Junge Waldorflehrer/-innen beim Kolloquium mit dem Leiter der Pädagogiscvhen Sektion des Goetheanums, Claus-Peter Röh

Eine Tagung junger Waldorflehrer/-innen zu Gast an unserer Hochschule

Austausch, Verbindung und Vernetzung: Dieses Wochenende wurde zum Auftakt für ein Kolloquium junger Waldorflehrerinnen und –lehrer, das sich künftig kontinuierlich treffen und miteinander arbeiten möchte.

„Es ist der schönste Beruf der Welt“, unterstrich Claus-Peter Röh in seinem Impulsvortrag mit einem Lächeln. Der Leiter der Pädagogischen Sektion in Dornach war eingeladen worden, die Tagung vor recht kleinem, aber feinem Kreis zu eröffnen. „Bald wird die Verantwortung für die Fortführung und Weiterentwicklung der Waldorfpädagogik in unsere Hände gelegt werden. Wie wollen wir dieser großen Aufgabe entgegengehen? Wie wollen wir uns miteinander verbinden? Wie können wir uns gegenseitig stärken und uns darauf vorbereiten?“ Mit diesen Worten hatte ein engagierter Vorbereitungskreis zu einem Treffen nach Stuttgart eingeladen.

Gerne fungierte die Hochschule als Gastgeberin und begrüßte einige ihrer ehemaligen Studierenden, die inzwischen mit beiden Beinen im beruflichen Leben stehen. „Ich habe vor einem knappen Jahr mein Studium hier beendet. In meinem Kollegium gibt es nicht sehr viele wirklich junge Kollegen oder Kolleginnen. Von daher freue ich mich sehr über diesen Austausch“, erzählte eine Teilnehmerin. Dabei ist die Definition „Jung“ durchaus großzügiger gefasst. „Ich bin Angfang 40, aber neu in meinem Beruf, sehe mich also auch als Junglehrerin“, formulierte es eine andere Kolloquims-Teilnehmerin.

In der „Allgemeinen Menschenkunde“, den ersten pädagogischen Kursen zur Lehrerbildung, formulierte Schulgründer Rudolf Steiner sehr nachdrücklich, welch fundamentale Bedeutung Initiative und Begeisterungsfähigkeit für Waldorflehrerinnen und –lehrer haben. Hier legte Claus-Peter Röh einen Schwerpunkt in seinem Vortrag. „Wo stehen wir heute mit der Waldorfpädagogik und der Anthroposophie, wo leben sie in unserem Schulalltag? Nur, wenn wir wirklich aus der Not der Zeit die Aufgaben sehen, schaffen wir die Impulse für die Zukunft“, betonte er.

Bereits im Oktober möchte man wieder in Stuttgart zusammen kommen. Ein erstes Ziel ist dann die gemeinsame Vorbereitung eines Forums für junge Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen des internationalen Stuttgarter Kongresses „Am Anfang steht der Mensch“ im September 2019.