Jahresempfang der Freien Hochschule Stuttgart mit Dozentin Ulrike Hans und Referentin Kristina Wojtanowski

Ein festlicher Abend: Jahresempfang der Hochschule

Vergesset nicht Freunde, wir reisen gemeinsam“ – unter dieses Motto, ein Gedicht von Rose Ausländer, stellte Dozentin Ulrike Hans in ihrer Begrüßung den ersten offiziellen Jahresempfang, zu dem die Hochschule eingeladen hatte.

„In schöner, feierlicher Atmosphäre möchten wir den heutigen Abend mit Menschen verbringen, mit denen wir sonst nur in konkreten Arbeitszusammenhängen zu tun haben“, sagte Hans. Eine Einladung für alle Freunde und Förderer der Hochschule, um einfach auch einmal Danke zu sagen für alle Unterstützung. Und um zu informieren, welche Wege die Hochschule geht und auch künftig gehen möchte. „Heute Abend geht es um Fragen zur Zukunft der Bildung – und damit um Fragen zur Zukunft unserer Gesellschaft“, unterstrich Hans. Den Rahmen für diesen offiziellen Jahresempfang hatte man bewusst locker gewählt. In der gemütlichen Cafeteria der Hochschule erwartete die Gäste ein leckeres Buffet und ein unkompliziertes Ambiente. 

 „Wenn das Unfassbare geschieht – Notfallpädagogik und ihre Bedeutung in der Lehrerbildung“ war der erste Impulsvortrag, zu dem Kristina Wojtanowski, Leiterin der Abteilung Notfallpädagogik,  von den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners von Karlsruhe nach Stuttgart gekommen war. Sie vertrat an diesem Abend Bernd Ruf, den geschäftsführenden Vorstand, der zu einem notfallpädagogischen Einsatz nach Indonesien aufgebrochen war. Denn die Karlsruher Notfallpädagogen sind mit ihrem einmaligen Konzept, das sie auf Basis der Waldorfpädagogik entwickelt haben, weltweit unterwegs. Die Hochschule hat in diesem Jahr damit begonnen, Module dieser Ausbildung als Wahlfach für die Studierenden anzubieten. „Die Grundlagen sollte jeder kennen, der mit Kindern zu tun hat“, unterstrich Wojtanowski. Denn es geht um die Hilfe bei der Bewältigung von Traumata, Wunden der Seele, die auch durch traumatische Erlebnisse im heimischen Umfeld hierzulande ausgelöst werden können.

 „Wir freuen uns sehr über diese Kooperation mit den Notfallpädagogen“, unterstrich Prof. Dr. Tomáš Zdražil in dem zweiten Impulsvortrag des Abends: „Schule von morgen – Lehrer/innenbildung an der Hochschule“. Denn das Ziel der ältesten Lehrerbildungsstätte für Waldorflehrerinnen und -Lehrer, der heutigen Stuttgarter Hochschule, ist es, Waldorfpädagogik auch am Zeitgeschehen auszurichten. So ist die Gründung des von Tessin-Lehrstuhls für Medienpädagogik, die Auseinandersetzung mit dem digitalen Zeitalter, der zweite große Schritt, den die Hochschule in diesem Jahr ging. „Prof. Dr. Edwin Hübner hat ein Medienkonzept entwickelt, das sich an der gesunden Entwicklung der Kinder ausrichtet wenn es um digitale Kompetenz geht", führte Zdražil aus.

"Wir möchten junge Menschen begeistern für ein Studium bei uns. Damit die Waldorfpädagogik, die 2019 ihren 100. Geburtstag feiert, gekräftigt nach vorne treten kann", unterstrich Zdražil.