Notfallpädagogik gehört jetzt zur Ausbildung von Waldorflehrkräften

Neu im Studienprogramm und als Weiterbildung: Notfallpädagogik

"Jeder, der mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, sollte ein Grundverständnis von der Problematik haben, die Traumata hervorrufen können", sagte Bernd Ruf zum Auftakt unserer neuen Ausbildungsreihe.

"Wir gehen einer Zukunft entgegen, in der es in jeder Klasse zwei bis fünf traumatisierte Kinder geben wird", betont Bernd Ruf, der Mitbegründer der Notfallpädagogik und Leiter unserer neuen Ausbildung. Eine Zusammenarbeit zwischen den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. und unserer Hochschule, die eine große Bereicherung unserer Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern darstellt. Denn für unsere Studierenden gehören die beiden Blockwochen im Jahr zum normalen Curriculum. Als externe Weiterbildung buchbar kann man ebenfalls daran teilnehmen und sie mit zusätzlichen Wochenendblöcken zu einer zertifizierten Ausbildung vervollständigen.

Millionen von Kindern und Jugendlichen durchleben jährlich traumatische Erlebnisse. Fast alle werden mit ihren Erfahrungen und Erinnerungen alleine gelassen. Dabei können unverarbeitete Traumata auch noch nach Jahren zu schweren Symptombildungen führen und die Entwicklung des Kindes und Jugendlichen nachhaltig stören. "Schließlich landen sie am Rande der Beschulbarkeit", führte Ruf in der Einführung zur ersten Blockwoche aus. Wie kann Schule in solchen Fällen ein Ort des Schutzes und der Orientierung sein? Wie können Lehrkräfte die Symptome eines Traumas erkennen? Was für stabilisierende Maßnahmen auf Grundlage der Waldorfpädagogik gibt es? Auf die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wartet noch eine spannende, intensive Ausbildungszeit!