Die Studierenden des Bereiches Klassenlehrkraft an Waldorfschulen mit Nebenfach trafen sich zum fachübergreidfenden Unterricht

Neuer Griff im Stundenplan: Ein Einblick in alle Fachjahre

"Rhythmus" ist allen gemeinsam: Mit diesem verbindenden Begriff gestalten derzeit alle sechs Fachbereiche, von Handarbeit bis Medienpädagogik, eine gemeinsame Epoche

"Für die Kollegien an einer Waldorfschule ist es ein Ideal: Wie gelingt es uns, daß wir einen Einblick bekommen in den Fachbereich des anderen", führe Dozent Ruprecht Fried zur Begrüßung aus. An der Waldorfschule unterrichtet jede Klassenlehrkraft auch ein Nebenfach. Handarbeit, Kunst, Sport, Musik, Englisch und Medienpädagogik - in Stuttgart tauchen die Studierenden für ein ganzes Jahr vollkommen in ihr Fachgebiet ein, um sich zu Spezialisten entwickeln zu können. Das sogeannante Fachjahr liegt im zweiten Bachelorjahr. Um hier späteren Idealen und heutigen Verbindungen untereinander gerecht werden zu können, entschloss man sich jetzt zu einem neuen Griff im Stundenplan. Zwei Wochen lang finden sich alle Studierenden der sechs Fachrichtungen morgens für knapp zwei Stunden zusammen. In der fachlichen Demonstration jedes Bereiches sollen die verschiedenen Facetten des gemeinsamen Unterrichtens im Sinne der Waldorfpädagogik aufleuchten.

Dass Rhythmus dabei mehr ist als Musik, machte gleich das erste Brainstorming mit Prof. Stephan Ronner deutlich: Struktur, Ordnung, Alltag, Individualität...viele Stichpunkte, die die gemeinsamen pädagogischen Themenbereiche gleich mit ansprachen.