Hilfe für Griechenland: Ein Kurs packt an

18 Studierende des B-Kurses reisten für zwei Wochen nach Athen, um dort beim Aufbau der ersten Waldorfschule des Landes mitzuhelfen.
Der Kontakt nach Athen wurde durch Michaela Escher, Dozentin für Malerei, hergestellt, deren ehemaliger Schüler aus der Freien Waldorfschule in Pforzheim, Archontis Karanasios, ein Mitbegründer der Waldorfschule in Athen ist.

Mit der Unterstützung des Stuttgarter Spielgerätehersteller KuKuk entstand ein Spielplatz im Außengelände. Der gemeinnützige Verein TRIANEMI (zu Deutsch: Drei Winde) steht für ein Kollektiv von zwanzig Eltern, Pädagogen und Freunden der Waldorfpädagogik in Griechenland. Angesichts der vielschichtigen und anhaltenden Krise in Griechenland ist es diesen Menschen ein Anliegen, eine beispielhafte Pädagogik zu etablieren. Sie waren tief beeindruckt und dankbar für das große Engagement der Studierenden.

»Wir hatten lange nach der besonderen Aufgabe für unser Kunst- und Kulturprojekt gesucht. Etwas Besonderes sollte es werden. Etwas mit Sinn, woran wir Studenten selbst wachsen und gleichzeitig anderen Menschen etwas Bleibendes hinterlassen könnten«, unterstreicht Kommilitonin Julia. Der Außenbereich wurde in vier Abteilungen aufgeteilt: ein offenes Klassenzimmer, ein großes Klettergerüst mit Turm, ein »Marktplatz« mit Sitzmöglichkeiten und ein »Hexenhäuschen« mit Sandkasten für die Kindergartenkinder.

http://www.freie-hochschule-stuttgart.de/ Bei Temperaturen von bis zu 45°C gab ein Jeder alles. 11 Tonnen Holz wurden verarbeitet. Eine Dusche im Keller, Nächte auf dem Dach, zwei Klassenzimmer am Abend mit 18 verdreckten Studenten: »Es war eine tolle Zeit!« Beeindruckt von der Dankbarkeit und Gastfreundschaft der Griechen kamen sie mit vielen Bildern erfüllt zurück nach Stuttgart. »Wir fühlten wir uns als richtiger Teil dieser großen Bewegung und spürten sowohl die Willenskraft der Menschen, als auch ihre Sorgen«, erzählt Alessa.
Am 29. September um 18 Uhr werden sie an der Freien Hochschule Stuttgart im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung mit vielen Fotos und einem Film von ihrer Reise berichten.

»Mehr Dank als die strahlenden Kinderaugen gibt es für solch eine Arbeit nicht«,

sagt Alessa, Studentin im sechsten Semester.