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"Die Menschen waren so unglaublich dankbar"

Kunst- und Kulturprojekt der Bachelorabsolvent*innen an der Freien Hochschule Stuttgart - Seminar für Waldorfpädagogik

Sie haben Einrichtungen und einer Klassengemeinschaft zu einem Wiedersehen verholfen: mit 4 Kunst- und Kulturprojekten engagierten sich unsere Bachelorabsolvent*innen 

"Es war einfach wirklich, wirklich, wirklich schön", berichtete Marie und man spürte, wie überwältigt noch alle von den intensiven Eindrücken dieser außergewöhnlichen Studienfahrt waren, die diese Gruppe des Kurses bis nach Ägypten geführt hatte. Vier Kunst- und Kulturprojekte hat der diesjährige Jahrgang unserer Bachelorabsolvent*innen auf die Beine gestellt. Vier soziale Projekte haben sie dabei auf den Weg gebracht, sich um die Organisation, die Finanzierung und die Umsetzung gekümmert. Sie waren in Ägypten, in El Salvador, in Ibiza und vor Ort in der Hochschule, mit Kindern einer dritten Klasse aus der Ukraine.

Das Kunst- und Kulturprojekt gehört im dritten Studienjahr der angehenden Klassenlehrer*innen fest zum Lehrplan. "Studentische Initiative" steht dazu nüchtern im Modulhandbuch. Dahinter verbirgt sich "ein Freiraum von zwei Wochen, der offen sein soll, um wirkliche Initiative entwickeln zu können", leitete Dozentin und Kursleiterin Ulrike Hans diesen Abend der festlichen öffentlichen Präsentation aller vier Projekte ein. 

Die Kooperation mit der Heliopolis University in Kairo und der damit verbundenen Initiative SEKEM besteht schon seit vielen Jahren. Bereits zum dritten Mal fand ein Kunst- und Kulturprojekt hier statt. Die SEKEM-Initiative wurde 1977 mit der Vision von nachhaltiger Entwicklung durch einen ganzheitlichen Ansatz gegründet: Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur werden dabei gleichrangig betrachtet. "Dort ist ein Lebenszentrum entstanden", berichtete Marie an diesem Abend. In vielen Fotografien und einem kleinen Film veranschaulichten die Studierenden dieses Projektes, was sie alles erleben und erfahren durften. Vor allem aber präsentierten sie ihre verschiedenen Workshops, mit denen sie eine kleine Summer School für die Kinder von SEKEM initiiert hatten: vom Sinnesparcour für die Kindergarten- und Grundschulkinder bis zur englischsprachigen Theateraufführung und dem Bau von Solar Kits und Camera obscuras für die Älteren. Auch der Sport durfte natürlich nicht fehlen in diesem Angebot.

Mit der tatkräftigen Unterstützung einer kleinen Waldorfeinrichtung in El Salvador ging für Audrey ein Herzenswunsch in Erfüllung. Nach vier Jahren konnte die Studentin ihre Heimat wieder besuchen. Begleitet wurde sie dabei von einem unserer ehemaligen Masterabsolventen und einer Studentin aus dem ersten Studienjahr. "Die Menschen waren so unglaublich dankbar für alles, was wir mitbrachten an unserem persönlichen Einsatz und auch an Material", erzählte Audrey. Die drei Deutschen konnten die pädagogische Arbeit im Kindergarten und in der ersten Klasse dieser im Aufbau begriffenen Waldorfschule begleiten, boten künstlerische Workshops für die Pädagog*innen und auch die Eltern an.

Die beiden Studentinnen des dritten Kunst- und Kulturprojektes konnten leider an diesem Abend ihre Arbeit nicht präsentieren. Sie hatten auf Ibiza in Spanien die dortige NGO creatives for the planet bei verschiedenen Projekten unterstützt.

Viel Herzblut steckte auch im vierten Projekt dieses engagierten Kurses. "Der Krieg in der Ukraine hat für die Kinder der dritten Klasse der Waldorfschule in Kiew bedeutet, dass sie aus ihrem Alltag rausgerissen und über ganz Europa verteilt wurden", erzählte Olena, deren kleine Schwester diese Klasse besuchte. Während ihre Familie inzwischen bei ihr in Stuttgart in Sicherheit ist, versuchte die Klassenlehrerin von Innsbruck aus, den Kontakt mit ihrer Klasse zu halten. Und so entstand die Idee, alle zusammen nach Stuttgart an die Hochschule einzuladen, um in den Pfingstferien einen Raum für ein Wiedersehen zu schaffen.  Und während am Vormittag die Lehrerin ihre begonnene Epoche mit den Kindern zu Ende führen konnte, bereiteten die Studierenden am Nachmittag nicht nur viele Ausflüge thematisch passend zur Bauepoche der dritten Klasse vor, sondern boten auch Workshops in Handarbeit, Plastizieren oder Kunst an. 

Besonders dankbar sind die Studierenden aller Projekte über die große Unterstützung, die sie von vielen Seiten erfahren haben. 
Wir möchten uns neben all den vielen kleinen privaten Spenderinnen und Spendern ausdrücklich bedanken bei
der Stadt Stuttgart, dem Amt für ausländische Beziehungen; den SEKEM Freunden Deutschland e.V.; der Waldorfstiftung, der Mahle Stiftung; den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.; der Stiftung Sonett; den Firmen Stockmar, Spielberger Mühle und MS-ing.

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