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Ringvorlesung - aktuell und online

Ringvorlesung - aktuell und online

"Die Verschmutzung der Welt - und Ich? Aktuelle Krisen und Möglichkeiten ihrer aktiven Bewältigung" - zwei online-Vorlesungen, angesichts des aktuellen Zeitgeschehens 

"Wir sind in einer Welt, die Veränderung braucht. Und das wissen die Kinder. Man kann heute nicht Zeitgenosse sein, ohne zu erleben, daß unsere Gesellschaft durch eine Zeit geht, in der Not wahrgenommen werden kann", sagte Dr. Constanza Kaliks, Leiterin der Jugendsektion am Goetheanum in Dornach, in ihrer Vorlesung. 

Eindringliche Worte, die unter die Haut gingen: Das ist die prägende Erinnerung an diese kleine Ringvorlesungsreihe, die wir angesichts der Corona-Herausforderung kurzfristig organisiert hatten. 
"Die Verschmutzung der Welt - und Ich? - Aktuelle Krisen und Möglichkeiten ihrer aktiven Bewältigung" war das verbindende Thema von Dr. Constanza Kaliks und Philipp Kleinfercher, Dozent an der Freien Hochschule Stuttgart, der wenige Tage zuvor den Auftakt dieser zweiteiligen Reihe gestaltet hatte.

Die Frage nach dem Menschen und seiner Zukunftsfähigkeit – sie stand zentral in dieser berührenden Vorlesung von Philipp Kleinfercher. Sein Beitrag fand nicht nur online statt, ein kleines Publikum durfte sich auch live im Dachsaal der Hochschule zusammenfinden. 
"Die Zukunft der Welt lebt im Ich des Menschen -  Was könnten Greta Thunberg und Dag Hammarskjöld voneinander lernen?", war der Titel seines Vortrages. "Die von Greta Thunberg angestoßene Klimadebatte ist wie eine Spiegelung der Frage nach dem menschlichen Ich und seiner Zukunftsfähigkeit" – diese Zusammenhänge beleuchtete Kleinfercher sehr fundiert und anhand vieler Beispiele. Wie kommt es dazu, dass ein Mensch Kraft seiner Individualität etwas loszubrechen vermag, das schließlich der Keim einer Weltbewegung wird? Ist da etwas erwartet worden in der Welt, das sich durch Individuen erfüllt? 

Die Gewissheit, Klarheit und Unerschütterlichkeit, mit der die beiden Persönlichkeiten Thunberg und  Hammarskjöld ihre Anliegen in die Welt brachten, rührt an die Frage des menschlichen Gewissens. Was könnten die beiden in einem fiktiven Austausch des jungen Mädchens mit dem bereits 1961 verstorbenen UN-Generalsekretär letztlich voneinander lernen könnten, ging in den Worten Kleinferchers mehr über in die Tatsache, dass sie wohl vor allem eine Gemeinsamkeit verbindet: Eingespannt sein in eine große Aufgabe für die Welt. Eine Vorlesung, die noch dazu stattfand mitten in der Johanni-Zeit, die Rudolf Steiner, wie Kleinfercher bemerkte, als Zeit des Gewissens bezeichnete.

Wie kann und soll die Zukunft der Erde aus unserem Ich heraus neu gestaltet werden?
"Vom Lernen der Welt als Weltverbundenheit" war das Thema der Vorlesung von Dr. Constanza Kaliks, die online vor kleinem, aber feinem Publikum stattfand. 
"Wie empfangen wir die Kinder in einer Welt, von der wir selber in so vielen Beriechen nicht überzeugt sind, dass sie so ist, wie wir sie gerne hätten?", fragte Kaliks, die selber 20 Jahre als Waldorflehrerin tätig war, und machte deutlich, welch große Verantwortung in der heutigen Zeit auf den Beruf des Lehrers und der Lehrerin zukommen. Im Folgenden beleuchtete sie im Prinzip die Grundsäulen der Waldorfpädagoik, die das Kind auf seinem Weg in die Welt betreuen und begleiteten möchte, in dem sie sein ursprüngliches festes Vertrauen pflegt  - die Welt ist gut, die Welt ist schön, die Welt ist wahr! "Die Kinder haben eine absolut legitime Erwartung, dass die Welt sie so empfängt, dass sie selbst tätig werden können", betonte Kaliks.

  • online-Ringvorlesung von Philipp Kleinfercher, Dozent Freie Hochschule Stuttgart, Seminar für Waldorfpädagogik

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