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Das Programm

Vier Tage intensiver Austausch rund um die Waldorfpädagogik, vier Tage zum Auftanken, Vernetzen, Freude miteinander haben.

Anmeldeschluss ist der 18. Juli 2026
 

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Vorträge - öffentlich

(ohne Akademieteilnahme Eintritt 8 Euro; für Studierende kostenfrei)

Erziehung heute – Was unsere Kinder jetzt brauchen 
Die heutige Lebenswelt von Kindern ist unter anderem von Wertepluralismus, Digitalisierung, Bewegungsarmut und Konsumorientierung geprägt. All das hinterlässt in der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung Spuren. Von allen Bildungsinstitutionen - ob Familie, Kindergarten oder Schule - ist daher Verantwortung gefordert. Derweil ist die Debatte darüber, was gute Erziehung heute ausmacht, alles andere als einfach. Es kursieren viele Mythen und Moden, soziale Medien haben einen immer größeren Einfluss auf unsere Kinder und auch die Frage nach der Werteorientierung bleibt häufig unbeantwortet.
Im Vortrag soll daher ein Blick auf wissenschaftlich fundierte Kriterien für eine gelingende Erziehung und erfolgreiche Bildung unserer Kinder geworfen werden.
 

Bildung im Horizont künstlicher Intelligenz – Plädoyer für eine anachronistische Pädagogik 
KI verspricht Entlastung und Effizienz – und provoziert damit die Pädagogik in ihrem Kern. Denn mit digitaler Technik lösen sich gewachsene Sinnzusammenhänge auf; zurück bleibt eine Erfahrung von Ortlosigkeit. Wenn Wissen jederzeit verfügbar, Urteile algorithmisch vorbereitet sind, stellt sich die Frage, worin dann noch der spezifische Bildungsauftrag besteht? Der Vortrag fragt, inwiefern Waldorfpädagogik als "notwendiger Anachronismus" zu verstehen ist, und zwar nicht im Sinne eines nostalgischen Rückzugs, sondern vielmehr als bewusste Gegenbewegung, die den pädagogischen Kern behauptet.

Kann Schule gesund machen? 
Wenn man an Kinder und Jugendliche in der Schule denkt, fallen einem heute eher blasse, ängstliche, gestresste, bewegungsarme und unlustige junge Menschen ein. Oft erleben wir, dass wir gegen die Wirkungen dieser Institution sogar gesunden Ausgleich suchen müssen. Wie müssten wir die Schule der Zukunft gestalten, damit sie umfassend bildend und sogar "gesundheitsbildend" wird? Wie wird sie ein Ort, der leiblich, seelisch und geistig guttut und bereichert?

Klassenlehrer:innenfortbildung 1-8

Der erste Schultag ist für die Kinder ein lang erwartetes Ereignis. Mit Spannung und großer Erwartung begegnen sie ihrem Klassenlehrer oder ihrer Klassenlehrerin, der/die ihnen in den nächsten Jahren zur "geliebten Autorität" und zum Vorbild werden wird. 

Das Programm der 19. Sommerakademie soll uns während des Kurses als Frage begleiten, wie auf der Grundlage der Allgemeinen Menschenkunde eine pädagogische Beziehung im Unterricht aufgebaut und wirksam werden kann, sodass Bildungsräume entstehen, die die Kinder zukunftsfähig stärken.

Wir werden uns bewegen, singen und den rhythmischen Teil für das erste Schuljahr anlegen und uns einen Überblick über die Epochen des Schuljahres erarbeiten. Dabei sollen sowohl der menschenkundliche Hintergrund als auch methodisch-didaktische Aspekte erläutert werden. Elemente des "bewegten Klassenzimmers" werden auftauchen. Das Formenzeichnen, Schreiben und Rechnen wollen wir anhand von praktischen Beispielen in der gemeinsamen Arbeit und im Austausch erleben. Das Erzählen von Märchen, den sinnigen und jahreszeitlichen Geschichten runden den Kurs ab. Die Vorbereitung und Durchführung von Elternabenden und Elterngesprächen wird ebenfalls zur Sprache kommen. Immer wieder wird auch Raum sein, um Fragen zu beantworten und um Arbeitsmaterial auszutauschen.

 

Wie der große Schritt in der Entwicklung des Kindes, der Übergang vom Kindergarten in die Schule gestaltet werden kann, soll in dem Kurs für die Vorbereitung auf die erste Klasse erarbeitet werden. Die menschenkundlichen Grundlagen und das Anlegen von Gewohnheiten und Ritualen, um den Kindern zu helfen ihren Platz in der Klasse zu finden, sind hierbei zentrale Themen. Die Einführung der ersten Epochen und die Grundlagen des Rechnens, Lesens, Schreibens, des Formenzeichnens und deren methodisch-didaktische Umsetzung und Differenzierungsmöglichkeiten im Unterricht sollen betrachtet werden. In praktischen Einheiten werden Übungen zum Erzählen, der rhythmischen Arbeit und Bewegungsübungen mit und ohne bewegtes Klassenzimmer gezeigt. Auf die Elternarbeit und die Gestaltung des Jahreslaufs wird geschaut.

Bekanntem – neu Begegnen

Die zweite Klasse – ein spannendes Schuljahr voller vertrauter Strukturen und neuer Rollen! Die Kinder kommen nach den Sommerferien gestärkt und selbstbewusst zurück: Sie sind nun nicht mehr die Kleinsten, sondern dürfen die neuen Erstklässler willkommen heißen und ihnen die ersten Schritte in der Schule erleichtern. Dieses neue Selbstbewusstsein und die Sicherheit im Umgang mit dem bereits bekannten Stoff bilden die perfekte Grundlage für ein Jahr voller kreativer Vertiefung.

In dieser Fortbildung schauen wir, wie man die Inhalte der ersten Klasse immer wieder frisch und spielerisch erleben kann: vom Rechnen über Schreiben und Lesen bis hin zu Formenzeichnen und Erzählen. Kinder sollen sich sicher fühlen, sich ausprobieren können und Freude daran haben, Bekanntes auf neue Weise zu entdecken – sei es beim kleinen Einmaleins, beim Kopfrechnen, beim ästhetischen Schreiben oder beim Erfinden eigener Geschichten.

Wir beschäftigen uns mit Methoden, die Wiederholung spannend machen: Spiele, kreative Übungen, kleine Projekte oder praktische Aufgaben, die das Erlernte lebendig halten. Fabeln, Legenden und Naturgeschichten bieten einen reichen seelischen Erlebnisraum und regen die Kinder an, über Stärken, Schwächen und soziale Zusammenhänge nachzudenken.

Neben der inhaltlichen Arbeit liegt ein Schwerpunkt auf der Förderung von Eigenständigkeit, sozialer Kompetenz und Arbeitshaltung. Rituale, sinnliche Erfahrungen und gemeinsames Tätigsein unterstützen die Kinder darin, Gelerntes sicher zu verankern – und den Übergang zu neuen Lerninhalten spielerisch vorzubereiten.

Diese Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte, die neugierig sind, wie man die zweite Klasse spannend gestaltet: Ein Jahr, in dem Kinder lernen, sich selbst zu vertrauen, bekannte Inhalte immer wieder neu zu entdecken – und dabei jede Menge Freude am Lernen erleben.

Es ist von großer Bedeutung, dass der Lehrer das richtige Verhalten gegenüber dem 9 bis 10 jährigen Kind finden kann, "damit dann das richtige Licht von solch einem Verhalten auf das ganze Leben des Kindes ausgestrahlt werde."(Rudolf Steiner) 

Das Kind im Rubikon fragt im Gefühl nach seinem eigenen Ursprung. Die selbstverständliche Verbundenheit mit der Welt, das Sicherheitsgefühl geraten oft ins Wanken. Was bedeutet der Ich-Einschlag des Rubikon für das Kind und die Begegnung mit ihm? Ausgehend von der menschenkundlichen Situation des Drittklässlers wollen wir die einzelnen Epochen betrachten und uns einen Überblick über den Lehrplan der dritten Klasse erarbeiten. Dabei werden uns unter anderem folgende Fragen beschäftigen: WelchenBezug zum Rubikon haben die einzelnen Epochen? Welche Anregungen methodisch-didaktischer Art ergeben sich daraus? Wie können die Epochen aufgebaut und gestaltet werden, was ist zu bedenken? (Inhalte, Material, Üben, Literaturempfehlungen, Austausch) Wie wecken wir soziale Fähigkeiten bei den Kindern?

Zu Beginn jeder Einheit werden wir uns praktisch übend mit Bewegung, Liedern und Sprüchen in den rhythmischen Teil der dritten Klasse einarbeiten. Eine Einheit soll dem Thema der Elternarbeit (Elternabende/konstruktive Gesprächsführung) gewidmet sein.

Mitte der Klassenlehrerzeit – Ermutigung und zunehmende Selbstständigkeit

Die durch den Rubikon angestoßenen Entwicklungen werden in den Epochen der 4. Klasse auf wunderbare Weise aufgegriffen. Sie können den Schülerinnen und Schülern während dieser Umbruchsituation in kraftvollen Bildern und eindrücklichen Erlebnissen zur Orientierung verhelfen und das Selbstwirksamkeitserleben stärken. 

In der Vorbereitung auf das 4. Schuljahr beschäftigen wir uns mit den menschenkundlichen Hintergründen und verschaffen uns einen Überblick über die anstehenden Epochen: Heimatkunde, Flechtmuster, Bruchrechnen, Sprachlehre, Menschen - und Tierkunde.  Wir entwickeln Ideen und werden auch praktische Erfahrungen machen. Außerdem widmen wir uns neben den methodisch- didaktischen Gesichtspunkten der Pflege einer guten Klassengemeinschaft und der Elternarbeit. Auch Themen wie der Umgang mit Konflikten, jahreszeitliche Gestaltung und Möglichkeiten der eigenen Vorbereitung und Gesunderhaltung werden beleuchtet.

"Ich schaue in die Welt (…) Ich schaue in die Seele…"

Die Mitte der Kindheit. Rhythmus und Harmonie im Hauptunterricht der 5. Klasse 

Wir blicken freudig und heiter darauf, dass für die Kinder zum fünften Mal ein Schuljahr beginnen wird. Da ist es ganz klar, dass wir uns hochgebildet und als echte Kulturmenschen fühlen. Wir lernen leicht und schnell und merken uns tausend Inhalte fast ganz selbstverständlich von selbst. Erscheinung und Wesen fühlen sich an wie Eins. Was nicht schön und wahr ist, oder relativiert und ausdiskutiert werden muss, heben wir uns besser für nächstes Jahr und die Zeit der Vorpubertät auf. Misserfolge und Streit empfinden wir noch nicht so persönlich und es weht ein olympischer Geist durch das Jahr und die Klassengemeinschaft…

Für die Vorbereitung auf den Hauptunterricht der 5. Klasse spielt dabei alles Künstlerische eine wichtige Rolle. Die Geografie Epoche und die Geschichtsepochen über Ägypten und Griechenland ermöglichen ein neues Verständnis für die Welt, ebenso die Epochen in Pflanzen- und Tierkunde. Weitere Themen der Vorbereitungstage für die 5. Klasse sind: ein Jahres- und Epochenüberblick, Wochenplanung, Übungen in Mathematik, Hauptunterricht, Kunst-Parallel-Epochen, Deutschunterricht in Grammatik, Rechtschreibung, Satzbau und Lesefähigkeit, individuelle Projekte, Kunst, Erzählstoff, Themen der Klassenführung und nicht zuletzt auch Raum für Vertiefung, Austausch und Offenheit für die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Entfaltung im 12. Lebensjahr begleiten - Wirklichkeiten klärend erkennen lernen

Mit Blick auf den jeweiligen Entwicklungsstand der heutigen Sechstklässler/innen gilt es ein reichhaltiges Schuljahr zu gestalten: In den Anfängen der Pubertät lebend werden die Schüler/innen reif für kausale Zusammenhänge. Ihre hochempfindsame Gemüts- und Willenswelt sehnt sich nach erster kühlenden Abstraktion.

Die Physikepochen holen die Kinder auf besondere Weise in ihrem neuen Bedürfnis ab: Aus der genauen Beobachtung eines Phänomens heraus artikulieren sie ihre eigene Wahrnehmung, üben auf diesen fußend zu schlussfolgern und schließlich mittels dem eigenen Denken erste sachgemäße Urteile zu fällen. Dabei dürfen sie zunehmend das Vertrauen in das Zusammenspiel von eigenem Fühlen und Denken vertiefen und ruhespendende Sicherheit in klärendem geordneten Vorgehen entwickeln.

Am Beispiel dieser Epochen werden menschenkundliche Aspekte im Zusammenspiel mit Unterrichtsinhalten und dem geordneten Vorgehen des Dreischritts gründlich angeschaut. An exemplarischen Gestaltungsmöglichkeiten der folgenden Epochen soll weiter geforscht werden, wie wir dem sich öffnenden Lernraum gerecht werden können: Sprachlehre, Geschichte, Geographie, Mathematik anhand von Prozent- und Zinsrechnen sowie darstellende Geometrie mit Zirkel und Geodreieck. 

Neben den Anregungen für die Malstunden und die Bereiche der Beziehungskunde und Medienpädagogik sollen diejenigen für die sprachliche, musikalische und schauspielerische Arbeit mit den 6. Klässler/innen nicht fehlen.

Kann man auch in den anderen Epochen der Entwicklungstendenz zur begin- nenden Abstraktion und zugleich der großen Empfindsamkeit dieser Altersstufe gerecht werden? 

Aufbruch in neue Welten – Horizont erweitern, Welt entdecken, Orientierung vermitteln

Die siebte Klasse stellt einen bedeutsamen Entwicklungssprung dar: Die Jugendlichen treten in eine Phase ein, die von Entdeckergeist, kritischem Hinterfragen und gesteigerter Selbstreflexion geprägt ist. Sie suchen neue Erfahrungen und entwickeln ein vertieftes Verständnis von Mitmenschen und Umwelt. Lehrkräfte sind gefordert, diesen Prozess kompetent und mit innovativen Impulsen zu begleiten.

Unser Vorbereitungskurs vermittelt fundierte Grundlagen für ein Schuljahr, das hohe fachliche Anforderungen mit vielfältigen pädagogischen Gestaltungsmöglichkeiten vereint. Gemeinsam erschließen wir die zentralen Epochen der 7. Klasse – Sprachlehre, Geschichte, Erdkunde, Astronomie, Ernährungs- und Gesundheitslehre, Mathematik, Geometrie, Physik und Chemie – und reflektieren deren didaktische wie auch entwicklungspsychologische Relevanz.

Ziel ist es, dass Sie nicht nur gut vorbereitet, sondern mit Klarheit, Schwung und neuen Ideen in das kommende Schuljahr starten.

Bündeln und Abrunden

Am Ende der Klassenlehrerzeit, mitten in den heftigen Wirren der Pubertät, stehen die Jugendlichen am Scheideweg. Gerade hält noch liebgewonnenes Altes und verheißt letzte Sicherheit. Doch lockt auch der Ruf nach Selbstbestimmung und Freiheit. Zwischen diesen Polen eingespannt, neigen sie sich bald hier, bald dorthin.
Wir Unterrichtenden sehen uns, bevor wir unsere Schützlinge in die Oberstufe entlassen, vor vielfältige An- und Herausforderungen sowie Aktivitäten gestellt. Das große Abschlussfinale soll es werden! Immer wieder begleiten uns die Fragen: "Hab ich meine Schüler:innen für das Kommende gut vorbereitet? Wie bringe ich die ganzen angefangenen Stränge zu einem Abschluss? Und: Wo nehme ich die Kraft dazu her?"
Dieser Kurs möchte Wege suchen, Möglichkeiten aufzeigen. Die Fragen und Wünsche der Teilnehmenden spielen eine wichtige Rolle. Sie werden vor Beginn erhoben und bilden das Gerüst der Kursinhalte.
 

Seminare

Zeitgleich zur Klassenlehrer:innenfortbildung - für Oberstufenlehrer:innen und Interessierte

Wie funktionieren neuronale Netze und was ist das technische Grundprinzip von ChatGPT? Was ist eigentlich "künstliche Intelligenz (KI)"? Welchen Einfluss hat die sogenannte KI auf unseren Alltag? Welche zukünftigen Entwicklungen sind zu erwarten? Wie könnte die Pädagogik mit Textgeneratoren wie ChatGPT umgehen? Welche ausgleichenden Gewichte können in der Oberstufe im schulischen Alltag verstärkt werden? 

Weitere mögliche Themen: Technische Prinzipien der virtuellen Räume. Bewusstseinsgeschichtliche und technikgeschichtliche Hintergründe der gegenwärtigen Technologien. Grundzüge eines entwicklungsorientierten Mediencurriculums an der Waldorfschule.

Die entscheidende Frage für die Waldorfpädagogik der Zukunft ist die Klärung ihrer ideellen Grundlagen. Es scheint kein Zweifel daran zu bestehen, dass die Anthroposophie dabei eine zentrale Rolle spielt. Die begriffliche Bestimmung der Anthroposophie ist aber keine Selbstverständlichkeit. Ist sie eine Weltanschauung oder eine Methode? Ähnlich ist auch der Stellenwert der Anthroposophie innerhalb der Waldorfpädagogik zu klären. Gehören zur Waldorfpädagogik nur bestimmte Aspekte der Anthroposophie oder die Anthroposophie als Ganzes? Wie hat es Rudolf Steiner gesehen und wie entscheiden wir uns heute?

Die heutige Jugend lebt in einem problematischen Spannungsverhältnis zwischen dem Autonomie-Verlust in der realen Welt auf der einen Seite ("Überbehütung") und einer grenzenlosen Autonomie in der virtuellen Welt auf der anderen Seite ("Unterbehütung"). Das wirkt sich lähmend auf den Willen der Jugend aus und ist ein wesentlicher Faktor für die zunehmende Depression und Angst der Jugend. Die Frage der Willensbildung ("Knowing-Doing-Gap") ist dadurch auch eine der wichtigsten pädagogischen Fragen der Gegenwart. Aber was ist der Wille und wie und mit welchen Mitteln kann man ihn erziehen? Dies hängt mit der Frage des modernen Menschen zusammen: Wie schaffen wir es, das auch wirklich zu tun, was wir wollen?

Workshops

Warum gibt es in jedem Kindergarten eine Werkbank und warum packt jede dritte Klasse gerne tatkräftig beimHandwerker mit an, der reguläre Werkunterricht beginnt aber meist erst in der 5. oder gar 6. Klasse? Geht man dieser Frage im Werk Rudolf Steiners und in der Beobachtung der jüngeren Schulkinder auf den Grund, kommt man unter Umständen zu überraschenden Erkenntnissen und möchte die Geschicklichkeit der Kinderhände und deren Verbindung zur Welt handgreiflich fördern. Wir betrachten die Möglichkeiten derMaterialvielfalt von Ästen, Papier, Wachs und Ton und gehen auch auf die Epochen der 3. und 4. Klasse ein. Kooperationsmöglichkeiten zwischen Fachkolleg:innen und Klassenlehrer:in, organisatorische Fragestellungen sowie der Unfallschutz werden ebenfalls Thema sein. Um eine eigenständig sicher anwendbare Fertigkeit im Umgang mit dem Schnitzmesser zu erreichen, wird der Schwerpunkt des Kurses im Schnitzen von für die Unterstufe geeigneten Werkstücken liegen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur Freude am Tun.

Zuerst lernen wir mit der Kreidetechnik umzugehen und schließen Freundschaft mit dem Kreidestift. Wie wirken Farben auf dunklem oder hellem Grund? Welche Farben drücken welche Stimmung aus? Welche Rolle spielt die "Lichtführung" im Bild? Wir lernen, die Proportionen der menschlichen Gestalt zu erfassen und Seelengesten der Märchenfiguren zu gestalten. Wir fragen uns, welche Bilder in den Märchen sich für ein Tafelbild eignen und welche besonders einprägsam sind. Wir entwickeln die unterschiedlichen Motive aus Farbstimmungen heraus und erfahren die Bedeutung der Anordnung der einzelnen Figuren auf der Tafel. Zum Schluss erarbeiten wir eine "stimmige" Gesamtgestaltung des Motivs auf der Tafel.

Vorkenntnisse sind für diesen Kurs nicht erforderlich.

Pädagogik lebt von der Beziehung. Rudolf Steiner sprach von den "unsichtbaren Drähten" zwischen Schüler:innen und Lehrer:innen und führte aus, dass wir so unterrichten sollten, dass das Kind "nicht von Mund zu Ohr, sondern von Seele zu Seele verstehen" könne. Wie bildet sich eine solche Beziehung? Wie schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Kinder sich uns seelisch öffnen, uns anerkennen und auf uns hören wollen? Was bildet das Fundament unserer Glaubwürdigkeit und Authentizität als Unterrichtende gegenüber Kindern und Eltern? Unsere eigene gelebte Spiritualität, unsere Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit und die fruchtbare Arbeit an uns selbst sind diesbezüglich Schlüssel, die Türen öffnen. Wir wollen in diesen Workshop auch übende Elemente aufnehmen. Er will eine Anregung zur Vertiefung und zum Erschließen der eigenen Quellen sein. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für den Unterricht und Kraftquellen für unseren anspruchsvollen Alltag.  
 

In einer Zeit in der sich das Spiel- und Freizeitverhalten und sogar der "soziale" Kontakt der Kinder und Jugendlichen mehr und mehr und immer früher schon in digitale Räume verlagert, werden echte Sinnes- und Materialerfahrungen immer wichtiger. 

Angelehnt an das Tagungsthema werden wir der gesundenden und stärkenden Qualität des plastischen Gestaltens nachspüren und Methoden kennenlernen, wie schon ab der ersten Klasse im Schulzusammenhang mit Ton gearbeitet werden kann.

Welche innere Haltung seitens der Pädagogen ist förderlich oder hinderlich für die Zusammenarbeit mit den Eltern? Woran bemerke ich, dass die Partnerschaft gelingt? Wie führe ich ein Elterngespräch? Die Kooperation mit den Eltern ist unverzichtbar für das Gedeihen des schulischen Organismus. Erkenntnisansätze der Anthroposophie werden in der Arbeitsgruppe erlebt, um aus einer inneren Haltung der Freude und des Interesses die Partnerschaft mit den Eltern zu ermöglichen.
Dass Hingabe und Unbefangenheit Krafterzeuger sind, soll erfahrbar werden, wenn wir Resonanz zulassen.
Ein Übungsseminar mit Impulsbeiträgen und Austausch.

"Spielend Lernen": die Freude am spielerischen Lernen bleibt den Kindern auch im zweiten Jahrsiebt erhalten und kann für sie eine gute Ergänzung zum schulischen Lernen sein. Ob spielerische Momente im Unterricht, gemeinschaftsbildende Aktionen oder Spiele für den Pausenhof, den Hort oder die Klassenfahrt – erlebnispädagogische Spiele bringen Leichtigkeit, Spannung und Lebensfreude in Klassen und öffnen innere und soziale Räume für spielendes, kreatives Lernen.

Die Spiele- und Erlebnispädagogik bietet mit ihrem handlungs-, erfahrungs- und beziehungsorientiertem Ansatz eine Vielfalt an Übungen und Aktivitäten, die wir in diesem Workshop in spielerischer Atmosphäre kennenlernen und ausprobieren werden, wie z.B.: Kennenlernspiele, Warm-Ups, Kreisspiele, aber auch New Games, Kooperative Abenteuerspiele, Wahrnehmungs- und Vertrauens-Übungen … – ruhig, lebendig, versunken, aufmerksam, sportlich, gemeinschaftlich, kommunikativ, kooperativ, … und kurzweilig!

Bitte bequeme Kleidung, sportliche Schuhe und Spielfreude mitbringen.

"Ohne den Tanz zu überhöhen, erkennen wir, dass in allen Tanzbewegungen ein Keim eines neuen Menschenbildes verborgen ist, die Vision eines anderen Umgangs miteinander!
Darum tanzt mit den Kindern für eine "glückliche" Zukunft, ein harmonisches Miteinander und gemeinsames Leben!"

Mit dieser Vision können Sie mich begleiten durch die einzelnen Klassenstufen und dabei altersgerechte passende Tänze kennenlernen. Für das sich entwickelnde Kind und den Jugendlichen bietet das gemeinsame Tanzen im Klassenverband nicht nur eine Sinnesschulung, sondern auch ein unkompliziertes Begegnen mit allen aus der Klasse, denn Rhythmus trägt und schafft Verbindung!
Auch können Sie Linedance ausprobieren, eine Tanzart, in der, in Reihen, unangefasst, vorgegebene (von leicht bis schwer) Schrittfolgen gemeinsam getanzt werden, denn manchmal kann es auch sinnvoll sein, wenn Bewegungsmuster ohne Fassung untereinander ein Thema sind! Alle Tänze werden angeleitet! Entsprechende Materialien können von der Dozentin erworben werden.

Einfache und unkomplizierte, ruhige und aktive Spiele für drinnen und draußen, für gutes und schlechtes Wetter, bereits mehrfach mit verschiedenen Klassen getestet, die schnell und spontan vorbereitet werden können; einfache aber spannende Tänze zum Mittanzen für Klassenfahrten, Vertretungsstunden, Elternabende und Freizeit. Wir adaptieren bei Kindern beliebte Spiele für die ganze Klasse und schauen, wie man aus einfachen Materialien ein Spiel für die gesamte Klasse entwickeln kann. 

Zukunft kann nur miteinander sinnvoll ergriffen und gestaltet werden. Wenn wir die Impulse und Intentionen des Anderen erkennen und aufgreifen lernen, kann eine Gemeinschaft Ihr volles Potential entfalten.

Im Hören offenbart sich uns laut Steiner das innere der Dinge. Was liegt da näher, als unser Hören, welches eine Ganzkörperwahrnehmung ist, zu vertiefen um einander begegnen zu können? Und wie können wir diese Hörräume für die Kinder öffnen? 

Der Workshop gibt Gelegenheit dies, auch anhand von Klanginstrumenten, miteinander zu Üben.

In diesem Workshop geht es um Projekte aus der Medienpädagogik, die man in der Klassenlehrerzeit machen kann, Schwerpunkt werden die Klassen 5 bis 8 sein. Es wird dabei auch praktisch gearbeitet werden.
Außerdem werden wir uns mit Fragen zum Umgang mit KI beschäftigen.

Dieser Workshop ist gerichtet an alle Singbegeisterte und Klassenlehrer:innen, die zusätzlich auf der Suche sind nach musikalischen Schätzen für ihre Schulkassen 1– 8. 
Anhand von internationalem Liedgut und musikalischen Spielen werden wir uns aktiv betätigen und verschiedene Arten des Singens ausprobieren. Von verschiedenen Reigen über Klatschspiele bis hin zu den Lieblingsliedern ist hier für jeden etwas dabei. Wir singen in jeder Lebenslage!

In diesem Alter lernen die Schülereinen Raum neu zu begreifen und zu verstehen. Licht-Schattenverhältnisse und schließlich die Perspektive erschaffen einen Raum, ohne dass Farbe benötigt wird. Schon die Einführung einer Grenze zwischen oben und unten lässt eine Landschaft erahnen. Bäume verleihen der Landschaft einen bestimmten Charakter. Wir beginnen mit dem hell-dunkel-Verhältnis und integrieren dann die Farben, um der Landschaft, ihrer Formensprache, eine Stimmung und einen Ausdruck zu verleihen.

Wie lasse ich Worte wahrhaftig und lebendig mit meiner Tat eins werden?
Im spielerischen Umgang mit kleinen Szenen, poetischen Texten und Übungen entdecken wir, wie  Wort und Tat eine wahrhaftige Einheit in mir bilden und meine Authentizität steigern. Die "sechs Offenbarungen der Sprache" aus Rudolf Steiners Dramatischem Kurs (GA 282) können uns eine Entdeckungsreise sein, mich selbst und die Welt neu zu erfahren, mich darin auszuprobieren und mich für mein eigenes Wahrnehmungsvermögen zu stärken.

Theaterpädagogische Improvisationen, sowie Übungen für Körper, Atembelebung und Sprechfreude werden uns täglich begleiten. Der Kurs eignet sich für die eigene Fortbildung oder um die Übungen und Spiele in der Arbeit mit Schüler*innen anzuwenden. Eigene Fragen und Themen können gerne eingebracht werden.

Bitte bequeme Kleidung und Spielfreude mitbringen!

Erste Farbbegegnungen und Verwandlungen, ausdrucksstarke Seelenstimmungen, malerische Übungen zu Tieren und Pflanzen in ihrer jeweiligen Umgebung, Landschaften zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten werden beispielhaft erarbeitet. Es wird gezeigt, wie in allen Klassen von 1-8 "aus der Farbe heraus" gemalt werden kann. Mit Hilfe eines selbsterklärenden "Aufgabenheftchens" können individuelle Wege beschritten werden.

In diesem Eurythmiekurs gehen wir auf Entdeckungsreise: zu den Klängen, Gesten und Bewegungen, mit denen sich das Innere der Welt im Menschen ausdrückt. Wir erforschen, welche Ausdrucksformen dem Menschen zur Verfügung stehen und wie Bewegung das Unsichtbare sichtbar macht.
Durch Eurythmie wird das innere Erleben körperlich erfahrbar, der Mensch spricht und singt mit seinem ganzen Wesen. So entsteht Raum für Wandlung, für neue Lebendigkeit – und für eine wohltuende Gesundung aus der Bewegung heraus.