Geburtstagsbesuch des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann in der Freien Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik

Geburtstagsbesuch vom Ministerpräsidenten

100 Jahre Waldorfpädagogik, geboren bei uns auf der Stuttgarter Uhlandshöhe – „ein guter Moment, dass der Ministerpräsident das einmal würdigen kann“, unterstrich Winfried Kretschmann bei seinem Besuch auf Einladung der Anthroposophischen Gesellschaft.

Natürlich durfte ein Besuch in der Hochschule nicht fehlen in dem kompakten, minutiös geplanten Programm. Prof. Matthias Jeuken nutzte die zehn vorgesehenen Minuten, um gemeinsam mit Prof. Dr. Tomáš Zdražil dem Ministerpräsidenten den Lehr- und Forschungsschwerpunkt Medienpädagogik im Studiengang für die Waldorflehrer*innen von morgen vorzustellen. 

„Bildung als Lebensweg“ hatte Winfried Kretschmann seinen Vortrag übertitelt, den er im Anschluss im Rahmen der „bildungsART“, unserer großen Tagung des campus A, im benachbarten Rudolf Steiner Haus hielt. „Ich beglückwünsche Sie seitens der Hochschule, dass Sie die große Herausforderung der Digitalisierung angenommen haben“, betonte er hier. „Ich bin hoch erfreut, dass Sie sie ins Zentrum nehmen.“ Digitalisierung der Gesellschaft sei eine Chance, wenn es gelänge, sie richtig zu nutzen. Im Rahmen des Digitalpaktes, der die öffentlichen Schulen betrifft, sei es nur um Geld gegangen – „ aber niemand hat darüber geredet, was man damit macht.“ Dabei sei es die Pädagogik, die die Digitalisierung führen müsse. Hier sei wichtige Zeit verloren worden. „Jetzt müssen wir uns mit hohem Tempo damit befassen, was wir wollen“, unterstrich er. „Üben Sie Macht aus – im kreativen, gestalterischen Sinne“, schrieb er uns dabei ins Stammbuch. 

Baden Württembergs Ministerpräsident kommt aus einer Lehrerfamilie und übte diesen Beruf auch selber aus. So warf er einen kompetenten und nicht zuletzt vor allem im besten Sinne lebensweisen Blick auf das Thema Schule und Pädagogik. „Tablets können das nicht leisten, worauf es beim unterrichten ankommt“, betonte er. „Es hängt unglaublich viel von der Persönlichkeit des Lehrers ab.“ Die Waldorfschulen würdigte er als einen Ort, an dem Kinder sich entfalten und ihrem ganz persönlichen Lebensweg folgen könnten.

In der anschließenden Podiumsdiskussion entspann sich ein engagiertes Gespräch mit den vielen jungen Studierenden und Auszubildenden aus den acht verschiedenen Einrichtungen des campus A.