
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A85

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit »unseren« Schulmeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Schulmeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen. (In deutscher Sprache; eine-Andere-Sprache-Sprechende ist willkommen).

A86

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A87

»Physical Work is Spiritual«: Rudolf Steiner’s Understanding of the Spiritual Dimension of Human Activity
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Germany

In the 13th lecture of The Foundations of Human Experience Rudolf Steiner explains his concept »that physical work is spiritual and mental work is a human bodily function.« In earlier lectures he develops the underlying basis for this understanding of spiritual and physical activities. In this seminar, we will explore some of the educational implications of a view of the spiritual world focused on human deeds and actions.

A88

»Multikultur ist eine permanente menschliche Herausforderung. Jedem Künstler, aber auch jedem Menschen ist sie gestellt.« (Rafik Schami, Erzähler der Nacht) 
Christoph Doll, Berlin, Deutschland

Interkulturelle Pädagogik als Chance zu einer vorurteilsbewussten Begegnungsfähigkeit und Ermutigung zu einer diversen Gesellschaft.Wie kann die kulturelle, soziale und religiöse Vielfalt im Klassenzimmer zu Bereicherung und Ermutigung führen? Welche Anforderungen sind an die Päda­gogen gestellt im Hinblick auf Epocheninhalte, Klassengemeinschaft, Methoden? Ist die Menschenkunde tatsächlich allgemein anwendbar?

A89

Selbstverwaltung und Dreigliederung – der Ursprungsimpuls und viele Missverständnisse
Michael Harslem, Truchtlaching b. Seeon, Deutschland

Wie es begann und was daraus geworden ist.

A90

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung).

A91

Betrachtungen zu den 14 Vorträgen der Allgemeinen Menschenkunde
Stefan Grosse, Stuttgart, Deutschland

Die 14 Vorträge der Allgemeinen Menschenkunde sind ein in sich kunstvoll gegliedertes Ganzes. Es soll der Versuch gemacht werden, sich aus der Vogel­perspektive ein erstes »geo­grafisches« Bild zu machen und danach dem Aufbau, den Spiege­l­ungen sowie weiteren inneren Bezügen nachzuspüren, um auf diese Weise einen Ariadnefaden durch das Werk zu erhalten.

A92

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Ziel­setzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungsgabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.Prof. Dr. 

A93

Lernen ist Leben 
Florian Osswald, Dornach, Deutschland

Was die Waldorfschulen auszeichnet, ist ihr besonderes Lernverständnis, das die Grundlage für die Gestaltung von Kindergarten und Schule bildet und das ganze Leben mit einbezieht.Im vergangenen Jahrhundert haben sich daraus viele Umsetzungsformen ergeben. In der AG wollen wir das Entstandene im Spiegel von Rudolf Steiners Lernverständnis anschauen und den Versuch wagen, wichtige Entwicklungsfelder aufzuzeigen im Sinne von »Leben ist Lernen«.

A94

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkundeepoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort aus­gehend, wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A95

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A96

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A97

That first lesson of the day – exploring the expectations and the essence
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A98

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A99

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, diese aber nicht erreichen konnte.Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre, und das global.

A100

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spirituellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt?Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.


Filmnachmittage (öffentlich)

Die erste Langzeitdokumentation über Waldorfschüler

»Guten Morgen, liebe Kinder«, »Eine Brücke in die Welt«, »Auf meinem Weg«: Acht Jahre lang waren die Mädchen und Jungs an der Waldorfschule im bayerischen Landsberg am Lech mit ihrer Klassenlehrerin beisammen, acht Jahre lang hat Filmemacherin Maria Knilli sie mit der Kamera begleitet. Drei abendfüllende Dokumentarfilme sind in der Zeit von 2007 bis 2017 für das Bayerische Fernsehen entstanden. Wir zeigen ca. 1 Stunde aus »Auf meinem Weg« und als Vorpremiere ca. 1 Stunde des vierten Dokumentarfilms von Maria Knilli und »ihrer« Klasse: »Zugehört«.
An beiden Nachmittagen wird die Regisseurin anschließend für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen.

F1 

Auf meinem Weg – Siebte und achte Klasse in der Waldorfschule

In »Auf meinem Weg« sind die Schüler mitten in der Pubertät. Sie gehen auf Distanz zur vertrauten Klassenlehrerin, suchen die Begegnung auf Augenhöhe. Mit beeindruckender Klarheit reflektieren die Jugendlichen vor der Kamera, was sie zum Lernen brauchen: Tragende Beziehungen, echtes Interesse, persönliche Freiheit, ausreichend Zeit ... In berührenden Rückblenden macht Maria Knilli sichtbar, wie sich die Fähigkeiten der Schüler über acht Jahre entfalten. Informationen unter www.guten-morgen-liebe-kinder.de

Das kulturelle Abendprogramm
(öffentlicher Kartenverkauf an der Abendkasse)

 

 

E1

Ensemble balance

Das »Ensemble Balance« stellt sich mit den beiden prominentesten Stücken für die Besetzung Streichquartett mit Klarinette vor: dem berühmten 

Mozart-Quintett A-Dur KV 581 und dem 

Brahms-Quintett h-moll Op.115. 

Der Name »Ensemble Balance« steht für die Harmonie in Klang und Ausdruck von fünf verschiedenen Musikerpersönlichkeiten, von denen sich die meisten seit ihrer Schulzeit an der Waldorfschule Uhlandshöhe kennen: 

Dominik Keller, Klarinette (Münchner Kammerspiele), 

Ulrike Stortz, Violine (Stuttgarter Kammerorchester), 

Sophie Schuster, Violine (Solistin), 

Jãnis Lielbãrdis, Viola (SWR-Sinfonieorchester Stuttgart), 

Friederike Kienle, Violoncello (Prof. Hokkaido University of Education, Sapporo).

Saal des Rudolf Steiner Hauses

 

E2

Ein-Mann-Theater: 4 Temperamente  
Frei nach Frieder Nögge

Mit Sebastian Scheuthle

Regie: Michael Rollmann und Kaspar Walther

Scheuthle zelebriert eine akribische Lehrstunde unterschiedlicher Wesensmerkmale und beeindruckende Identitätswechsel – komisch, grotesk, faszinierend. Die vier Temperamente sind verdichtete Spiegelbilder der Natur des Menschen: Der Melancholiker, der Sanguiniker, der Phlegmatiker, der Choleriker – Selbsterkenntnis ist garantiert in einer faszinierenden Mischung aus Witz und Poesie. 

Großer Festsaal im Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Montag, 9. Sept. 2019

mit Stephan Sigler
Großer Festsaal im Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

VORTRAG

V04

»… Was wir als Begriff aus­bilden, das steigt hinunter bis in die tiefste Tiefe des Menschenwesens …« – Bildung als Seins-Vorgang in Zeiten der Virtualität
Rita Schumacher, Freie Waldorfschule Kassel; Waldorflehrerseminar Kassel

 

ARBEITSGRUPPEN

A01

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have 
various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A02

Menschenkunde erleben und verlebendigen durch die Eurythmie
Pirjo Partanen-Dill, Stuttgart, Deutschland

Schlafen – Träumen – Wachen, eurythmisch-freudiger Weg in den Tag mit Musik und Sprache. Vorkenntnisse der Eurythmie sind nicht erforderlich. 

A03

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden. »... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A04

Singen können - singen wollen/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A05

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, The Netherlands

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy.

A06

Performative Plastik - Eine Gemeinschaftsarbeit
Prof. Georg Schumacher, Stuttgart, Deutschland

Es soll ein plastisches Objekt in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Große Mengen Ton stehen zur Verfügung, die im Freien plastisch bearbeitet werden.

A07

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit  den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A08

Bothmer-Gymnastik: Begegnung durch Bewegung
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Gemeinsames Begegnen durch Bewegungsspiele und Übungen aus der Bothmer-Gymnastik. Welche Bewegungsqualitäten können die gesunde Entwicklung der Kinder unterstützen? Welche Übungen helfen uns Lehrern?

A09 

Religiöse Suche und Spiritualität im Jugendalter/Religious quest and spirituality during adolescence (bilingual)
Elisabeth von Kügelgen, Stuttgart, Deutschland

Mit der Pubertät wird ein zweiter, neuer Mensch im Jugendlichen geboren. Nehmen wir diesen wahr? Können wir Geburts-Helfer werden oder sind wir eine große Enttäuschung für die jungen Menschen? Die Zeit der Selbs­tfindung und ihre men­schen­kund­lichen Gegebenheiten. 

With the puberty a second, new person is born into the adolescent. Do we notice this person? Are we able to help this person to get born or are we disappointing the young people? The time of self-discovery and their anthropological circumstances.

A10  

Lehrermeditation
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wer sich im Beruf verausgaben muss, muss, um im Gleichgewicht zu bleiben, sich auch ›vereingaben‹, 
d. h. sich wieder erfüllen mit Kräften, die machen, dass dem nächsten Tag mit Freude entgegen gegangen werden kann. Die Geisteswissenschaft Steiners gibt eine große Anzahl Handreichungen, um auf diesem Felde fähig zu werden.

A11 

»Ja, die Inklusion kann uns gelingen!«
Maud Beckers, Hamburg, Deutschland

Der Paradigmenwechsel Inklu­sion erschüttert Mensch und Organisation. Traditionen und Gewohnheiten werden auf den Prüfstand gestellt. Wie können wir Pädagogen uns vor dem Hintergrund der Allgemeinen Menschenkunde zum neuen Denken und Handeln bewegen? Wir arbeiten praxisorientiert an den Kernfragen der inneren Haltung und der inklusiven Methodenschulung des Waldorfpädagogen.

A12 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A13 

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A14 

Writing and reading in the digital age – what about the Waldorf ideas and ideals? 
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

In schools and families, pen and paper and are challenged by screens and tablets. Lengthy narratives, oral and written, are challenged by rapid visual inputs. How can we meet and respond to these challenges? The time for »business as usual« may be gone, so let us further explore the basic ideas and ideals of Waldorf language teaching.  

A15 

Meditativ erarbeitete Menschenkunde und pädagogische Praxis/Meditative Understandings of the nature of the human being and their relevance for pedagogical practice (bilingual)
Dr. Martyn Rawson, Kiel, Deutschland

Wie kann man mit Hilfe der Meditativ erarbeiteten Menschenkunde die pädagogische Praxis erforschen und erneuern? Praktische Hinweise und Austausch.

How can we research and renew our pedagogical practice using contemplative methods and anthroposophical understandings of human experience? Practical advice and discussion.

A16  

Waldorfpädagogik versus Erklärendes Unterrichten – Menschenkundliche Aspekte des Oberstufenunterrichtes
Prof. Dr. Walter Hutter, Stuttgart, Deutschland

Steiners Menschenkunde regt an, aus dem übenden Tun heraus die Urteilsorientierung der Jugendlichen zu impulsieren und zu erwecken. Es wird dieses Thema seminaristisch näher analysiert und mit praktischen Beispielen versehen.

A17 

Die geistigen Hintergründe der Schulgründung im Jahr 1919 – ihre Bedeutung für die Zukunft
Ruprecht Fried, Stuttgart, Deutschland

Rudolf Steiner beabsichtigte eine für unser Zeitalter notwendige Pädagogik. Er blickte dabei neben den menschenkundlichen und sozialen Bereichen auch auf die geistigen Hintergründe in Bezug auf die pädagogischen Aufgaben.

A18 

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A19 

Trailing Clouds of Glory: Human Sexuality and the Education of Youth in Waldorf Schools
Douglas Gerwin, Amherst, Massachusetts

With a single sentence in the final lecture of Study of Man, Rudolf Steiner indicates a radically new approach to the education of pubescent children and adolescents in regard to their burgeoning sexuality. We will use Steiner’s epigrammatic statement to formulate the out­line of a three-layered curriculum for the sexual education of youth in terms of their physiological, psychological, and spiritual (moral) development, including contemporary issues of gender, body image, and sexual orientation. 

A20 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: Die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen.Sprachen: Französisch/Deutsch

A 21 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, es aber nicht erreichen konnte. Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre – und das global.

A22  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung. Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

Kaffee, Tee, Kuchen und Brezeln
Foyer des Großen Festsaals im Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Vortrag

V05

Das erkennende Verhältnis zum Geistigen als päda­go­gische Tat
Dr. Constanza Kaliks, Leiterin der Jugendsektion am Goetheanum und Dozentin am Goetheanum

 

ARBEITSGRUPPEN

A23  

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess. 

A24  

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.«(Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.

A25 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen. Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A26  

Der Kochlöffel, ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört. »Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919). Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A27

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …«
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag), durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A28 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A29 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland 

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A 30 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit. Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen.
Thomas Nick, Kiel, Deutschland

A31  

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht.Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf Schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A32  

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming

A33 

Zur Methodik der kulturwissenschaftlichen Fächer (Deutsch/Geschichte) im Oberstufenunterricht
Prof. Dr. Michael Zech, Kassel, Deutschland 

Der Welt in fachlicher Perspektive begegnen; Denk- und Urteilsformen entwickeln; den Erkenntnisprozess als Individuationsprozess ermöglichen. Im Fokus stehen gleichermaßen Grundsätzliches und Exemplarisches.

A34  

Potentiale der Arbeitspädagogik in der Waldorfschule
Hans Hutzel, Berlin, Deutschland

Wie praktische und kognitive Bildung in der Abfolge der Klassen einander ergänzen, die Persönlichkeit entwickeln und auf ein Leben in der modernen Welt vorbereiten.Im Laufe des Bildungsganges der Waldorfschule spielen die beiden Elemente Lernen und Arbeiten in vielfältiger Weise ineinander und ergänzen sich. Wie kann heute diese Verbindung wirksam und für die Schüler erfahrbar gemacht werden und welche Auswirkungen hat dies auf die Persönlichkeitsentwicklung bis in die Oberstufe? Was kann der Lehrplan der Waldorfpädagogik dazu beitragen, dass die Jugendlichen ihren selbstbewussten Platz in der heutigen Gesellschaft finden und gestalten?

A35  

What is Waldorf about and what is Waldorf really about? Rudolf Steiner’s well-known and the unknown Art of Education
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Germany

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiner’s Art of Education in its different dimensions – from »The Soft-Version of Main-Stream School-System« to »The Quest for the Holy Grail in the realm of education.«

A36 

Die Frage der neuen Sphinx: Wer ist der Mensch? Die Herausforderung der digitalen Technologien/The question of the new Sphinx: who is the human being? The challenge of digital technology (bilingual)
Prof. Dr. Edwin Hübner, Stuttgart, Deutschland

Durch seine bewundernswerten technischen Fähigkeiten schafft der Mensch eine technische Welt, die immer selbstständiger wird. Auf vielen Gebieten des alltäglichen Lebens wird menschliche Arbeit durch Maschinenintelligenz ersetzt. Wie einst im Altertum stellt sich dadurch erneut die Frage nach dem Menschen. Wer ist der Mensch? Was ist der Sinn des Menschseins? Wie kann man den individuellen und sozialen Herausforderungen durch digi­tale Technologien gewachsen sein? Die anthroposophische Sicht auf diese Fragen eröffnet erweiterte Aspekte für die indi­viduelle Lebensgestaltung und zeigt für die Pädagogik Wege zu einer modernen, entwicklungsorientierten Medienerziehung auf.

Through his pioneering technical skills the man creates a technical world that becomes increasingly independent. On many fields of the daily life human labor is replaced by machine intelligence. Like in the Antiquity the question for man is raised once more. Who is the human being? What is the sense of being human? How can men be up to the new individual and social challenges through digital technologies? The anthroposophic point of view to these questions opens advanced aspects for the individual way of living and shows pedagogical ways to a modern, developmentally media education. 

A37  

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit den Lehrermeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Lehrermeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen (in deutscher Sprache; eine-andere-Sprache-Sprechende willkommen).

A38 

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A39 

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrunde­liegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden.  Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A40 

Hochsensibilität – ein weithin verkanntes Phänomen
Michael Harslem, Truchtlaching, Deutschland

Wir wollen die Phänomene erkennen lernen und Erfahrungen mit Hochsensibilität austauschen. Welche Bedingungen brauchen Hochsensible, um richtig lernen zu können? Welche Möglichkeiten bietet die Waldorfschule?

A41 

Hintergründe der kindlichen Sprachentwicklung und ihre Bedeutung für die Pädagogik
Prof. Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

Zur Sprachentwicklung des Kindes hat die Forschung in jüngerer Zeit erstaunliche Tatsachen zu Tage gefördert, die nicht nur die ungeahnten Fähigkeiten schon des pränatalen Fötus belegen, sondern auch überraschend eine Brücke schlagen zu wesentlichen Erkenntnissen der Anthroposophie. Die Zusammenschau beider Forschungsbereiche schafft eine erweiterte Basis für den pädagogischen Umgang mit den Geheimnissen des kindlichen Spracherwerbs.

A42 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, so wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkunde­epoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort ausgehend wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A43 

Steiners Herausforderungen, die Durchdringung von Ich und Leib konkret zu denken
Dr. Wilfried Sommer, Kassel, Deutschland

Steiner geht in der Allgemeinen Menschenkunde und im Heilpädagogischen Kurs davon aus, dass die Ich-Organisation den Leib nicht äußerlich, sondern wie von innen heraus ergreife. Dadurch werde die Bewusstseinsform, mit der wir Welt und Ich umschließen, geprägt wie konstituiert – und Lehrer, welche mit diesem Vorgang konkret umgingen, könnten den Unterricht lebensvoll ergreifen. Wie kommen hier innere Sensibilisierung und schulische Praxis zusammen?

A44 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A45 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen. Sprachen: Französisch/Deutsch

A46 

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

A47  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spiri­tuellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt? Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu, und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

im Mittagshaus der Freien Waldorschule
im Bistro der Freien Waldorfschule

Foren (öffentlich)

Auf dem Podium möchten wir mit Ihnen und mit vielen eingeladenen spannenden Fachleuten ins Gespräch kommen: Wir greifen zeitgenössische Themen auf, die für die Zukunft unserer Gesellschaft und somit auch unserer Schulen prägend sind. Fishbowl- und Podiumsdiskussionen erwarten Sie. Je nach Anmeldezahl werden die Foren ins englische übersetzt. Bis auf F6 sind sie in deutscher Sprache. Alle Tage der verschiedenen Foren können einzeln gebucht werden. Sie könne also zwischen den Foren täglich wechseln.


F1

Oberstufe im 21. Jahrhundert
Werte- und Willenserziehung im Zeitalter des Individualismus

Verantwortlich:
Hans Hutzel, Vorstand und Geschäftsführer der Emil Molt Akademie Berlin und des Bundes der Freien 
Waldorfschulen
Florian Osswald, Leiter der pädagogischen 
Sektion am Goetheanum
Prof. Dr. Michael Zech, Lehrerseminar für Waldorf­pädagogik Kassel


F2

Die Kernfragen des Unterrichts – Wissenschaft, Kunst, Religion
»Lebendig werdende Wissenschaft, lebendig werdende Kunst, lebendig werdende Religion … das ist schließlich Unterricht«
Mit diesen Worten eröffnete Rudolf Steiner am 7. September 2019 in Stuttgart die erste 
Waldorfschule. Was ist aber damit gemeint? Wie kann Wissenschaft, wo es um Gesetzmäßigkeiten geht, lebendig werden? Ist Kunst nicht sowieso »lebendig«? Steht Religion nicht über der »Lebendigkeit«? Diese Fragen sollen in dem Forum mit Fachleuten aus allen drei Gebieten diskutiert werden. Folgt man Steiners Ansprache, so geht es dabei um die »Kernfrage« des Unterrichtens überhaupt.

Verantwortlich: 
Dr. Christoph Kühl, 
Freie Waldorfschule Uhlandshöh
e


F3

Waldorfpädagogik aktuell
Notfallpädagogik, Inklusion und Interkulturalität

Montag: Interkulturelle Pädagogik – eine Chance
»Mut heißt nicht keine Angst zu haben, sondern es trotzdem zu tun.« Begegnung mit dem Fremden heißt häufig auch, die eigene Komfortzone zu verlassen.Für eine begegnungsfreudige, gestaltungsbereite, zeitgemäße Schulbewegung – machen wir uns auf den Weg.

Verantwortlich: 
Christoph Doll, Seminarleiter des Seminars für Waldorfpädagogik in Berlin;
Mitbegründer verschiedener interkulturellen Einrichtungen


F4

Wie machen wir die Waldorfschule zukunftsfähig?
Welche sind die entscheidenden Fragen der Waldorflehrer, die sich 100 Jahre nach Gründung der ersten Waldofschule für diesen Beruf entscheiden? Vor welche Aufgaben sehen sie sich gestellt? Welche Impulse für die Zukunft der Waldorfpädagogik bringen sie mit? Wir möchten in diesem Rahmen einen Austausch zwischen den Generationen anregen und gemeinsam in die Zukunft blicken.

Montag: Selbstorganisation und ich?

Verantwortlich:
Alexandra Lenhardt,
Koordination »Forum Zukunft Waldorfschule«
Regina Ott, 
Freie Waldorfschule Überlingen

 

 

Arbeitsgruppen

A48  

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form 
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A49  

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden.»... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A50 

Singen können – Wollen können/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A51 

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A52

Sprache zwischen Oben und Unten
Dorothea Schmidt-Krüger, Stuttgart, Deutschland

Wie fördern wir eine gesunde Verbindung zwischen oberem und unterem Menschen durch die sprachlich-musikalische Arbeit mit den Schülern? Gesichtspunkte zur sprachbegleitenden Bewegung und zur rhythmischen Unterrichtsgestaltung. Im Vordergund steht das gemeinsame Arbeiten an praktischen Beispielen insbesondere zur Unterstufe.

A53 

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind eingeladen zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A54 

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht. Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A55

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesentlichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A56

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming.

A57 

Anthroposophische Praxis
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wenn man die Erfahrung machen kann, dass die Anthroposophie nicht theoretisch bleibt, sondern wirklich wird, hat das immer einen Schub an Lebenskraft und -energie zur Folge. Dieser Schub äußert sich auch dadurch, dass eine tiefe Begeisterung über einen kommt. Eine solche Aktivität ist zum Beispiel die Schülerbetrachtung. Andere Aktivitäten werden wir aufsuchen.

A58

What is »Waldorf« about and what is »Waldorf« really about? The well known and the unknown »Art of Education« by Rudolf Steiner
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Deutschland

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiners Art of Education in it’s different dimensions – from »The Soft-Version of the Public School-System« to »The Request of the holy Grail in the realm of education.«

A59

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A60 

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrundeliegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden. Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A61

The Development of the Human Senses in a Digital Age
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Deutschland

In a number of different lectures in The Foundations of Human Experience, Rudolf Steiner addresses questions and themes directly related to his understanding of the role of sensory experience in human development. In this seminar we will explore different aspects connected to the senses in Waldorf education and, in particular, we will address the importance of different forms of sensory experience in an increasingly digitalized world.

A62

Class Teacher: »I just don’t think I could ever do that!« 
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A63

Der verwandelte Umgang mit Sprache in der Jugendzeit – eine Heraus­forderung
Prof. Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

In der Pubertät ändert sich u. a. der Umgang des Jugendlichen mit seiner Sprache so radikal, dass die Erwachsenen ein Problem damit haben und Konflikte vorprogrammiert sind. Erst wenn wir das äußere Bild zu lesen lernen als Manifestation eines hochkomplexen Entwicklungsschritts, der eine Metamorphose des kindlichen Spracherwerbs darstellt, verwandeln wir unsere Haltung so grundlegend, dass wir dem Jugendlichen auf seinem neuen Weg pädagogisch hilfreich zur Seite stehen können.

A64

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung). 

A65

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Prof. Dr. Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Zielsetzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungs­gabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.

A66

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A67

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A68

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A69

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A70

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung.Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

A71

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart, Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

– unerwartete Begegnung mit der Kunst –

Kaffee, Tee, Kuchen und Brezeln
im Foyer des Großen Festsaals, Saalbau der Freien Waldorfschule

FOREN (öffentlich)

Auf dem Podium möchten wir mit Ihnen und mit vielen eingeladenen spannenden Fachleuten ins Gespräch kommen: Wir greifen zeitgenössische Themen auf, die für die Zukunft unserer Gesellschaft und somit auch unserer Schulen prägend sind. Fishbowl- und Podiumsdiskussionen erwarten Sie. Je nach Anmeldezahl werden die Foren ins englische übersetzt. Bis auf F6 sind sie in deutscher Sprache. Alle Tage der verschiedenen Foren können einzeln gebucht werden. Sie könne also zwischen den Foren täglich wechseln.

F5  

Mensch, Pädagogik, Freiheit 
Aspekte einer humanen Schule im Zeitalter der digitalen Technologien

Digitale Erziehung? Welche Bedingungen braucht der heranwachsende Mensch für eine gesunde Entwicklung?

Verantwortlich: 
Prof. Dr. Edwin Hübner
Moderation: Elke Dillmann vom Bayerischen Rundfunk


F6  

Waldorf International (in englischer Sprache)
Dieses Forum beschäftigt sich mit der Bandbreite der Erscheinungsformen der Waldorfpädagogik weltweit, vom Kindergarten bis zur Lehrerbildung. Die globalen Herausforderungen an Schule im 21. Jahrhundert sollen im Mittelpunkt stehen und aus den unterschiedlichsten kulturellen Perspektiven beantwortet werden.

Mega-Cities und Schule

Verantwortlich: 
Nana Göbel von den »Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners« 


F7  

Neue Lernorte, neue Lernformen in der Waldorfpraxis
Nach Waldorf 100: Welche Innovationen braucht die Waldorfpraxis? Die Waldorfschulbe­wegung war immer innovativ, aber welche neue Formen und Inhalte sind zukunftsweisend? Wir werden von neuen Entwicklungen in drei pädagogischen Bereichen berichten und mit Praktikern diskutieren.

Montag: Lernen begleiten und evaluieren: zwischen Individualisierung und Standardisierung. Schule hat die Funktionen, die Sozialisieung, die Qualifizierung und die Entwicklung der Person zu fördern. Wie wird Lernen auf diesen drei Gebieten formativ, individuell und inklusiv begleitet, unterstützt und gefördert?

Verantwortlich:
Claus-Peter Röh, Pädagogihe Sektion Dornach
Margareta van Raemdonck, European Council for Steiner Waldorf Education; Federatie Rudolf Steinerscholen in Vlaanderen (Belgien)
Dr. Martyn Rawson, Waldorfseminar Kiel

 

ARBEITSGRUPPEN

A72 

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.« (Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

A73 

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess.

A74 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen.Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A75 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen
Thomas Nick, Kiel, Germany

A76 

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy. Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

A77 

Speech is golden! Language acquisition as a talent of body, soul and spirit
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

A wondrous human talent unfolds as a child learns to speak, and as language develops throughout childhood in companionship with fellow human beings.In the digital age of today: How can we best support young children, aged 1 to 8, in their efforts to develop a rich oral capacity?

A78 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A79 

Einblicke in die Bothmer-Gymnastik, Übungen und Arbeitsformen im Sportunterricht der Oberstufe
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Welche Bewegungsqualitäten sind für die Schüler der Ober­stufe wesentlich?Wie kann der Unterricht den Entwicklungsbedürfnissen der Jugendlichen heute gerecht werden?

A80 

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesent­lichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A81 

Der Kochlöffel - Ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört.»Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919) Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A82 

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …« 
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag) durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A83

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind ein­ge­laden zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A84 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach 
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A85 

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit »unseren« Schulmeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Schulmeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen. (In deutscher Sprache; eine-Andere-Sprache-Sprechende ist willkommen).

A86 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A87 

»Physical Work is Spiritual«: Rudolf Steiner’s Understanding of the Spiritual Dimension of Human Activity
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Germany

In the 13th lecture of The Foundations of Human Experience Rudolf Steiner explains his concept »that physical work is spiritual and mental work is a human bodily function.« In earlier lectures he develops the underlying basis for this understanding of spiritual and physical activities. In this seminar, we will explore some of the educational implications of a view of the spiritual world focused on human deeds and actions.

A88 

»Multikultur ist eine permanente menschliche Herausforderung. Jedem Künstler, aber auch jedem Menschen ist sie gestellt.« (Rafik Schami, Erzähler der Nacht) 
Christoph Doll, Berlin, Deutschland

Interkulturelle Pädagogik als Chance zu einer vorurteilsbewussten Begegnungsfähigkeit und Ermutigung zu einer diversen Gesellschaft.Wie kann die kulturelle, soziale und religiöse Vielfalt im Klassenzimmer zu Bereicherung und Ermutigung führen? Welche Anforderungen sind an die Päda­gogen gestellt im Hinblick auf Epocheninhalte, Klassengemeinschaft, Methoden? Ist die Menschenkunde tatsächlich allgemein anwendbar?

A89 

Selbstverwaltung und Dreigliederung – der Ursprungsimpuls und viele Missverständnisse
Michael Harslem, Truchtlaching b. Seeon, Deutschland

Wie es begann und was daraus geworden ist.

A90 

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung).

A91 

Betrachtungen zu den 14 Vorträgen der Allgemeinen Menschenkunde
Stefan Grosse, Stuttgart, Deutschland

Die 14 Vorträge der Allgemeinen Menschenkunde sind ein in sich kunstvoll gegliedertes Ganzes. Es soll der Versuch gemacht werden, sich aus der Vogel­perspektive ein erstes »geo­grafisches« Bild zu machen und danach dem Aufbau, den Spiege­l­ungen sowie weiteren inneren Bezügen nachzuspüren, um auf diese Weise einen Ariadnefaden durch das Werk zu erhalten.

A92 

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Ziel­setzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungsgabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.Prof. Dr. 

A93 

Lernen ist Leben 
Florian Osswald, Dornach, Deutschland

Was die Waldorfschulen auszeichnet, ist ihr besonderes Lernverständnis, das die Grundlage für die Gestaltung von Kindergarten und Schule bildet und das ganze Leben mit einbezieht.Im vergangenen Jahrhundert haben sich daraus viele Umsetzungsformen ergeben. In der AG wollen wir das Entstandene im Spiegel von Rudolf Steiners Lernverständnis anschauen und den Versuch wagen, wichtige Entwicklungsfelder aufzuzeigen im Sinne von »Leben ist Lernen«.

A 94 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkundeepoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort aus­gehend, wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A95 

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A96 

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A97 

That first lesson of the day – exploring the expectations and the essence
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A 98 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A 99 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, diese aber nicht erreichen konnte.Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre, und das global.

A100 

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spirituellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt?Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

 

 

Filmnachmittage (öffentlich)

Die erste Langzeitdokumentation über Waldorfschüler

»Guten Morgen, liebe Kinder«, »Eine Brücke in die Welt«, »Auf meinem Weg«: Acht Jahre lang waren die Mädchen und Jungs an der Waldorfschule im bayerischen Landsberg am Lech mit ihrer Klassenlehrerin beisammen, acht Jahre lang hat Filmemacherin Maria Knilli sie mit der Kamera begleitet. Drei abendfüllende Dokumentarfilme sind in der Zeit von 2007 bis 2017 für das Bayerische Fernsehen entstanden. Wir zeigen ca. 1 Stunde aus »Auf meinem Weg« und als Vorpremiere ca. 1 Stunde des vierten Dokumentarfilms von Maria Knilli und »ihrer« Klasse: »Zugehört«. An beiden Nachmittagen wird die Regisseurin anschließend für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen.

Vorpremiere:

F2  

Zugehört – Zwölftklässler einer Waldorfschule über sich und die Welt (Arbeitstitel)

Inzwischen sind die Kinder von einst im letzten Jahr der Waldorfschul-Schulzeit. »Wir kennen uns seit dem ersten Schultag. Ich möchte in lockerer Atmosphäre, fernab von Schulalltag und Zuhause, noch einmal mit den jungen Leuten ins Gespräch kommen«, so Maria Knilli. »Ihre Gedanken und Überlegungen, ihre Pläne und Visionen, ihre Hoffnungen und vielleicht auch Zweifel, ergeben das Stimmungsbild einer Generation an der Schwelle zum Erwachsenwerden.« Den Rahmen für »Zugehört« bildet die Kunstfahrt nach Italien, das Steinmetz-Praktikum im Sommer 2019. »Zugehört« ist ein Projekt der Tittel & Knilli Filmproduktion in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorf­schulen. 

Wir sind stolz darauf, dass die Vorpremiere im Rahmen unseres Kongresses stattfinden wird!

Das kulturelle Abendprogramm
(öffentlicher Kartenverkauf an der Abendkasse)

 

E3

Rasga Rasga  

Ein Fluss umströmt dich, zieht dich mit, subtil und spielerisch erst und dann mit Macht. Lass dich treiben und nimm auf was geht. Ein Gedanke, ein Gefühl, eine Welt in sich … 
Immer wieder wird die Band gefragt, was das denn für eine Musik ist, die sie da machen. »Das ist Worldbeat/Pop, das ist unser Herzschlag und vielleicht auch bald deiner«, sagen sie. RasgaRasga, das sind sechs Leute mit 16 Instrumenten – sechs Freunde, die sich seit ihrer Waldorf-Schulzeit kennen und zusammen Musik machen.

Alter Festsaal, Freien Waldorfschule Uhlandshöhe


E4

Else-Klink-Ensemble Stuttgart
Eurythmieaufführung

Ich möchte leben...
Das eigens für das hundertjährige Jubiläum der Waldorfpädagogik erarbeitete Programm des Else-Klink-Ensembles »Ich möchte leben« wird die ganze Ausdruckskraft und künstlerische Vielfalt der jungen Bühnenkunst Eurythmie zeigen. In dem Programm wird der Kindheit und Jugend in Texten und Musiken eine eindrückliche Stimme gegeben. Selma Meerbaum-Eisingers lyrischer Tagebucheintrag »... ich möchte leben, ...«, den die Jugendliche angesichts ihrer Deportierung und ihres frühen Todes, 1941 verfasste, ist Leitmotiv und Sinnbild für eine hoffnungsvoll-zukünftige und stets dem Leben zugewandte Kindheit und zugleich für deren massive und vielfältige Bedrohung. Das Programm »Ich möchte leben …« beleuchtet die Schönheit, aber auch die bedrohliche Lage heutiger Kindheit und versucht, Motive von Rudolf Steiners Pädagogik, künstlerisch aufleuchten zu lassen.

 Das internationale Ensemble des Eurythmeum Stuttgart ist das weltweit größte, und professionell arbeitende Eurythmie-Ensemble. Mit annähernd 20 Eurythmisten und in der Zusammenarbeit mit professionellen Sprechern, Musikern (u.a. dem Jade-Quartett) und Licht-Designern, wird anlässlich Waldorf 100 auch sichtbar werden, welche Entwicklung dieses, bereits im ersten Waldorflehrplan aufgenommene Fach Eurythmie, auf künstlerischer Ebene genommen hat. 

Großer Festsaal im Saalbau der Freien Waldorfschule Uhlandshöhe

Dienstag, 10. Sept. 2019

mit Michael Neu
Großer Festsaal im Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

VORTRAG

V06

»In Einklang versetzen …«  mit den Mitteln der Menschen­kunde nach einer gesund­enden Pädagogik suchen
Prof. Dr. Tomáš Zdražil, Freie Hochschule Stuttgart

 

ARBEITSGRUPPEN

A01

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have 
various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A02

Menschenkunde erleben und verlebendigen durch die Eurythmie
Pirjo Partanen-Dill, Stuttgart, Deutschland

Schlafen – Träumen – Wachen, eurythmisch-freudiger Weg in den Tag mit Musik und Sprache. Vorkenntnisse der Eurythmie sind nicht erforderlich. 

A03

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden. »... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A04

Singen können - singen wollen/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A05

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, The Netherlands

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy.

A06

Performative Plastik - Eine Gemeinschaftsarbeit
Prof. Georg Schumacher, Stuttgart, Deutschland

Es soll ein plastisches Objekt in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Große Mengen Ton stehen zur Verfügung, die im Freien plastisch bearbeitet werden.

A07

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit  den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A08

Bothmer-Gymnastik: Begegnung durch Bewegung
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Gemeinsames Begegnen durch Bewegungsspiele und Übungen aus der Bothmer-Gymnastik. Welche Bewegungsqualitäten können die gesunde Entwicklung der Kinder unterstützen? Welche Übungen helfen uns Lehrern?

A09 

Religiöse Suche und Spiritualität im Jugendalter/Religious quest and spirituality during adolescence (bilingual)
Elisabeth von Kügelgen, Stuttgart, Deutschland

Mit der Pubertät wird ein zweiter, neuer Mensch im Jugendlichen geboren. Nehmen wir diesen wahr? Können wir Geburts-Helfer werden oder sind wir eine große Enttäuschung für die jungen Menschen? Die Zeit der Selbs­tfindung und ihre men­schen­kund­lichen Gegebenheiten. 

With the puberty a second, new person is born into the adolescent. Do we notice this person? Are we able to help this person to get born or are we disappointing the young people? The time of self-discovery and their anthropological circumstances.

A10  

Lehrermeditation
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wer sich im Beruf verausgaben muss, muss, um im Gleichgewicht zu bleiben, sich auch ›vereingaben‹, 
d. h. sich wieder erfüllen mit Kräften, die machen, dass dem nächsten Tag mit Freude entgegen gegangen werden kann. Die Geisteswissenschaft Steiners gibt eine große Anzahl Handreichungen, um auf diesem Felde fähig zu werden.

A11 

»Ja, die Inklusion kann uns gelingen!«
Maud Beckers, Hamburg, Deutschland

Der Paradigmenwechsel Inklu­sion erschüttert Mensch und Organisation. Traditionen und Gewohnheiten werden auf den Prüfstand gestellt. Wie können wir Pädagogen uns vor dem Hintergrund der Allgemeinen Menschenkunde zum neuen Denken und Handeln bewegen? Wir arbeiten praxisorientiert an den Kernfragen der inneren Haltung und der inklusiven Methodenschulung des Waldorfpädagogen.

A12 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A13 

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A14 

Writing and reading in the digital age – what about the Waldorf ideas and ideals? 
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

In schools and families, pen and paper and are challenged by screens and tablets. Lengthy narratives, oral and written, are challenged by rapid visual inputs. How can we meet and respond to these challenges? The time for »business as usual« may be gone, so let us further explore the basic ideas and ideals of Waldorf language teaching.  

A15 

Meditativ erarbeitete Menschenkunde und pädagogische Praxis/Meditative Understandings of the nature of the human being and their relevance for pedagogical practice (bilingual)
Dr. Martyn Rawson, Kiel, Deutschland

Wie kann man mit Hilfe der Meditativ erarbeiteten Menschenkunde die pädagogische Praxis erforschen und erneuern? Praktische Hinweise und Austausch.

How can we research and renew our pedagogical practice using contemplative methods and anthroposophical understandings of human experience? Practical advice and discussion.

A16  

Waldorfpädagogik versus Erklärendes Unterrichten – Menschenkundliche Aspekte des Oberstufenunterrichtes
Prof. Dr. Walter Hutter, Stuttgart, Deutschland

Steiners Menschenkunde regt an, aus dem übenden Tun heraus die Urteilsorientierung der Jugendlichen zu impulsieren und zu erwecken. Es wird dieses Thema seminaristisch näher analysiert und mit praktischen Beispielen versehen.

A17 

Die geistigen Hintergründe der Schulgründung im Jahr 1919 – ihre Bedeutung für die Zukunft
Ruprecht Fried, Stuttgart, Deutschland

Rudolf Steiner beabsichtigte eine für unser Zeitalter notwendige Pädagogik. Er blickte dabei neben den menschenkundlichen und sozialen Bereichen auch auf die geistigen Hintergründe in Bezug auf die pädagogischen Aufgaben.

A18 

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A19 

Trailing Clouds of Glory: Human Sexuality and the Education of Youth in Waldorf Schools
Douglas Gerwin, Amherst, Massachusetts

With a single sentence in the final lecture of Study of Man, Rudolf Steiner indicates a radically new approach to the education of pubescent children and adolescents in regard to their burgeoning sexuality. We will use Steiner’s epigrammatic statement to formulate the out­line of a three-layered curriculum for the sexual education of youth in terms of their physiological, psychological, and spiritual (moral) development, including contemporary issues of gender, body image, and sexual orientation. 

A20 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: Die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen.Sprachen: Französisch/Deutsch

A 21 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, es aber nicht erreichen konnte. Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre – und das global.

A22  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung. Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

Kaffee, Tee, Kuchen und Brezeln
Foyer des Großen Festsaals im Saalbau, Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

Vortrag

V07

Der menschliche Leib - alles in Entwicklung
Prof. Dr. Albrecht Schad, Freie Hochschule Stuttgart; Freie Waldorfschule Uhlandshöhe

 

ARBEITSGRUPPEN

A23  

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess. 

A24  

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.«(Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.

A25 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen. Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A26  

Der Kochlöffel, ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört. »Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919). Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A27

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …«
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag), durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A28 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A29 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland 

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A 30 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit. Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen.
Thomas Nick, Kiel, Deutschland

A31  

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht.Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf Schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A32  

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming

A33 

Zur Methodik der kulturwissenschaftlichen Fächer (Deutsch/Geschichte) im Oberstufenunterricht
Prof. Dr. Michael Zech, Kassel, Deutschland 

Der Welt in fachlicher Perspektive begegnen; Denk- und Urteilsformen entwickeln; den Erkenntnisprozess als Individuationsprozess ermöglichen. Im Fokus stehen gleichermaßen Grundsätzliches und Exemplarisches.

A34  

Potentiale der Arbeitspädagogik in der Waldorfschule
Hans Hutzel, Berlin, Deutschland

Wie praktische und kognitive Bildung in der Abfolge der Klassen einander ergänzen, die Persönlichkeit entwickeln und auf ein Leben in der modernen Welt vorbereiten.Im Laufe des Bildungsganges der Waldorfschule spielen die beiden Elemente Lernen und Arbeiten in vielfältiger Weise ineinander und ergänzen sich. Wie kann heute diese Verbindung wirksam und für die Schüler erfahrbar gemacht werden und welche Auswirkungen hat dies auf die Persönlichkeitsentwicklung bis in die Oberstufe? Was kann der Lehrplan der Waldorfpädagogik dazu beitragen, dass die Jugendlichen ihren selbstbewussten Platz in der heutigen Gesellschaft finden und gestalten?

A35  

What is Waldorf about and what is Waldorf really about? Rudolf Steiner’s well-known and the unknown Art of Education
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Germany

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiner’s Art of Education in its different dimensions – from »The Soft-Version of Main-Stream School-System« to »The Quest for the Holy Grail in the realm of education.«

A36 

Die Frage der neuen Sphinx: Wer ist der Mensch? Die Herausforderung der digitalen Technologien/The question of the new Sphinx: who is the human being? The challenge of digital technology (bilingual)
Prof. Dr. Edwin Hübner, Stuttgart, Deutschland

Durch seine bewundernswerten technischen Fähigkeiten schafft der Mensch eine technische Welt, die immer selbstständiger wird. Auf vielen Gebieten des alltäglichen Lebens wird menschliche Arbeit durch Maschinenintelligenz ersetzt. Wie einst im Altertum stellt sich dadurch erneut die Frage nach dem Menschen. Wer ist der Mensch? Was ist der Sinn des Menschseins? Wie kann man den individuellen und sozialen Herausforderungen durch digi­tale Technologien gewachsen sein? Die anthroposophische Sicht auf diese Fragen eröffnet erweiterte Aspekte für die indi­viduelle Lebensgestaltung und zeigt für die Pädagogik Wege zu einer modernen, entwicklungsorientierten Medienerziehung auf.

Through his pioneering technical skills the man creates a technical world that becomes increasingly independent. On many fields of the daily life human labor is replaced by machine intelligence. Like in the Antiquity the question for man is raised once more. Who is the human being? What is the sense of being human? How can men be up to the new individual and social challenges through digital technologies? The anthroposophic point of view to these questions opens advanced aspects for the individual way of living and shows pedagogical ways to a modern, developmentally media education. 

A37  

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit den Lehrermeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Lehrermeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen (in deutscher Sprache; eine-andere-Sprache-Sprechende willkommen).

A38 

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A39 

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrunde­liegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden.  Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A40 

Hochsensibilität – ein weithin verkanntes Phänomen
Michael Harslem, Truchtlaching, Deutschland

Wir wollen die Phänomene erkennen lernen und Erfahrungen mit Hochsensibilität austauschen. Welche Bedingungen brauchen Hochsensible, um richtig lernen zu können? Welche Möglichkeiten bietet die Waldorfschule?

A41 

Hintergründe der kindlichen Sprachentwicklung und ihre Bedeutung für die Pädagogik
Prof. Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

Zur Sprachentwicklung des Kindes hat die Forschung in jüngerer Zeit erstaunliche Tatsachen zu Tage gefördert, die nicht nur die ungeahnten Fähigkeiten schon des pränatalen Fötus belegen, sondern auch überraschend eine Brücke schlagen zu wesentlichen Erkenntnissen der Anthroposophie. Die Zusammenschau beider Forschungsbereiche schafft eine erweiterte Basis für den pädagogischen Umgang mit den Geheimnissen des kindlichen Spracherwerbs.

A42 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, so wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkunde­epoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort ausgehend wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A43 

Steiners Herausforderungen, die Durchdringung von Ich und Leib konkret zu denken
Dr. Wilfried Sommer, Kassel, Deutschland

Steiner geht in der Allgemeinen Menschenkunde und im Heilpädagogischen Kurs davon aus, dass die Ich-Organisation den Leib nicht äußerlich, sondern wie von innen heraus ergreife. Dadurch werde die Bewusstseinsform, mit der wir Welt und Ich umschließen, geprägt wie konstituiert – und Lehrer, welche mit diesem Vorgang konkret umgingen, könnten den Unterricht lebensvoll ergreifen. Wie kommen hier innere Sensibilisierung und schulische Praxis zusammen?

A44 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A45 

Moderner Fremdsprachenunterricht aus lebendiger Menschenkunde oder: die Umkehrung des Lehrbuchprinzips
Gilberte Dietzel (Frankfurt) / Siegmund Baldszun (Stuttgart), Deutschland

Wie können sich Lehrerinnen und Lehrer aus vorgegebenen Strukturen und Fesseln der Routine befreien? Der Weg von einer künstlerischen Anschauung des Kindes und der Sprache hin zu konkreten methodisch-didaktischen Schritten im Unterricht soll gemeinsam in Austausch und Übungen erlebbar werden. Dadurch kann sich eine unerschöpfliche Quelle für eine moderne, dialogische Unterrichtsgestaltung erschließen. Sprachen: Französisch/Deutsch

A46 

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

A47  

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spiri­tuellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt? Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu, und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

im Mittagshaus der Freien Waldorschule
im Bistro der Freien Waldorfschule

Foren (öffentlich)

Auf dem Podium möchten wir mit Ihnen und mit vielen eingeladenen spannenden Fachleuten ins Gespräch kommen: Wir greifen zeitgenössische Themen auf, die für die Zukunft unserer Gesellschaft und somit auch unserer Schulen prägend sind. Fishbowl- und Podiumsdiskussionen erwarten Sie. Je nach Anmeldezahl werden die Foren ins englische übersetzt. Bis auf F6 sind sie in deutscher Sprache. Alle Tage der verschiedenen Foren können einzeln gebucht werden. Sie könne also zwischen den Foren täglich wechseln.


F1

Oberstufe im 21. Jahrhundert
Werte- und Willenserziehung im Zeitalter des Individualismus

Verantwortlich:
Hans Hutzel, Vorstand und Geschäftsführer der Emil Molt Akademie Berlin und des Bundes der Freien 
Waldorfschulen
Florian Osswald, Leiter der pädagogischen 
Sektion am Goetheanum
Prof. Dr. Michael Zech, Lehrerseminar für Waldorf­pädagogik Kassel


F2

Die Kernfragen des Unterrichts – Wissenschaft, Kunst, Religion
»Lebendig werdende Wissenschaft, lebendig werdende Kunst, lebendig werdende Religion … das ist schließlich Unterricht«
Mit diesen Worten eröffnete Rudolf Steiner am 7. September 2019 in Stuttgart die erste 
Waldorfschule. Was ist aber damit gemeint? Wie kann Wissenschaft, wo es um Gesetzmäßigkeiten geht, lebendig werden? Ist Kunst nicht sowieso »lebendig«? Steht Religion nicht über der »Lebendigkeit«? Diese Fragen sollen in dem Forum mit Fachleuten aus allen drei Gebieten diskutiert werden. Folgt man Steiners Ansprache, so geht es dabei um die »Kernfrage« des Unterrichtens überhaupt.

Verantwortlich: 
Dr. Christoph Kühl, 
Freie Waldorfschule Uhlandshöh
e


F3

Waldorfpädagogik aktuell
Notfallpädagogik, Inklusion und Interkulturalität

Dienstag: Ja, die Inklusion kann uns gelingen!

Verantwortlich:
Maud Beckers, Inklusionspädagogin, Dozentin am Hamburger Lehrerseminar


F4

Wie machen wir die Waldorfschule zukunftsfähig?
Welche sind die entscheidenden Fragen der Waldorflehrer, die sich 100 Jahre nach Gründung der ersten Waldofschule für diesen Beruf entscheiden? Vor welche Aufgaben sehen sie sich gestellt? Welche Impulse für die Zukunft der Waldorfpädagogik bringen sie mit? Wir möchten in diesem Rahmen einen Austausch zwischen den Generationen anregen und gemeinsam in die Zukunft blicken.

Dienstag: Mein Umgang mit der Anthroposophie?

Verantwortlich:
Alexandra Lenhardt,
Koordination »Forum Zukunft Waldorfschule«
Regina Ott, 
Freie Waldorfschule Überlingen

 

 

 

Arbeitsgruppen

A48  

Developing a sense of space through the Eurythmy curriculum from the standpoint of the threefold bodily form expressed in the 10th lecture of the Foundations of Human Experience – The sense of ego and circular and spherical form 
Rieko Hata, Japan

The world’s languages have various words for »I.« In ancient Japanese, it is »Wa,« which means both circle and peace. Let us move together through the transformative process of the circle as it appears in the eurythmy curriculum.This will lead us to a new experience of our sense of ego and to this experience’s expression in various languages (Japanese, German, etc.)

A49  

Eurythmie: Die Mitte – Der Mensch
Severin Fraser, Petre Smaranda, Stuttgart, Deutschland

Das Verhältnis des Menschen zur Welt und das Verhältnis des Menschen zu sich selbst soll in künstlerischen Beispielen erlebbar werden.»... wie daher alle eurythmische Lautgebärde sozusagen aus dem Menschen herausgeholt ist, eine in die äußere Welt versetzte Gebärde ist, wie die Musikgebärde die in den Menschen zurücklaufende Gebärde sein muss.« (vgl. Rudolf Steiner, Dornach, 19. Februar 1924)

A50 

Singen können – Wollen können/Being Able to Sing – Wanting to Sing (bilingual)
Prof. Stephan Ronner, Stuttgart, Deutschland

Singen können heißt, den eigenen Willen beim Schopf zu packen, zu gestalten und zu verwandeln. Sich-Ausdrücken, Dich-Wahrnehmen, Welt-Verändern erfordern rege Selbstwirksamkeit sowie innere und äußere Beheimatung. Diese allgemein menschlichen Potentiale vom ersten bis zum letzten Schultag angemessen zu kultivieren, macht lebenskräftig und zukunftsfähig.

Singing calls for an act of the will to create and to transform. Learning to express oneself, to perceive the other and to change the world all require active, living processes, as well as an encompassing sense of balance and equanimity. When these universal human potentials are properly cultivated from the first to the last day of school, they create the basis for strength, health and future development.

A51 

»Wer der Sprache Seele hört ...« Sprachgestaltung im Lichte der Menschenkunde
Ulrike Hans, Bettina Staiger-Schöller, Stuttgart, Deutschland

Sprachentwicklungsstörungen und Sprachzerfall haben weitreichende Konsequenzen für den Einzelnen und die menschliche Gesellschaft. Rudolf Steiners Sprachimpuls ist vor diesem Hintergrund aktueller denn je. Die Sprachgestaltung setzt in ihrer künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Praxis bei den Sprachkräften im Menschen selbst an und vermag sie mit künstlerischen Mitteln wieder anzuregen. In diesem Kurs sollen sich lebendiges künstlerisches Üben und die Beschäftigung mit den menschenkundlichen Hintergründen des Sprechens die Hand reichen. Dem künstlerisch-praktischen Teil sollen dabei etwa zwei Drittel der Zeit ge­widmet werden.

A52

Sprache zwischen Oben und Unten
Dorothea Schmidt-Krüger, Stuttgart, Deutschland

Wie fördern wir eine gesunde Verbindung zwischen oberem und unterem Menschen durch die sprachlich-musikalische Arbeit mit den Schülern? Gesichtspunkte zur sprachbegleitenden Bewegung und zur rhythmischen Unterrichtsgestaltung. Im Vordergund steht das gemeinsame Arbeiten an praktischen Beispielen insbesondere zur Unterstufe.

A53 

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind eingeladen zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A54 

Bothmer-Gymnastik: Eine Reise durch den Raum/A journey through space (bilingual)
Michael Neu, Stuttgart, Germany Jaimen R. McMillan, USA

Bothmer-Gymnastik und Spacial Dynamics sind zwei verwandte Wege einer Bewegungsschulung, die an Waldorfschulen im Turnen und Sport unterrichtet werden. Sie schauen auf die Bewegungsentfaltung des heranwachsenden Kindes und helfen ihm dabei, sich gesund und gut zu entwickeln. Dadurch kann das Kind sich im Räumlichen orientieren und bekommt ein inneres Gleichgewicht. Mit Rudolf Steiners Allgemeiner Menschenkunde als Kompass werden wir Schritt für Schritt mit den Teilnehmern eine pädagogische Reise unternehmen. Durch praktische Übungen und bewegtes, spielerisches Lernen werden wir zusammen ein neues Raum-Gefühl und einen neuen Raum-Begriff erleben. 

Bothmer Gymnastics and Spacial Dynamics are two related ways of movement training taught at Waldorf schools in Gymnastics and Sports. They look at the movement development of the growing child and help him to develop healthy and well. This allows the child to orient himself in the spacial realm and get an inner balance. With Rudolf Steiner’s Study of Man as a compass, we will take a pedagogical journey with the participants step by step. Through practical exercises and moving, playful learning, we will experience together a new sense of space and a new concept of space.

A55

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesentlichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A56

»We are fully human only while playing, and we play only when we are human in the truest sense of the word.« (Friedrich Schiller)
Catherine Bryden, Ering, Deutschland

»To take a heart« is a profound process and an invitation to dance with fears that may prevent us from being fully present. Through clowning and the connection with our playful spirits, we discover how much courage and heart we have waiting within, aching to surprise us and the world. Through simple exercises focused on tickling our playful natures, we practice trusting ourselves, others and life. Theater clowning is an invitation to embrace all that we are, and above all, to welcome all that we are becoming.

A57 

Anthroposophische Praxis
Christof Wiechert, Dornach, Schweiz

Wenn man die Erfahrung machen kann, dass die Anthroposophie nicht theoretisch bleibt, sondern wirklich wird, hat das immer einen Schub an Lebenskraft und -energie zur Folge. Dieser Schub äußert sich auch dadurch, dass eine tiefe Begeisterung über einen kommt. Eine solche Aktivität ist zum Beispiel die Schülerbetrachtung. Andere Aktivitäten werden wir aufsuchen.

A58

What is »Waldorf« about and what is »Waldorf« really about? The well known and the unknown »Art of Education« by Rudolf Steiner
Dr. Valentin Wember, Tübingen, Deutschland

How to cope with different approaches, one spirit and the realm of mutual tolerance.  We will discuss Rudolf Steiners Art of Education in it’s different dimensions – from »The Soft-Version of the Public School-System« to »The Request of the holy Grail in the realm of education.«

A59

Addressing the need for the upstream flow of Waldorf education in the present world
Shailaja Latchireddy, India

The discussions will look into finer aspects in the classroom and school situations and at the working styles of teachers to bring in practical approaches that will address our topic.

A60 

Bauen an der Schule von Morgen
Johannes Greiner, Dornach, Schweiz

Und was möchte kommen? Wie kann die anthroposophische Pädagogik zeitgemäß angewandt werden in einer Art, die der erahnten Zukunft die Wege bahnt? Sind Sie bereit, neu zu denken? Sind sie bereit, entstandene Waldorfkultur von dem zugrundeliegenden Impuls zu unterscheiden, auch wenn das bedeuten sollte, dass aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus diese Impulse heute zu ganz anderen Kulturausformungen führen müssten? Helfen Sie mit, das Bild der Schule der Zukunft aus lähmenden Nebeln und zu erdverhaftetem Pragmatismus zu befreien! Schule kann ganz anders werden. Möglicherweise wird unser Suchen unterstützt werden von Engeln und den Kindern von Morgen, die noch ungeboren uns eine neue Schule gebären helfen.

A61

The Development of the Human Senses in a Digital Age
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Deutschland

In a number of different lectures in The Foundations of Human Experience, Rudolf Steiner addresses questions and themes directly related to his understanding of the role of sensory experience in human development. In this seminar we will explore different aspects connected to the senses in Waldorf education and, in particular, we will address the importance of different forms of sensory experience in an increasingly digitalized world.

A62

Class Teacher: »I just don’t think I could ever do that!« 
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A63

Der verwandelte Umgang mit Sprache in der Jugendzeit – eine Heraus­forderung
Prof. Dr. Rainer Patzlaff, Stuttgart, Deutschland

In der Pubertät ändert sich u. a. der Umgang des Jugendlichen mit seiner Sprache so radikal, dass die Erwachsenen ein Problem damit haben und Konflikte vorprogrammiert sind. Erst wenn wir das äußere Bild zu lesen lernen als Manifestation eines hochkomplexen Entwicklungsschritts, der eine Metamorphose des kindlichen Spracherwerbs darstellt, verwandeln wir unsere Haltung so grundlegend, dass wir dem Jugendlichen auf seinem neuen Weg pädagogisch hilfreich zur Seite stehen können.

A64

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung). 

A65

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Prof. Dr. Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Zielsetzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungs­gabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.

A66

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A67

Naturwissenschaft und Anthroposophie – ein pädagogischer Übungsweg
Dr. Martin Schlüter, Witten-Annen, Deutschland

Die Waldorfpädagogik soll der Zukunft den Weg bereiten. Um das bewerkstelligen zu können, müssen die Lehrenden lernen, »auf der einen Seite die Erlebnisse des geistigen Schauens zu begreifen, auf der anderen in den Beobachtungen und Ergebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes zu erkennen.« (R. Steiner: Geheimwissenschaft im Umriss) In diese beiden Richtungen übend tätig zu werden, ist Anliegen der beiden Arbeitsgruppen: vormittags wenden wir uns dem atmosphärischen Geschehen zu (Wetter und Jahreslauf) und nachmittags einigen Grundbegriffen der Geisteswissenschaft.

A68

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A69

Goethean observations in the realm of plant leaves and flowers
Renatus Derbidge, Bunessan, Scotland

Steiner repeatedly refers to Johann Wolfgang von Goethe, as an artist soul with great interest in natural phenomena, who developed a method of reaching from the sensory phenomenon to forces and laws that express themselves in them. Thus, with Goethe’s help, the human divine can also be discovered in nature. In other words, Goethes methodology aims at recognizing that the creative in the world and the subjectively experienced world in man is one and the same objective world law. »My soul and the world are one thing only« – it says in a »peace dance« called poem by Steiner. We will try to experience and understand this inner connectedness of man and nature through plant observations, the law of metamorphosis of plant leaves and flower gestures.

A70

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Übergänge im Leben der Kinder
Birgit Krohmer, Stuttgart, Deutschland

In unserer vielfältigen Gesellschaft finden Kinder häufig nur in der Waldorfeinrichtung Rhythmus und Wiederholung.Welche pädagogischen Motive tragen durch die Kindheit und wie werden diese verwandelt, um der individuellen Entwicklung heute zu entsprechen? Wie können wir uns schulen, um einerseits pädagogische Fachlichkeit zu vermitteln und andererseits auf Augenhöhe mit den Eltern zu arbeiten?

A71

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Inklusion in der Kindertagesstätte – menschenkundliche Grundlagen
Sybille Holbein, Stuttgart, Deutschland

Anhand der Sinneslehre, wie sie z. B. im achten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners beschrieben wird, soll aufgezeigt werden, wie die Sinneslehre eine wesentliche Grundlage der Pädagogik und Heilpädagogik im ersten Jahrsiebt bildet. In der Waldorfkindertagesstätte werden alle zwölf Sinne des Menschen gepflegt. Sowohl die ganzheitliche Sinnesschulung als auch die Seelenpflege sind die beste Förderung für ALLE Kinder, auch für Kinder mit Entwicklungsbesonderheiten oder Störungen in einzelnen Sinnesfeldern.

– unerwartete Begegnung mit der Kunst –

Kaffee, Tee, Kuchen und Brezeln
im Foyer des Großen Festsaals, Saalbau der Freien Waldorfschule

FOREN (öffentlich)

Auf dem Podium möchten wir mit Ihnen und mit vielen eingeladenen spannenden Fachleuten ins Gespräch kommen: Wir greifen zeitgenössische Themen auf, die für die Zukunft unserer Gesellschaft und somit auch unserer Schulen prägend sind. Fishbowl- und Podiumsdiskussionen erwarten Sie. Je nach Anmeldezahl werden die Foren ins englische übersetzt. Bis auf F6 sind sie in deutscher Sprache. Alle Tage der verschiedenen Foren können einzeln gebucht werden. Sie könne also zwischen den Foren täglich wechseln.

F5  

Mensch, Pädagogik, Freiheit 
Aspekte einer humanen Schule im Zeitalter der digitalen Technologien

Digitale Schule? Wirtschaftliche Interessen drängen in die Schulen. Wie frei müssen Schulen sein, um ihrem Bildungsauftrag nachkommen zu können?

Verantwortlich: 
Prof. Dr. Edwin Hübner
Moderation: Elke Dillmann vom Bayerischen Rundfunk


F6  

Waldorf International (in englischer Sprache)
Dieses Forum beschäftigt sich mit der Bandbreite der Erscheinungsformen der Waldorfpädagogik weltweit, vom Kindergarten bis zur Lehrerbildung. Die globalen Herausforderungen an Schule im 21. Jahrhundert sollen im Mittelpunkt stehen und aus den unterschiedlichsten kulturellen Perspektiven beantwortet werden.

Die Suche nach Spiritualität und der Materialismus der Konsumenten

Verantwortlich: 
Nana Göbel von den »Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners« 


F7  

Neue Lernorte, neue Lernformen in der Waldorfpraxis
Nach Waldorf 100: Welche Innovationen braucht die Waldorfpraxis? Die Waldorfschulbe­wegung war immer innovativ, aber welche neue Formen und Inhalte sind zukunftsweisend? Wir werden von neuen Entwicklungen in drei pädagogischen Bereichen berichten und mit Praktikern diskutieren.

Dienstag: Lernen außerhalb des Klassenraums. 
Lernorte außerhalb des klassischen Schulzimmers - welchen Beitrag können sie leisten zur Entwicklung der Person?

Verantwortlich:
Calus-Peter Röh, Pädagogihe Sektion Dornach
Margareta van Raemdonck, European Council for Steiner Waldorf Education; Federatie Rudolf Steinerscholen in Vlaanderen (Belgien)
Dr. Martyn Rawson, Waldorfseminar Kiel

 

ARBEITSGRUPPEN

A72 

Eurythmie: »Das Ich ernährt sich ausschließlich nur von den Bewegungen, die es selber macht.« (Jacques Lusseyran)
Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

Welche Nahrung beziehungs­weise Kraft liegt in der euryth­mischen Bewegung? Dem wollen wir über das Tun nachgehen.Angela Christof, Stuttgart, Deutschland

A73 

»Der Mensch lernt nicht nur so denken, wie sein Gehirn ist, sondern der Mensch lernt so denken, wie er seine Beine und seine Arme bewegen kann.« (Rudolf Steiner) 
Prof. Matthias Jeuken, Stuttgart, Deutschland

Vom Geheimnis der menschlichen Bewegung und von der Bedeutung der Eurythmie im pädagogischen Prozess.

A74 

Denken, Fühlen und Wollen und die eurythmischen Tierkreisgebärden
Tonnie Brounts, Leiden, Niederlande

Als Rudolf Steiner die zwölf Gebärden des Tierkreises für die Eurythmie einführte, gab er zu jeder Gebärde eine kurze Charakterisierung. Diese Charakterisierungen haben Bezug auf die Seelenqualitäten Denken, Fühlen und Wollen.Den Weg durch diese Qualitäten und die Tierkreisgebärden werden wir eurythmisch bewegend erforschen.

A75 

Denken – Fühlen – Wollen, Grundlage der musikalischen Arbeit Aufgezeigt an instrumentalen und vokalen Übungen
Thomas Nick, Kiel, Germany

A76 

Choir singing as a way of building community and as an impulse for the future
Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

What can music do to create community, to experience the Self and to create energy, create future? We will practice choir singing in multiple voices, work with rhythm, our breathing, listening and the silence. Singing enables us to be within ourselves and together with the other at the same time, thus uniting sympathy and antipathy. Laura Koelmans, Amsterdam, Niederlande

A77 

Speech is golden! Language acquisition as a talent of body, soul and spirit
Marianne Tellmann, Oslo, Norway

A wondrous human talent unfolds as a child learns to speak, and as language develops throughout childhood in companionship with fellow human beings.In the digital age of today: How can we best support young children, aged 1 to 8, in their efforts to develop a rich oral capacity?

A78 

»ARTISTIC SPEECH – a path in education to foster the Good, the True and the Beautiful.«
Leila A. Jenaro, Stuttgart, Deutschland

Texts are practiced and commented on the basis of the syllabus and human-cultural aspects of pedagogy.

A79 

Einblicke in die Bothmer-Gymnastik, Übungen und Arbeitsformen im Sportunterricht der Oberstufe
Gerlinde Idler, Kassel, Deutschland

Welche Bewegungsqualitäten sind für die Schüler der Ober­stufe wesentlich?Wie kann der Unterricht den Entwicklungsbedürfnissen der Jugendlichen heute gerecht werden?

A80 

Bothmer-Gymnastik
Milu Fernandez, Stuttgart, Deutschland

Die Körperübung seelisch und geistig zu erleben und dabei ganz im Menschlichen, Irdischen zu bleiben, bildet einen wesent­lichen Beitrag zur Erziehung der Kinder/Jugendlichen in der Gegenwart. Durch das Kraftgefühl (Leib), die innere Ruhe (Seele) und das Freiheitsgefühl (Geist, Ich) können wir die Bothmer-Gymnastik mit Freude neu entdecken.

A81 

Der Kochlöffel - Ein Klassiker
Stefan Elbracht, Stuttgart, Deutschland

Man vergisst ihn gerne. Er ist einfach da! Der Vorhandene ist in der Regel nur praktisch. Beim Selbstgeschnitzten kommt die Gebärde hinzu und, so wie nebenbei, das Schöne – und dies so sehr, dass die Eltern ihn gerne in die Vitrine stellen, wohin er aber nicht gehört.»Das Kind muss in diesem sechsten Schuljahr einen Begriff davon bekommen, wie sich Technisches mit Schönem verbindet …« GA 295 (6.9.1919) Das wollen wir – jeder in seinem Kochlöffel – verwirklichen. Eine erfolgreiche Aufgabe seit Schulbeginn!

A82 

»Ich arbeite in der Welt, in der die Sonne leuchtet, in der die Sterne funkeln …« 
Andreas Höyng, Stuttgart, Deutschland

Der Gartenbau ist ein Stück Lebenspraxis, in dem die Schüler sich tätig in Weltzusammenhänge einleben. Der Kurs soll anhand verschiedener Motive aus der Allgemeinen Menschenkunde (1., 3., 4., 8., 11. Vortrag) durch Betrachtungen und praktische Arbeiten die pädagogische Bedeutung des Gartenbaus erlebbar machen.

A83

Malen ist ein Entdecken
Olga Schiefer, Stuttgart, Deutschland

Die Kunst liegt in der Natur des Menschen begründet – wie entsteht aus ihr ein Bild, was sagt uns die Farbe, wie erscheint uns die Form? Kann die Farbe schmecken, die Form klingen? Die Farbe speist das Auge, die Form ist Ausdruck des Körpers, des Bewegungsmenschen. Im Agieren und Hinlauschen entsteht das Werk. Sie sind ein­ge­laden zu spielen, zu experimentieren, um die eigene Natur vielleicht neu zu entdecken.

A84 

Formenzeichnen – ein belächeltes Fach 
Renate Schiller, Stuttgart, Deutschland

Waldorfschülern wird nachgesagt, sie könnten am Ende ihrer Schulzeit mindestens einen Kreis zeichnen. Wie gut! – Immerhin erhielt am Anfang des 15. Jahrhunderts Filippo Brunellesci durch die öffentliche Demonstration des Zeichnens eines vollkommenen Kreises den Auftrag, die Domkuppel von Florenz zu erbauen, ohne dass die entscheidenden Herren der Signoria eine einzige Skizze oder ein Modell derselben zu Gesicht bekommen hätten. Und warum zeichnet der Zen-Meister täglich den ›Ensõ‹ (Kreis), mit der Gewissheit, dass aus ihm jede Geistes- und Seelenregung herauszulesen ist und dass er mit der steten Vervollkommnung des Kreises auch seine persönliche Entwicklung voranbringt? An praktisch-zeichnerischen Übungen wird solchen und anderen Fragen nachgegangen.

A85 

Frontal, cordial, radial – die drei Qualitäten eines ganzheitlichen Fremdsprachenunterrichts als Ergebnis des Umgangs mit »unseren« Schulmeditationen
Alain Denjean, Stuttgart, Deutschland

Wir werden versuchen, anhand des 9. und 10. Vortrags der Allgemeinen Menschenkunde die Schulmeditationen mit dem Fremdsprachenunterricht zu verbinden, aktuelle Ziele für eine neue Lehrergeneration zu beschreiben und uns Gedanken zur Praxis des Unterrichtens in den Fremdsprachen machen. (In deutscher Sprache; eine-Andere-Sprache-Sprechende ist willkommen).

A86 

Die Grundlegung einer Oberstufenpädagogik in der Allgemeinen Menschenkunde
André Bartoniczek, Mannheim, Deutschland

Die Allgemeine Menschenkunde enthält zahlreiche Passagen, die eine schulische Jugendpädagogik begründen. Wie lassen sich in einem Textstudium diese Anregungen herausarbeiten und welche Konsequenzen haben sie für unser aktuelles pädagogisches Tun?

A87 

»Physical Work is Spiritual«: Rudolf Steiner’s Understanding of the Spiritual Dimension of Human Activity
Prof. Dr. Peter Lutzker, Stuttgart, Germany

In the 13th lecture of The Foundations of Human Experience Rudolf Steiner explains his concept »that physical work is spiritual and mental work is a human bodily function.« In earlier lectures he develops the underlying basis for this understanding of spiritual and physical activities. In this seminar, we will explore some of the educational implications of a view of the spiritual world focused on human deeds and actions.

A88 

»Multikultur ist eine permanente menschliche Herausforderung. Jedem Künstler, aber auch jedem Menschen ist sie gestellt.« (Rafik Schami, Erzähler der Nacht) 
Christoph Doll, Berlin, Deutschland

Interkulturelle Pädagogik als Chance zu einer vorurteilsbewussten Begegnungsfähigkeit und Ermutigung zu einer diversen Gesellschaft.Wie kann die kulturelle, soziale und religiöse Vielfalt im Klassenzimmer zu Bereicherung und Ermutigung führen? Welche Anforderungen sind an die Päda­gogen gestellt im Hinblick auf Epocheninhalte, Klassengemeinschaft, Methoden? Ist die Menschenkunde tatsächlich allgemein anwendbar?

A89 

Selbstverwaltung und Dreigliederung – der Ursprungsimpuls und viele Missverständnisse
Michael Harslem, Truchtlaching b. Seeon, Deutschland

Wie es begann und was daraus geworden ist.

A90 

Ein Menschenbild als Inspirationsquelle für zeitgemäße Sozialimpulse
Robert Thomas, Zürich, Schweiz

Gibt es kulturelle Fenster und nachhaltige sozial-geschichtliche Motive, welche den Zugang zu dem anthroposophischen Menschenbild ermöglichen oder sperren? (Exemplarisches durch die französische und schweizerische Herausforderung).

A91 

Betrachtungen zu den 14 Vorträgen der Allgemeinen Menschenkunde
Stefan Grosse, Stuttgart, Deutschland

Die 14 Vorträge der Allgemeinen Menschenkunde sind ein in sich kunstvoll gegliedertes Ganzes. Es soll der Versuch gemacht werden, sich aus der Vogel­perspektive ein erstes »geo­grafisches« Bild zu machen und danach dem Aufbau, den Spiege­l­ungen sowie weiteren inneren Bezügen nachzuspüren, um auf diese Weise einen Ariadnefaden durch das Werk zu erhalten.

A92 

Was heißt: »Der Erzieher muss ein künstlerisch Schauender werden«?
Roland Halfen, Stuttgart, Deutschland

In seinem programmatischen Text »Die pädagogische Ziel­setzung der Waldorfschule in Stuttgart« forderte Rudolf Steiner vom Erzieher, er solle ein »künstlerisch Anschauender« werden – leider ohne genauere Beschreibung, wie das denn genauer zu verstehen sei. Auch in seinen Vorträgen weist Steiner immer wieder auf etwas hin, was er »Augenorientierung« oder »künstlerische Beobachtungsgabe« nennt. Erziehungskunst beginnt damit bereits im Wahrnehmen der Welt und der anderen Menschen. Der Kurs wird sich sowohl damit befassen, worum es sich dabei handelt, als auch wie man es üben kann.Prof. Dr. 

A93 

Lernen ist Leben 
Florian Osswald, Dornach, Deutschland

Was die Waldorfschulen auszeichnet, ist ihr besonderes Lernverständnis, das die Grundlage für die Gestaltung von Kindergarten und Schule bildet und das ganze Leben mit einbezieht.Im vergangenen Jahrhundert haben sich daraus viele Umsetzungsformen ergeben. In der AG wollen wir das Entstandene im Spiegel von Rudolf Steiners Lernverständnis anschauen und den Versuch wagen, wichtige Entwicklungsfelder aufzuzeigen im Sinne von »Leben ist Lernen«.

A 94 

Die Allgemeine Menschenkunde be-greifen
Antje Bek, Witten-Annen, Deutschland

Wir beginnen damit, den Menschen gemäß der Angaben Rudolf Steiners zu plastizieren, wie er es als Einstieg in die erste Menschen- und Tierkundeepoche für die 4. Klasse vorgeschlagen hat (GA 294, 7. Vortrag). Von dort aus­gehend, wollen wir uns insbesondere in Gesichtspunkte des 10. Vortrages der Allgemeinen Menschenkunde (GA 293) vertiefen.

A95 

Intervision als soziale Kunst
Richard Landl, Dortmund, Deutschland

Nach einer Einführung dazu werden erste Gesprächsübungen durchgeführt. Im Weiteren wird man gemeinsam eine komplette Intervision durchlaufen und diese ausführlich nachbesprechen. Es sollte durch die Arbeit deutlich werden, welches gerade auch für Waldorflehrer hilfreiche Instrument damit für eine intensive wechselseitige kollegiale Beratung gegeben ist, das darüber hinaus auch in vielen anderen Situationen einsetzbar ist.

A96 

Menschenkunde und Unterrichtspraxis
Dr. Albrecht Schmelzer, Mannheim, Deutschland

Rudolf Steiners Vorträge zur Allgemeinen Menschenkunde lassen sich als Skizze einer spirituellen pädagogischen Anthropologie auffassen; sie sind darauf angelegt, die Unterrichtspraxis zu befruchten. Im Kurs soll an exemplarischen Beispielen aufgezeigt werden, wie sie sich in diesem Sinne verstehen lassen.

A97 

That first lesson of the day – exploring the expectations and the essence
Trevor Mepham, England

Critiquing customs & conditions; revisiting principles.

A 98 

Mathematik in der Mittelstufe zwischen Fantasie und Vorstellung
Stephan Sigler, Kassel, Deutschland

An einigen Beispielen soll besprochen werden, wie die mathematische Urteilsbildung, die sich naturgemäß dem Vorstellungpol zuneigen möchte, durch Fantasie belebt werden kann. Insbesondere soll auch die mathematische Fähigkeitsbildung, die auch aus dem Prozess des Übens erwächst, in diesem Sinne in den Blick genommen werden.

A 99 

Aktuelle Antworten der Waldorfpädagogik auf die Dreigliederung
Dr. Albrecht Hüttig, Stuttgart, Deutschland

Die erste Waldorfschule wurde bekanntlich als Antwort auf die sozialen und politischen Erfordernisse nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges gegründet, bis ins Pädagogische eng verbunden mit der Dreigliederungsbewegung, die eine radikale Neugestaltung von Staat und Gesellschaft zum Ziel hatte, diese aber nicht erreichen konnte.Im Kurs soll die Frage nach den aktuellen sozialen und politischen Erfordernissen gestellt werden, die sich seit 100 Jahren zwar radikal verändert haben, wodurch Idee und Erkenntnisse der Dreigliederung jedoch nicht hinfällig geworden sind. Daraus folgt: Wie kann oder sollte die Waldorfpädagogik darauf antworten, nach Möglichkeit für die kommenden 20 Jahre, und das global.

A100 

Kurs zum ersten Jahrsiebt: Veränderte Lebensbedingungen und Konstitution – veränderte Kindheit!
Monika Kiel-Hinrichsen, Bonn, Deutschland

Wie finden wir aus einem spirituellen Menschenbild heraus eine schützende Bewegung für die Kindheitskräfte im ersten Jahrsiebt?Welche Bedeutung kommt hierbei der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zu und welchen Beitrag kann ich durch eigene Selbsterziehung leisten? Gemeinsam werden wir hierzu Zukunftsperspektiven aus der Menschenkunde entwickeln.

 

 

 

Das kulturelle Abendprogramm

öffentlicher Kartenverkauf unter www.orchester.waldorfschueler.de/konzerte.php

 

 

Konzert der jungen Waldorfphilharmonie

Die Idee der »Jungen Waldorf Philharmonie« ist es, jungen Musiker aus ganz Deutschland und darüber hinaus die Möglichkeit zu geben, anspruchsvolle Orchesterwerke auf hohem musikalischem Niveau gemeinsam zu erarbeiten. Außerdem soll es die Repräsentation der Waldorfschulen, als Schulen mit besonderem künstlerischem Schwerpunkt und großen Leistungspotentialen, unterstützen und einen Ort des Austauschs der SchülerInnen untereinander schaffen. All dies organisiert, von einem ca. 13 köpfigen Team, bestehend aus SchülerInnen und Studierenden. Über 20.000 Konzertbesucher und mehr als 500 begeisterte MusikerInnen gehören zum bisherigen Erfolg des Projektes.

Solistin: Dorothea Stepp Studentin an der Musikhochschule Hanns Eisler Berlin bei Prof. Antje Weithaas; Stipendiatin der Musikakademie Liechtenstein und der Akademie Heidelberger Frühling.

Dirigent: Patrick Strub
Im Anschluss an seine Schulzeit an der Freien Waldorfschule Uhlandshöhe studierte Patrick Strub zunächst Musikwissenschaft und Psychologie, anschließend Violine in Hamburg und Rom und Dirigieren in Hamburg und Siena. Einen besonderen Schwerpunkt legt Patrick Strub auf die Förderung junger MusikerInnen. Er ist für die jungen Philharmoniker der Dirigent der ersten Stunde und Spiritus Rector des Orchesters.

Programm:

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)

Ruy Blas – Ouvertüre op. 95

Johannes Brahms (1833–1897)

Violinkonzert D-Dur op. 77

Antonín Dvorák (1841–1904)

Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

 

Beethovensaal, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, Berliner Platz 1–3