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öffentliche Ringvorlesung: "Erziehung und Bildung in der Digitalität"

Was brauchen Kinder, die in eine digitalisierte Welt hineinwachsen? Was kann Schule für sie leisten? Dr. Susanne Speckenbach und Katinka Penert gingen der Frage auf den Grund.

"Erziehung und Bildung in der Digitalität" hatten Katinka Penert und Dr. Susanne Speckenbach von der Freien Hochschule Stuttgart ihren gemeinsamen Vortrag überschrieben - den letzten in der Reihe unserer diesjährigen öffentlichen Ringvorlesungen unter dem Titel "Pädagogik in der "neuen Normalität" – was lernen wir aus Covid 19?"

Digitalität und Digitalisierung – sie bestimmen schon lange unseren Alltag. In der Zeit der Pandemie haben sie mehr denn je unsere Begegnungskultur und unsere Zusammenarbeit geprägt. Kinder und Jugendliche erleben die Welt heute wesentlich anders als ihre Eltern, die in ganz anderen Zusammenhängen groß wurden. Katinka Penert und Dr. Susanne Speckenbach gingen in ihrer gemeinsam gestalteten Ringvorlesung den Begrifflichkeiten und Phänomenen, den Zusammenhängen und Auswirkungen auf den Grund.

Katinka Penert unterrichtet Eurythmie und Medienpädagogik an einer Schweizer Waldorfschule und ist Mitarbeiterin des von Tessin-Lehrstuhls für Medienpädagogik an der Hochschule. Sie beleuchtete die Konsequenzen, die die Digitalität, technisch vermittelte Erfahrungsformen, die Datafizierung, für unsere Wahrnehmung, die Auffassungsgabe und somit letztlich die kulturell neue Ausrichtung unserer Gesellschaft hat. Ebenso wie die Digitalisierung, die entsteht, wenn die technischen Vorgänge letztlich komplett selbstverständlich in unseren Alltag integriert werden.

Wie verlaufen Bildungsprozesse heutzutage? Wo erleben junge Menschen echte Gemeinschaft, wo erproben sie sich geistig und vor allem körperlich? Der Computer macht keinen Unterschied zwischen Mensch oder Technik. Das, was er bietet, ist geplant und vorhersagbar. Was für ein Menschenbild steht also heute hinter unserem Bildungsbegriff?

Dr. Susanne Speckenbach, selber eine erfahrene, langjährige Klassenlehrerin an Waldorfschulen, leitet heute ein Forschungsprojekt der Hochschule mit dem Titel "Zukunft Waldorfpädagogik - Bildung in digitalen Zeiten". In konkreter Praxisforschung werden Unterrichtsinhalte und -methoden hier auf den Prüfstand gestellt. Die Waldorfpädagogik bietet schon von je her Konzepte, die heute aktueller denn je erscheinen – lernen an sinnvollen Tätigkeiten, einen Stundenplan, in dem auch Bewegung nicht zu kurz kommt, der das Zusammenspiel von Kopf und Körper berücksichtigen möchte. Kann die Waldorfschule also zu einem Quellpunkt für eine Entwicklung werden, die den modernen Menschen zu einem neuen Verhältnis zu sich selbst und zur Welt befähigt?

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