Klausurtag mit den Waldorfschulen an der Freien Hochschule Stuttgart - Seminar für Waldorfpädagogik

Klausurtag mit den Waldorfschulen: Ein intensiver Austausch

Wie kommen unsere frisch gebackenen Waldorflehrer*innen in den Schulen im Land an? Von Mentorierung bis Forschung und der Frage nach der Lehrerpersönlichkeit an sich reichte die Themenpalette unserer Klausurtagung.

"Das allerwichtigste ist die Haltung, die Achtung, mit der wir als Waldorflehrer und -lehrerinnen vor die Kinder treten", brachte es es eine Lehrerin auf den Punkt, die deutlich aus einem großen, eigenen Erfahrungsschatz schöpfte. Wie aber wird man zur Lehrerpersönlichkeit? Wie ergreift man die Hintergründe der Waldorfpädagogik für sich selber? "Es ist natürlich ein Unterschied, ob jemand fünf Jahre bei uns studiert, Zeit hat für eine wirkliche innere Schulung und Reifung, oder ob wir von der Haltung bis zur Methodik alles in eineinhalb Jahren vermitteln", unterstrich Prof. Dr. Peter Lutzker von der Hochschule.

Eingeladen waren die Waldorfschulen aus Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. Sind unsere Studierenden gut vorbereitet, wenn sie an die Schulen im Land gehen? Dieser Austausch zwischen Schulalltag und Studium ist wichtig "für ein immer neues Feintuning unserer Ausbildung", wie es Prof. Matthias Jeuken formulierte.

Waldorfschule im digitalen Zeitalter ist das Forschungsprojekt, das die Hochschule mit ihrem neuen von Tessin-Lehrstuhl für Medienpädagogik plant. Im Mittelpunkt soll die Didaktik aller Schulfächer stehen im Hinblick auf indirekte und direkte Medienpädagogik. Hier ist man vor allem auf eine direkte Zusammenarbeit mit den Schulen angewiesen. Denn es geht um Forschung in der pädagogischen Praxis. "Im Prinzip entwerfen wir die Waldorfpädagogik 2030", sagte Prof. Lutzker.
"Ein tolles Projekt - wirklich am Puls der Zeit", freute sich eine Lehrerin.