Zum Hauptinhalt springen

Vom Sprechen zur Kunst

Sprache berührt. Sprache erzählt. Sprache kann verwandeln – Menschen, Stimmungen, ganze Räume. Im Fachstudienjahr Sprachgestaltung lernst du, diese Kraft bewusst zu nutzen und künstlerisch zu gestalten.

Das Studienjahr verknüpft auf einzigartige Weise das handwerkliche Training des sprachlichen Instruments mit der künstlerischen Arbeit an poetischen Texten aller Art. Du übst täglich:  in Sprechtechnik und Stimmbildung, in Sprechchor und Schauspiel, in Poetik und Metrik. Du liest und erarbeitest Literatur – sei es die klassische Tragödie oder einemodernen Kurzgeschichte – und bringst sie, angeleitet und in eigenen Projekten, auf die Bühne. In den Projekten findet auch Slam Poetry ihren Platz. Kreatives Schreiben und Erzählen, Literaturgeschichte und Anthropologie des Sprechens ergänzen das künstlerische Kernstudium. Allgemeine Bewegungsschulung, Eurythmie, Bothmer-Gymnastik, Fechten und Fünfkampf steigern das Körperbewusstsein und machen erfahrbar, wie eng Sprache und Leib miteinander verbunden sind.

Die Fachausbildung wird von den Dozent:innen täglich mit persönlichen Gesprächen, Korrekturen und Impulsen begleitet. Gleichzeitig entsteht im gemeinsamen Üben, Proben und Auftreten eine intensive Gruppenatmosphäre, die das Lernen trägt: vertraut, offen und mutig. Zum Abschluss des Jahres präsentieren die Studierenden ein eigenes performatives Programm – eine öffentliche Aufführung, die zeigt, was ein Jahr intensiver Spracharbeit bewirken kann.

In jedem Studienjahr finden Praktika in verschiedenen Berufsfeldern statt.

"Ich fange an, Sprache feiner wahrzunehmen und differenzierter einzusetzen. Im Sprechen habe ich neue Ausdrucksregister entwickelt und meine Freude an der Bühnenkunst entdeckt. [...] Die Dozentinnen begegnen uns auf Augenhöhe und sind Vorbilder und Mitgestaltende zugleich. Es entsteht ein Raum, in dem man lernen und sich ausprobieren kann, ohne Angst vor Fehlern." Martina Rätz, Studierende im Bachelor Waldorfpädagogik mit Zweitfach Sprachgestaltung